Saladin Dellers
Schweizer Schauspieler und Kurzfilmproduzent
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Saladin Dellers (* 1994 in Bern) ist ein Schweizer Schauspieler, Drehbuchautor und Filmregisseur.

Leben
Saladin Dellers spielte zunächst in verschiedenen Produktionen im Jugendclub der Jungen Bühne Bern und realisierte eigene Kurzfilmprojekte. Von 2012 bis 2016 studierte er Schauspiel an der Kunstuniversität Graz. In der Spielzeit 2014/15 war er am Schauspielhaus Graz als einer der drei Verehrer der Titelrolle in William Shakespeares Der Widerspenstigen Zähmung, einer Schauspielhaus-Kooperation mit dem Institut für Schauspiel der Kunstuniversität Graz, in der Regie von Holle Münster zu sehen.[1] In King Arthur (2015) spielte er den Zauberer Osmond.[2]
Nach Abschluss seines Studiums verlagerte Dellers seinen Lebensmittelpunkt 2017 nach Berlin. Er trat weiterhin in Theaterproduktionen auf, wie Follower (2017), Hyphe (2020) und Vogt – ein Selbstversuch (2020).[3][4][5]
2011 gab er sein Debüt als Filmschauspieler in dem Kinospielfilm Silberwald (Regie: Christine Repond) und wurde dafür 2012 als bester Darsteller beim Schweizer Filmpreis nominiert.[6][7] Es folgten Auftritte in Kurzfilmen sowie Nebenrollen in TV-Filmen. 2014 stand er für den TV-Film Stöffitown (Regie: Christoph Schaub) vor der Kamera.[8]
Ab 2019 war Dellers auch als Drehbuchautor tätig. Der Film Justus, bei dem er sowohl als Autor als auch als Schauspieler tätig war, gewann den Mejor Corto Internacional Award beim Festival de Cine Premios Lorca.[9][10] 2022 wurde Dellers für seine Rolle in dem Kurzspielfilm Abhauen mit dem Best Actor Award beim NORGS International Independent Festival ausgezeichnet.[11]
2025 wirkte Dellers in der kanadischen Produktion Nesting[12] mit, seiner ersten internationalen Filmproduktion, in der er auf Englisch und Französisch spielte. Im selben Jahr spielte er in Solo Show, der seine Premiere beim Molodist Kyiv International Film Festival hatte und in Deutschland beim Filmfestival Max Ophüls Preis im Spielfilmwettbewerb gezeigt wurde.[13][14][15]
2026 gab Dellers mit dem Kurzspielfilm Dreieck sein Regiedebüt.[16] Der Film hatte seine Premiere im Kurzfilmwettbewerb des Filmfestival Max Ophüls Preis in Saarbrücken.[17] Ebenfalls 2026 realisierte er gemeinsam mit Adriana Möbius den Kurzfilm Sandy & Paul, bei dem beide auch am Drehbuch beteiligt waren.[18]
Filmografie
- 2011: Silberwald (Regie: Christine Repond)
- 2012: Forgiven Is Not Forgotten (Kurzfilm)
- 2014: Ziellos (Regie: Niklaus Hilbert)
- 2015: Stöffitown (Regie: Christoph Schaub)
- 2017: Vakuum (Regie: Christine Repond)
- 2018: Der Läufer (Regie: Hannes Baumgartner)
- 2018: Nr. 47 (Regie: Samuel Morris) – Fernsehserie
- 2018: Weekend Tide (Regie: Julio Ramírez) – Kurzfilm
- 2019: Golden Twenties (Regie: Sophie Kluge)
- 2019: Hedon (Regie: Julian Dieterich) – Kurzfilm
- 2019: Frau Holles Garten (Fernsehfilm)
- 2020: Moskau Einfach! (Regie: Micha Lewinsky)
- 2020: Isi & Ossi (Regie: Oliver Kienle)
- 2021: Youth Topia (Regie: Dennis Stormer)
- 2021: Schwarz oder Weiss (Regie: Kim Culetto) – Kurzfilm
- 2021: You Can Do It (Regie: Jonas Baumann) – Kurzfilm
- 2022: Tatort: Schattenkinder – Fernsehreihe
- 2022: Abhauen (Regie: Kim Culetto) – Kurzfilm
- 2023: Justus (Regie: Kim Culetto, Drehbuch: Saladin Dellers) – Kurzfilm
- 2024: Mit einem Tiger schlafen (Regie: Anja Salomonowitz)
- 2025: Die Beschatter (Regie: Michael Steiner)
- 2025: Nesting (Regie: Chloé Cinq-Mars)
- 2025: Solo Show (Regie: Julius Weigel)
- 2026: Intolerant (Regie: Maria Barton) – Kurzfilm
- 2026: Dreieck (Regie und Drehbuch: Saladin Dellers) – Kurzfilm
- 2026: Sandy & Paul (Regie: Adriana Möbius, Regie und Drehbuch: Saladin Dellers) – Kurzfilm