Salzgitter Maschinenbau

ehemaliges deutsches Maschinenbau-Unternehmen From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Salzgitter Maschinenbau AG (SMAG) war bis Dezember 2023 die Führungsholding eines Sondermaschinenbau-Konzerns mit Sitz in Salzgitter-Bad. Tätig war die Unternehmensgruppe zuletzt über verschiedene operative Gesellschaften in den Bereichen Lastaufnahmemittel (Greifer, Spreader, Schwenkwerke), Bergbau und Exploration (mobile Bergwerkstechnik, mobile Geräte, Sonderfahrzeuge) sowie industrielle Subsysteme (mobile Antennenträger, Fahrkabinen).[2]

Schnelle Fakten
Salzgitter Maschinenbau AG
Logo
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1919
Auflösung 2023
Auflösungsgrund Liquidation
Sitz Salzgitter
Leitung Christian Gerstenberger, Vorstand
Mitarbeiterzahl 830
Umsatz 122 Mio. Euro[1]
Branche Maschinenbau
Website samasch-ag.com
Stand: 30. September 2024
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Hauptsitz der SMAG in Salzgitter-Bad
Logo vor der Namensänderung 2024

Unternehmensprofil

Im Geschäftsjahr 2017/18 waren rund 2.250 Mitarbeitende an weltweit 27 Standorten für den Konzern tätig.[3][4]

Zu den Kunden der Gruppe zählten Abnehmer in mehr als 40 Ländern. So zum Beispiel Reedereien, Hafenunternehmen, Hafenkran-, Mobilkran- und Baumaschinenhersteller sowie Produzenten von speziellen Fahrzeugen, europäische Verteidigungskräfte, Bergwerks- und Bohrunternehmen.[5]

Ab 2020 geriet die Unternehmensgruppe in finanzielle Schwierigkeiten. Um den Fortbestand der Tochtergesellschaften zu gewährleisten, fiel die Entscheidung, die operativen Gesellschaften zu veräußern.[6]

Alle veräußerten Gesellschaften sind nach wie vor am Markt aktiv:

Geschichte

Das Unternehmen wurde 1919 durch Anton Raky, einem Ingenieur für Bohrtechnik und Ölförderung, als Anton Raky, Unternehmung für Tiefbohrungen gegründet. Diese Gesellschaft firmierte später zur Bergbau AG um und wurde 1937 in die Reichswerke Hermann Göring eingegliedert.[7] Zum Fertigungsprogramm gehörten unter anderem Ölbohrgeräte, Umschlagtechnik und Wasserpumpen.

1945 erteilte die britische Militärregierung die Betriebserlaubnis zur Errichtung von „Stahlkonstruktionen für Brückenbau und Bergbau“.[4]

In den 1950er-Jahren lag der Schwerpunkt der Produktion unter anderem in den Produktbereichen Bergbaumaschinen, Tiefbohreinrichtungen, Fördereinrichtungen, Maschinen und Einrichtungen für die Zuckerindustrie, Hüttenwerksanlagen und Stahlbau, Lademaschinen, Bohrwagen und Bohrmaschinen für den Bergbau-, Tunnel- und Stollenbau, Gesteinsbohrmaschinen und Schrappanlagen sowie Universal-Leichtbaukrane.[4]

Nach dem Krieg erfolgten mehrfache Umfirmierungen, bis 1987 die Salzgitter Maschinenbau GmbH entstand. Diese befand sich zu diesem Zeitpunkt im Besitz der, damals staatseigenen, Salzgitter AG. Zwei Jahre nach der Privatisierung der Salzgitter AG und deren Übernahme durch die Preussag wurde die Salzgitter Maschinenbau GmbH an die Braunschweiger ETN-Maschinenbau GmbH veräußert. Im Jahr 2008 fand eine Umwandlung der SMAG GmbH zur Salzgitter Maschinenbau AG statt.[7]

2022 erwarb der Münchner Investor Auctus Capital Partners die BMA Braunschweigische Maschinenbauanstalt AG.[8]

2023 erfolgte der Verkauf der letzten drei Tochterunternehmen an den Münchner Finanzinvestor Aequita.[9] Dazu gehörten die Peiner SMAG Lifting Technologies, die auf motorisierte, elektrische und hydraulische Greifarme für schwere Lasten spezialisiert ist, die Nordmeyer SMAG, die unter anderem mobile Bohrgeräte und Bergbau-Maschinen anbietet, sowie die SMAG Mobile Antenna Masts, Anbieter von abspannfreien, mobilen Antennenträgern bis zu einer Höhe von 40 Metern.[10]

2024 wurde die nunmehr tochterlose Führungsgesellschaft SMAG AG in SAMASCH Aktiengesellschaft umbenannt. Im selben Jahr erfolgte der Beschluss zur Auflösung.

Commons: Salzgitter Maschinenbau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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