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San Mauro (Burano)

Kirchengebäude in Italien From Wikipedia, the free encyclopedia

San Mauro war eine Kirche nebst Kloster im Westen von Burano, auf einer Insel, die nach der Kirche, bzw. dem Kloster benannt wurde. Die Kirche in der nördlichen Lagune von Venedig bestand zwischen dem 10. und dem 19. Jahrhundert, im Kloster lebten seit dem frühen 13. Jahrhundert Benediktinerinnen.

Übersichtskarte von Burano, im Westen die Insel San Mauro
Der unter Napoleon 1812 entstandene Kataster war mit Karten ausgestattet, hier die Inseln Buranos

Geschichte

Die Kirche San Mauro geht auf das frühe 10. Jahrhundert zurück (vielleicht aber auch auf das Jahr 899), wenn man der Chronaca Veneta des Angelo Maria folgt, eines Regularkanonikers von San Salvador.[1] Nach einer anderen Überlieferung, auf die sich Flaminio Corner beruft, war es die Belagerung Venedigs durch Ungarn, die um 899 die Städte um die Lagune von Venedig plünderten, die zur Gründung der Kirche durch einen Termidio Ingenerio führte. Nach dieser Überlieferung soll, genauso wie nach der Chronaca Veneta, ein Priester namens Domenico aus Metamaucum nach Burano gekommen sein, um der frisch gegründeten Kirche dienlich zu sein. Die Ungarn wurden von der venezianischen Flotte unter Führung des Dogen Pietro Tribuno besiegt.

1214 übergab Buono (Balbi), Bischof von Torcello, den „divote Donne“ Calandrina und Maria aus der Gemeinde Santa Margherita, den Besitz der Kirche. Sie sollten dem Bischof jährlich Silbermünzen schulden, dazu kleinere „regalie“, die Corner nicht näher ausführt. Sie konnten in dem Haus nach ihrem Willen „Regolare“ oder „Monache“ ansetzen. Sie entschieden sich für letztere, also für Nonnen, in diesem Falle aus dem Benediktinerorden. Das Haus soll einen Dorn von der Dornenkrone Christi aufbewahrt haben, ebenso wie eine Reliquie Johannes‘ des Täufers.

Auf Burano bestand nur eine Pfarrkirche für die arme Gemeinde, wie Johann Christoph Maier in seiner 1791 erschienenen Beschreibung von Venedig vermerkt. Hinzu kamen demnach zwei Benediktinerinnenklöster, wobei „das von San Mauro ein Gemälde von Paul Veronese, mit dem Märtyrerthum des Heiligen, zu besizzen vorgibt. Vermutlich aber ist es eine gute Kopie, die bei der Verschwindung des von Schriftstellern sehr gelobten Originals an seine Stelle gesezt worden.“[2]

Die Kirche, im Jahr 1533 praktisch neu gebaut,[3] muss nach 1806 abgerissen worden sein. Im Jahr 1856 kannte jedenfalls Francesco Zanotto nur noch eine Kirche auf Burano, nämlich San Martino – obwohl die Insel zu dieser Zeit 4.500 Einwohner hatte.[4]

Handschriften aus dem 17. Jahrhundert beschreiben eine dreischiffige, nach Osten ausgerichtete Kirche. Das Westportal verfügte demnach über einen Vorbau, der mit dem Kloster verbunden war. Der Chor der Nonnen befand sich über dem Hauptportal, wo sich auch die mit Malereien verzierte Orgel befand. Es existierte ein Schlafsaal, das übliche Refektorium, die Krankenstation, ein Parlatorium sowie Gärten und Innenhöfe. Zudem wird vermerkt, dass das Kloster vor kurzem von „N. H. Zanardi“ umgebaut wurde und noch nicht fertiggestellt sei. Zu dieser Zeit bestand noch kein Noviziat. Aus einem Dokument des Jahres 1821 sind die Abmessungen des Klosters bekannt. Auch existieren Aufrisse der Kirche und des Klosters, deren Struktur nicht mit dem üblichen Bauschema übereinstimmt.[5]

Literatur

Anmerkungen

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