Sanna Pohlmann-Rother
deutsche Pädagogin und Hochschullehrerin
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Sanna Pohlmann-Rother (* 1977 als Sanna Pohlmann) ist eine deutsche Pädagogin und Hochschullehrerin an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.
Leben und Wirken
Pohlmann-Rother studierte ab 1997 Grundschullehramt an der Universität Gießen. Nach dem Ersten und Zweiten Staatsexamen war sie ab 2003 als Grundschullehrerin im Landkreis Marburg-Biedenkopf tätig, studierte aber parallel deutsche Literaturwissenschaft, Erziehungswissenschaft und Psychologie an der Universität Gießen und schloss dort 2006 als Magistra ab. Bereits 2005 hatte sie ihre Tätigkeit als Grundschullehrerin aufgegeben und war als wissenschaftliche Mitarbeiterin im grundschulpädagogischen Teilprojekt der DFG-Forschergruppe „Bildungsprozesse, Kompetenzentwicklung und Selektionsentscheidungen im Vor- und Grundschulalter“ (BiKS) an der Universität Bamberg zurück in den akademischen Betrieb gekehrt. Von der Universität Bamberg wurde Pohlmann-Rother 2009 mit der Schrift Der Übergang am Ende der Grundschulzeit. Zur Formation der Übergangsempfehlung aus Sicht der Lehrkräfte zur Dr. phil. promoviert. Anschließend verblieb sie als Akademische Rätin auf Zeit am Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik an der Universität Bamberg.
2015 wurde Pohlmann-Rother Professorin für Pädagogik und Didaktik der Primarstufe an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Zum 1. März 2017 wechselte sie auf den ordentlichen Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik an die Universität Würzburg.[1] Einen Ruf der Universität Bamberg lehnte sie 2020 ab und wurde stattdessen geschäftsführende Leiterin des Würzburger Instituts für Pädagogik. Sie ist zudem Mitglied unter anderem der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, der Deutschen Gesellschaft für Lesen und Schreiben und der European Association for Research on Learning and Instruction.
Forschung
Pohlmann-Rothers Forschungsschwerpunkte liegen vor allem in der empirischen Grundschul- und Unterrichtsforschung und der entsprechenden Qualitätsforschung von Unterricht. Daneben bildet auch der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz in digitalen Medien sowie die entsprechende Kompetenzbildung bei Grundschulkindern und Lehrkräften einen Schwerpunkt ihrer Forschung.[2] Zudem widmet sie sich der sprachlichen Bildung, auch unter dem Aspekt der Mehrsprachigkeit. Außerdem war sie Mitverantwortliche des im September 2025 abgeschlossenen und von der DFG geförderten Forschungsprojekts „BLUME - ÜBerzeugungen von GrundschulLehrkräften zum Umgang mit MEhrsprachigkeit“.[3] Sie setzt sich für eine flexible Grundschule, bei der Kinder die ersten beiden Klassen in ein bis drei Jahren durchlaufen, ohne eine Klasse zu wiederholen oder zu überspringen und eine bessere Kooperation zwischen Grundschule und KiTa ein.[4]
Publikationen (Auswahl)
- Phantastisches und Phantastik in der Literatur. Die phantastischen Kinderromane von Astrid Lindgren. Johannes Herrmann J&J-Verlag, Wettenberg 2004, ISBN 978-3-937983-00-4.
- Der Übergang am Ende der Grundschulzeit – Zur Formation der Übergangsempfehlung aus der Sicht der Lehrkräfte. Waxamnn, Münster 2009, ISBN 978-3-8309-2230-8 (Dissertation).
- mit Anja Kürzinger: Kriterienkatalog Textkorpus 1. Ein Analyseinstrument zur Bewertung von Texten aus Klasse 1. Universitätsverlag, Bamberg 2014, ISBN 978-3-86309-227-6.
- mit Daniel Then: Vom Kindergarten in die Grundschule. Den Übergang inklusiv gestalten. Kohlhammer, Stuttgart 2023, ISBN 978-3-17-042400-5.
Weblinks
- Sanna Pohlmann-Rother bei ihrem Lehrstuhl an der Universität Würzburg