Sandel (Jever)

Stadtteil von Jever in Friesland, Niedersachsen, Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Sandel ist ein Stadtteil von Jever im Landkreis Friesland in Niedersachsen. Der Ort liegt 1,5 Kilometer südwestlich von Cleverns, das ebenfalls ein Stadtteil von Jever ist. 500 Meter westlich verläuft das Rispeler Tief.

Schnelle Fakten Stadt Jever ...
Sandel
Stadt Jever
Koordinaten: 53° 32′ N,  50′ O
Höhe: 4 (2–4) m ü. NHN
Fläche: 10,28 km²[1]
Einwohner: ca. 320[1]
Bevölkerungsdichte: 31 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1933
Eingemeindet nach: Oestringen
Postleitzahl: 26441
Vorwahl: 04461
Sandel (Niedersachsen)
Sandel (Niedersachsen)
Lage von Sandel in Niedersachsen
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Geschichte

Nach der Bremer Archidiakonats-Matrikel von 1420/1426 gehörte das Kirchspiel Sandel zusammen mit den Kirchspielen Accum, Fedderwarden, Jever, Cleverns, Pakens, Schortens, Sengwarden, Sillenstede, Waddewarden, Westrum und Wiefels zum Sendsprengel Jever im Gau Östringen.

Im Jahr 1933 wurde Sandel mit Schortens, Cleverns und Sande zur Großgemeinde Oestringen zusammengeschlossen. Dieser Zusammenschluss wurde allerdings im Jahr 1948 wieder aufgehoben. Zusammen mit der ehemaligen Nachbargemeinde Cleverns bildete der Ort nun die Gemeinde Cleverns-Sandel, die am 1. Juli 1972 in die Stadt Jever eingegliedert wurde.[2]

Sehenswürdigkeiten

St.-Jakobus-Kirche
Orgel der St.-Jakobus-Kirche
Hagioskop der St.-Jakobus-Kirche (Südseite / außen)
Jeverländisches Mahnmal am Upschloot

St.-Jakobus-Kirche

Die St.-Jakobus-Kirche ist eines der beiden Gotteshäuser der Kirchengemeinde Cleverns-Sandel. Die Gemeinde gehört zum Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg.[3]
Die Saalkirche aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts besteht in der unteren Hälfte aus Granit, darüber aus Backstein.[4] Im 17. Jahrhundert ist die Kirche verfallen. Bei der Wiederherstellung im Jahr 1702 wurde auf die ursprünglich vorhandene Ostapsis verzichtet. Die Ansätze der Apsismauern blieben als Stützmauern stehen. In diesen Mauerresten befinden sich durchgängige Aussparungen in der Größe eines halben Backsteins, sogenannte Hagioskope.[5] Außerdem wurde das Kirchenschiff erniedrigt und im Westen verkürzt. Der schmale Westturm stammt aus dem Jahr 1840.[6] Im Inneren befindet sich eine Balkendecke. Spuren einer ehemaligen Wölbung sind erkennbar. Das Oberteil eines romanischen Taufsteins aus Granit aus der Zeit um 1200 ist erhalten.[7] Die Orgel ist ein Werk des oldenburgischen Orgelbauers Johann Martin Schmid (1847–1923). Sie wurde 1891 errichtet und ist nahezu vollständig erhalten. Sie besitzt ein Manual, ein selbständiges Pedal sowie sieben klingende Register.[8][9]

Jeverländisches Mahnmal am Upschloot

Das Jeverländische Mahnmal, ein elf Meter hohes Holzkreuz und zwölf Findlinge, für jede der damaligen Gemeinden des Jeverlandes ein Stein, an der Straße Cleverns – Rispel (Landesstraße 813) in der Nähe des Upschlootes, der Kreisgrenze Friesland – Wittmund, wurde im Mai 1948 als ein Symbol des Friedens errichtet. Der Gedanke des Mahnmals wird alljährlich zweimal durch Gottesdienste am Himmelfahrtstag und am Ewigkeitssonntag unterstrichen.[10][11][12][13]

Siehe auch

Vereine

  • Verein Ponyfreunde Jever-Sandel e. V.[14]

Söhne und Töchter

Literatur

  • Friedrich Orth, Barbara Müller-Schlombs, Wolfgang Trumpf: Jever – so alt und so neu: Strassen, Wege und Alleen. Namendeutung und Geschichte, Verlag Brune-Mettcker, Jever 2004, ISBN 978-3-87542-049-4, S. 125 ff.
Commons: Sandel – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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