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San Basilio de Palenque

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San Basilio de Palenque ist ein zur Gemeinde Mahates gehörendes sogenanntes Palenque-Dorf im Departamento Bolívar im Norden von Kolumbien mit ca. 3.500 Einwohnern. 2026 wurde die Einwohnerzahl auf 4000 geschätzt.[1] Administrativ handelt es sich um ein corregimiento von Mahates.

Statue von Benkos Bioho, des Gründers des Ortes, auf dem Hauptplatz in Palenque

Geschichte

San Basilio de Palenque wird als das erste freie schwarze Dorf in Südamerika bezeichnet.[2] Palenque bezeichnet eine von entkommenen Sklaven gegründete Siedlung. San Basilio de Palenque ist angeblich das einzige dieser Dörfer, das heute noch besteht. Es wurde 1603 von einer Gruppe entkommener Sklaven unter Führung von Benkos Biohó, der angeblich aus Guinea-Bissau stammte, gegründet. 1713 erkannte es die spanische Krone als freie Siedlung an. Der Name bezieht sich auf den heiligen Basileus von Caesarea.[3] Im Jahr 2005 wurde der Kulturraum von San Basilio de Palenque von der UNESCO zum „Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit“ erklärt und 2008 in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit eingetragen.[4] In Cartagena steht ein Denkmal für Biohó.

Inzwischen gibt es Bemühungen, die Siedlung zu einer selbständigen Stadt zu machen.[3]

Einwohner

Seine Einwohner sind hauptsächlich Afrokolumbianer, Nachfahren westafrikanischer Sklaven. Hier wird Palenquero, die einzige spanischbasierte Kreolsprache in Lateinamerika, gesprochen (örtlich als Bantu bezeichnet[1]) und auch in der Schule unterrichtet[1].

Wegen der isolierten Lage haben sich hier viele althergebrachte Bräuche und Traditionen bewahrt. Dies äußert sich in der Musikkultur,[5] zu der die nur hier vorkommende Zeremonialtrommel pechiche gehört, die als Liedbegleitung bei Begräbnissen geschlagen wird. Eine bekannte Musikgruppe, die diese Tradition pflegt, ist Sexteto Tabalá.

Viele Frauen aus San Basilio de Palenque reisen jede Woche nach Cartagena, um dort Früchte und Süßigkeiten zu verkaufen und in ihrer farbenprächtigen Tracht für Touristenphotos zu posieren.[1] Die Straßenverbindung nach Cartagena ist sehr schlecht.[1]

Sehenswürdigkeiten

  • Denkmal für Benkos Bioho
  • Häuser mit Wandmalereien

Quellen

  • Cassiani, Javier Ortiz, El incómodo color de la memoria Columnas y crónicas de la historia negra. Bogotá, Universidad El Bosque 2025.

Einzelnachweise

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