Sandy McMahon

schottischer Fußballspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Alexander „Sandy“ McMahon (* 16. Oktober 1870 in Selkirk; † 25. Januar 1916 in Glasgow) war ein schottischer Fußballspieler. Während seiner 13-jährigen Vereinszugehörigkeit gewann McMahon mit Celtic Glasgow dreimal den schottischen Pokal und viermal die Meisterschaft. Für Celtic erzielte McMahon in insgesamt 217 Pflichtspielen 178 Tore, womit seine Trefferquote unter den besten Torschützen des Vereins nur von Jimmy McGrory und Henrik Larsson übertroffen wird. McMahon gilt als eine Celtic-Ikone und legendärer Torjäger in den Anfangsjahren des Vereins.

Schnelle Fakten Personalia, Junioren ...
Sandy McMahon
Alexander „Sandy“ McMahon (1892)
Personalia
Voller Name Alexander McMahon
Geburtstag 16. Oktober 1870
Geburtsort Selkirk, Schottland
Sterbedatum 25. Januar 1916
Sterbeort Glasgow, Schottland
Position Stürmer
Junioren
Jahre Station
Woodburn
Darlington St Augustine’s
0000–1885 Leith Harp
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1885–1886 Hibernian Edinburgh 0 00(0)
1886–? FC Burnley
0000–1890 Hibernian Edinburgh 0 00(0)
1890–1903 Celtic Glasgow 177 (131)
1903–1904 Partick Thistle 3 00(1)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1892–1902 Schottland 6 00(6)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
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Familie und Leben

Sandy McMahon wurde am 16. Oktober 1870 in Selkirk im Südosten Schottlands, in der Grafschaft Selkirkshire als Sohn einen irischen Landarbeiters geboren. In seiner Kindheit zog die Familie nach Edinburgh, wo sein Vater als Arbeiter beschäftigt war. 1896 heiratete McMahon in Glasgow Annie Devine mit ihr hatte er sechs Kinder. Seine Ehefrau starb 1908 bei der Geburt des sechsten Kindes im Alter von 33 Jahren. McMahon blieb mit 37 Jahren mit sechs Kindern zurück. Später scheinen die Kinder von einer Tante sowie einem Onkel betreut worden zu sein. McMahon selbst starb im Alter von 45 Jahren am 25. Januar 1916 im Glasgow Royal Infirmary an einer Nierenentzündung. Er wurde auf dem Dalbeth Cemetery beigesetzt. Sein Onkel kümmerte sich offenbar auch nach seiner eigenen Heirat weiterhin um die Kinder, selbst als McMahon 1916 starb. Einige Jahre nach seinem Karriereende als Spieler besaß McMahon ein Pub namens „The Duke“ in der Great Eastern Road im Glasgower Stadtteil Gallowgate. Im Jahr 2011 wurde in einer Zeremonie an seiner Grabstätte, ein neuer Grabstein eingeweiht.

Karriere

Verein

In seiner Jugend spielte McMahon für die Vereine Woodburn, St Augustine’s und Leith Harp, bevor er bereits im Alter von 15 Jahren, 1885, zu Hibernian Edinburgh wechselte. In der Saison 1885/86 absolvierte McMahon vier Spiele im schottischen Pokal für die „Hibs“. 1886 folgte ein Wechsel nach England zum FC Burnley. Später kehrte er zurück zu Hibernian, fand den Verein jedoch in einer schwierigen Lage vor, da zahlreiche Spieler durch den ebenfalls katholisch und irisch geprägten neuen Verein Celtic Glasgow abgeworben worden waren. McMahon absolvierte bis 1890 in zwei Pokalsaisons für Hibernian acht Spiele und erzielte zehn Tore darunter einen Hattrick am 26. Oktober 1889 beim 11:1-Sieg gegen Dunfermline Athletic.

McMahon schloss sich selber am 20. Dezember 1890 im Alter von 20 Jahren Celtic Glasgow an und entwickelte sich schon bald zum ersten Superstar in der Geschichte des Vereins. Während der gesamten 1890er-Jahre war er eine konstante Größe in der grün-weißen Angriffsreihe von Celtic, entweder als Mittelstürmer oder als Halbstürmer an der Seite des überragenden Johnny Campbell. Sein Debüt gab für Celtic gab der Stürmer am 24. Januar 1891 bei einer 1:3-Niederlage im Ligaspiel beim FC Vale of Leven. Das einzige Celtic-Tor erzielte dabei Johnny Campbell. Beim 9:1-Sieg im Rückspiel vier Monate später im Celtic Park traf McMahon gleich viermal und hatte damit maßgeblichen Anteil an einem der höchsten Siege in der Vereinsgeschichte. Sein erstes Tor hatte McMahon bereits im April desselben Jahres gegen den FC Dumbarton (1:0) erzielt.

