Sacha Jafri
britischer Maler
From Wikipedia, the free encyclopedia
Sacha Jafri (* 3. Januar 1977 in England) ist ein britischer Maler, der für seine monumentalen Gemälde und sein philanthropisches Engagement bekannt ist.[1][2]
Leben
Sacha Jafri entstammt einer Familie mit indo-pakistanischen Wurzeln und wurde in England geboren. Seine Mutter ist Französin, sein Vater war Diplomat und diente als pakistanischer Botschafter beim Vatikan. Sein Großvater Fareed S. Jafri wurde in den 1950er Jahren von Muhammad Ali Jinnah zum Herausgeber der Zeitung Dawn ernannt und 1968 als pakistanischer Hochkommissar nach Nigeria entsandt. Jafri stammt mütterlicherseits von der königlichen Linie der Nawabs von Awadh ab. Er besuchte das Eton College, wo er ein Stipendium erhielt. Anschließend studierte er an der Ruskin School of Drawing and Fine Art der University of Oxford und erlangte im Jahr 1999 einen Master of Arts in Fine Arts mit Auszeichnung. Im Jahr 2000 wurde ihm der British Painters Prize verliehen.[3]
Nach seinem Studium widmete sich Jafri im Alter von 22 Jahren vollständig der Kunst und erhielt früh Aufträge u. a. von Tiger Woods und David Beckham. Ab Mitte der 2000er Jahre stellte er in kleineren Londoner Galerien wie der Kings Road Gallery und der Ryder Street Gallery aus. Im Jahr 2009 beauftragte Prinz Charles ihn im Rahmen seiner Mosaic-Initiative zur Förderung des interreligiösen Dialogs mit der Anfertigung von Porträts der 14 einflussreichsten lebenden Muslime. 2014 gestaltete er das Cover für Jack Bruces letztes Studioalbum Silver Rails.[4] Seit 2009 lebt und arbeitet Jafri überwiegend in Dubai.[1] Er unterhält weitere Ateliers in London und New York.[5]
Werk
Der künstlerische Stil Sacha Jafris wird als magischer Realismus bezeichnet. Er zeichnet sich durch großformatige, farbintensive und abstrakte Kompositionen aus, in denen Abstraktion und Figuration verbunden werden. Seine Arbeiten werden häufig mit den abstrakten Ausdrucksformen von Wassily Kandinsky und Jackson Pollock verglichen.[6] Zentrale Themen seiner Kunst sind Menschlichkeit, Empathie und globale Verbundenheit.
Sein bekanntestes Werk ist The Journey of Humanity, das er zwischen März und September 2020, während der Corona-Pandemie, im Ballsaal des Hotels Atlantis The Palm in Dubai schuf. Mit einer Fläche von über 1600 Quadratmetern wurde das Gemälde vom Guinness-Buch der Rekorde als größtes Leinwandgemälde der Welt anerkannt.[7] Für dieses Werk integrierte Jafri Kunstwerke von Kindern aus über 140 Ländern. Im März 2021 wurde das Werk bei einer Wohltätigkeitsauktion in Dubai für 62 Millionen US-Dollar an den französischen Unternehmer André Abdoune verkauft. Damit war es das drittteuerste Gemälde eines lebenden Künstlers, das je bei einer Auktion veräußert wurde.[8]
Zu seinen weiteren bedeutenden Projekten zählen „The Art Maze“, eine Werkserie zu 50 UNESCO-Welterbestätten anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der UNESCO-Welterbekonvention, sowie eine Zusammenarbeit mit Rolls-Royce, im Rahmen derer er sechs individuell gestaltete Rolls-Royce Phantom Series II schuf. Die Erlöse aus vielen seiner Werke fließen in karitative Projekte, insbesondere zugunsten von Kindern in Armut.[2][9] Jafris Arbeiten befinden sich in den Sammlungen zahlreicher prominenter Persönlichkeiten, darunter Barack Obama, George Clooney, Bill Gates, Madonna, David Beckham und Mitglieder königlicher Familien. Seine Werke wurden in renommierten Institutionen wie der Saatchi Gallery in London ausgestellt.[3]
Seit Beginn seiner Karriere hat Jafri eigenen Angaben zufolge über 140 Millionen US-Dollar für wohltätige Zwecke gesammelt. Mit seiner im Jahr 2020 ins Leben gerufenen philanthropischen Initiative „Humanity Inspired“, die unter der Schirmherrschaft des emiratischen Ministers für Toleranz und Koexistenz steht, unterstützt er Programme von UNICEF, UNESCO, Dubai Cares und der Global Gift Foundation[10] in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Sanitärversorgung und digitale Vernetzung für benachteiligte Kinder weltweit.[11]
Weblinks
- The Art Newspaper
- Guinness World Records: The Journey of Humanity
- UNESCO: Artikel über The Art Maze
- Größtes Gemälde der Welt bei Wohltätigkeitsauktion für 62 Millionen Dollar verkauft
- Euronews: Humanity in art and six-modified Rolls-Royces (2023)
- Khaleej Times: Sacha Jafri on His Artistic Obsession, Legacy, and Why He Calls Dubai Home (2025)