San Felice Circeo

italienische Gemeinde From Wikipedia, the free encyclopedia

San Felice Circeo ist eine italienische Gemeinde (comune) in der Provinz Latina, Region Latium, mit 10.071 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024). Sie liegt 99 Kilometer südöstlich von Rom.

Schnelle Fakten
San Felice Circeo
San Felice Circeo (Italien)
San Felice Circeo (Italien)
Staat Italien
Region Latium
Provinz Latina (LT)
Koordinaten 41° 14′ N, 13° 6′ O
Höhe 98 m s.l.m.
Fläche 32,63 km²
Einwohner 10.071 (31. Dez. 2024)[1]
Postleitzahl 04017
Vorwahl 0773
ISTAT-Nummer 059025
Bezeichnung der Bewohner Sanfeliciani
Schutzpatron San Felice Martire
Website comune.sanfelicecirceo.lt.it/

Blick auf San Felice Circeo
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Geographie

San Felice Circeo liegt am Monte Circeo, einem steil aus der Pontinischen Ebene aufragenden Kalkberg direkt am Tyrrhenischen Meer. Er liegt im 1934 gegründeten Circeo-Nationalpark. Der Berg, der ursprünglich tatsächlich eine Insel war, wird nach der Überlieferung mit der Insel der Zauberin Circe gleichgesetzt.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr187119011921195119711991200120112021
Einwohner1321179519904637654777368036870910.100

Politik

Im Juni 2017 wurde Giuseppe Schiboni zum Bürgermeister gewählt, der auf den 2012 gewählten Sportfunktionär Giovanni Petrucci folgte. Schiboni gehört der Mitte-links-orientierten Bürgerliste „Circeo Futura“ an, welche mit acht von zwölf Sitzen (40,78 % Stimmenanteil) die Mehrheit im Gemeinderat hat.[2] Vor 2012 war Vincenzo Cerasoli (Forza Italia) Bürgermeister, der im Mai 2007 gewählt worden war.

Mit der deutschen Stadt Mettmann besteht seit 2008 eine Zusammenarbeit. Eine Partnerschaft wird angestrebt. Die beiden Städte verbinden Funde von Frühmenschen vom Typ Neandertaler.

Guattari-Höhle

In der Guattari-Höhle am Strand von San Felice Circeo wurde 1939 ein fast vollständig erhaltener Schädel des Frühmenschen Neandertaler gefunden.[3] Die Mandibula eines weiteren Neandertaler-Individuums wurde 1950 außerhalb der Höhle gefunden. Überreste von neun weiteren Neandertalern wurden bei Erkundungen in bisher unerforschten Abschnitten der Höhle ab 2019 entdeckt. Laut dem die Forschungen leitenden Archäologen Francesco Di Mario des italienischen Kultusministeriums machen die Funde die Höhle zu einer der bedeutendsten archäologischen Stätten der Altsteinzeit in Europa und der Welt.[4]

Die Höhle des Impiso (ital. Grotta dell'Impiso – dt. Höhle des Gehängten) ist eine Meereshöhle und die Ziegenhöhle (ital. Grotta delle Capre) sind weitere Höhlen in San Felice Circeo.

Persönlichkeiten

Literatur

  • Herbert Ulrich: Kannibalismus im Palolithikum. In: Friedrich Schlette, Dieter Kaufmann (Hrsg.): Religion und Kult in ur- und frühgeschichtlicher Zeit. Akademie, Berlin 1989, ISBN 3-05-000662-5, S. 51 ff.
Commons: San Felice Circeo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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