In der Saison 1891/92 gewann Celtic mit McMahon den schottischen Pokal und die erste große Trophäe in der Vereinsgeschichte. McMahon erzielte in seiner ersten kompletten Saison für den Verein 20 Tore in 20 Ligaspielen sowie fünf Tore im Pokalwettbewerb und war damit bester Torschütze der Mannschaft. Zwei dieser fünf Pokaltore erzielte er im Wiederholungsspiel des Finals gegen den FC Queen’s Park, das Celtic mit 5:1 gewann. McMahon erzielte dabei das dritte und fünfte Tor seiner Mannschaft. Das ursprüngliche Finale hatte Celtic zwar mit 1:0 gewonnen, doch wegen schlechten Wetters und wiederholter Platzstürme der Zuschauer, die zu zahlreichen Unterbrechungen führten, war während des Spiels bereits eine Neuauflage vereinbart worden – ohne die Zuschauer darüber zu informieren. Im Folgenden Jahr erreichte McMahon mit Celtic erneut das Pokalfinale in der sich Queen’s Park für die Niederlage ein Jahr zuvor im Wiederholungsfinale revanchierte und mit 2:1 gewann.

Beim 2:1-Sieg gegen FC St. Bernard’s am 7. Dezember 1895 erzielte Sandy McMahon den Führungstreffer – und dieser sollte als sein 100. Tor für den Verein in die Geschichte eingehen. Mit diesem Treffer sicherte sich McMahon zudem einen besonderen Platz in der Geschichte von Celtic. Er wurde zum ersten Spieler überhaupt, der 100 Tore für den Verein erzielte. Damit festigte er seinen Status als einer der bedeutendsten Pioniere und ersten großen Torjäger der Clubgeschichte.

1899 erreichte McMahon mit Celtic erneut das Pokalfinale das gegen die Glasgow Rangers im Old Firm gewonnen wurde. Dabei erzielte McMahon ein Tor beim 2:0-Sieg.

Im Jahr 1900 gewann McMahon mit einem 4:3-Sieg über den FC Queen’s Park zum dritten Mal den Pokal mit Celtic. Dazu steuerte er auch ein Tor im Endspiel bei. Ein Jahr später unterlag McMahon mit den „Bhoys“ im Endspiel des schottischen Pokals gegen Heart of Midlothian mit 3:4. Auch in diesen Endspiel gelang dem Stürmer ein Tor. Besonders bemerkenswert ist, dass er in allen drei von Celtic gewonnenen schottischen Pokalfinals (1892, 1899 und 1900) traf.

Sein insgesamt 177. und letztes Tor für Celtic fiel am 14. Februar 1903 in einer Erstrundenpartie des schottischen Pokals gegen den FC St. Mirren. Insgesamt absolvierte McMahon 217 Spiele für Celtic davon 174 in der Liga und 43 im schottischer Pokal. Dazu erzielte McMahon insgesamt 178 Tore für Celtic davon 131 in der Liga und 47 im Pokal.

Im Jahr 1903 wechselte McMahon innerhalb von Glasgow zu Partick Thistle. McMahon blieb bis zum Ende der Saison 1903/04 bei Thistle und absolvierte aufgrund von Verletzungen nur fünf Einsätze davon drei in der schottischen Liga. Danach zog er sich endgültig aus dem aktiven Fußball zurück.

Nationalmannschaft

McMahon bestritt zwischen 1892 und 1902 insgesamt sechs Länderspiele für Schottland und erzielte dabei sechs Tore, darunter einen Hattrick beim 11:0-Kantersieg gegen Irland im Jahr 1901. Mit Schottland gewann McMahon zweimal die British Home Championship.

Trivia

McMahon wurde „der Prinz der Dribbler“ (the prince of dribblers) genannt, der mit „hoch erhobenen, wie Straußenflügel ausgebreiteten Armen, gesenktem Kopf, leicht nach vorn gebeugtem Rücken und enormen Füßen“ spielte. McMahon wurde zudem als „The Duke“ („Der Herzog“) bekannt. Der Ursprung dieses Spitznamens liegt vermutlich bei Patrice de Mac-Mahon, dem ehemaligen französischen Präsidenten und Herzog von Magenta. Als dieser im Oktober 1893 starb, sollen Zeitungsverkäufer in Glasgow mit den Rufen „McMahon deid! McMahon deid!“ („McMahon ist tot!“) versucht haben, ihre Verkäufe anzukurbeln. Vermutlich war es Tom Maley, der McMahon den Spitznamen „Duke“ verlieh.

„Der beste Kopfballspieler, den ich je gesehen habe – er konnte hohe Flanken beinahe mit dem Kopf festhalten – sie mit größter Leichtigkeit weiterleiten – ein Schrecken für jede Abwehr bei Eckbällen.“

Willie Maley

Erfolge

Literatur

  • Sandy McMahon & The Early Celts. JMD Media, DB Publishing. David Potter, 2015, ISBN 978-1780914565

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