Sally Bochner

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Sally Bochner ist eine kanadische Filmproduzentin und Drehbuchautorin, die sich auf Dokumentarfilme spezialisiert hat. Sie war lange beim National Film Board of Canada tätig und wurde für einen Oscar nominiert.

Leben und Werk

Sally Bochner war spätestens ab 1980 beim National Film Board of Canada (NFB) als Sprecherin des Board tätig.[1] Für den 1984 erschienenen Circulating Film Library Catalogue des MoMA verfasste sie eines der sechs darin enthaltenen Essays. Das Thema war die Geschichte von Dokumentar- und Animationsfilmen des NFB.[2]

Ihre erste direkte Filmbeteiligung war 1987 das Drehbuch des Films Zug der Träume, das sie zusammen mit Sam Grana und Regisseur John N. Smith schrieb. Dafür war sie 1988 für einen Genie Award in der Kategorie Bestes Drehbuch nominiert.[3] Danach war sie vor allem als Produzentin tätig. Die IMDb listet über 110 Filme, an deren Produktion sie beteiligt war, darunter der mehrfach ausgezeichnete Film Unter Fremden von 1990. Für den Film The Colours of My Father: A Portrait of Sam Borenstein wurde sie 1991 zusammen mit Richard Elson mit einem Genie Award in der Kategorie Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.[4] 1993 wurden die beiden mit diesem Film für einen Oscar in der Kategorie Bester Dokumentar-Kurzfilm nominiert.[5]

1997 wurde sie von staatlicher Seite als Executive Producer für die englischsprachigen Dokumentarfilme im östlichen Bereich Kanadas bestätigt.[6] 1998 wurde sie als Verantwortliche für diese Filme in Québec geführt.[7] Diese Rolle hatte sie bis 2005 inne.[8] 1998 war sie zusammen mit George Hargrave mit dem Film Picturing a People: George Johnston, Tlingit Photographer für einen Donald Brittain Award für die beste Dokumentation innerhalb des Gemini Award nominiert.[9] 2003 gab es mit dem Film The Tree That Remembers eine erneute Nominierung für diesen Award.[10] 2007 produzierte sie den mehrfach ausgezeichneten Film Up the Yangtze, 2008 RiP!: A Remix Manifesto. Zuletzt war sie Produzentin der Folge Gambling Boys aus der Dokumentarfernsehserie The Passionate Eye.

Über ihr Privatleben ist nur bekannt, dass sie in Montreal lebt(e) und ihr Sohn Jesse Bochner ebenfalls Dokumentarfilme produziert.[11]

Filmografie (Auswahl)

wenn nicht anders angegeben in der Produktion

  • 1987: Zug der Träume (Train of Dreams, nur Autorin)
  • 1988: Parents in Crisis (auch Autorin)
  • 1989: The Journey Home
  • 1990: Familiensache (Falling Over Backwards)
  • 1990: Unter Fremden (The Company of Strangers, auch Buch)
  • 1991: The Greenpeace Years
  • 1991: Listen to Us (4 Filme, auch Regie)
  • 1992: The Colours of My Father: A Portrait of Sam Borenstein
  • 1993: Double or Nothing: The Rise and Fall of Robert Campeau
  • 1995: Silence & Storm
  • 1995: Multiple Choices (16 Filme)
  • 1996: You Won’t Need Running Shoes, Darling
  • 1996: Wanted! Doctor on Horseback
  • 1997: Picturing a People: George Johnston, Tlingit Photographer
  • 1997: An Untidy Package
  • 1998: The Illuminated Life of Maud Lewis
  • 1998: Desperately Seeking Helen
  • 1999: Cinéma Vérité: Defining the Moment
  • 1999: Why Women Run
  • 2000: Rocks at Whiskey Trench
  • 2000: Moving Pictures
  • 2001: Shylock
  • 2001: Atanarjuat – Die Legende vom schnellen Läufer (Atanarjuat – The Fast Runner)
  • 2001: Westray
  • 2001: Waging Peace: A Year in the Life of Caledonia Junior High
  • 2002: The Tree That Remembers
  • 2002: Is the Crown At War With Us?
  • 2002: The Spirit of Annie Mae
  • 2002: White Thunder
  • 2003: The Man Who Studies Murder
  • 2004: Open Secrets
  • 2005: Der Preis für den Frieden (The Peacekeepers)
  • 2005: I Can Make Art (6 Filme)
  • 2005: Mohawk Girls
  • 2006: Wal-Town the Film
  • 2007: Up the Yangtze
  • 2008: RiP!: A Remix Manifesto

Einzelnachweise

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