Santa Maria Formosa (Pula)
Denkmalgeschütztes Gebäude
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Geschichte
Der Maria gewidmete Kirchenbau wurde von dem aus Pula stammenden Diakon Maximianus, der 546 Erzbischof von Ravenna wurde, gestiftet.[1]
Er wurde spätestens im 9. Jahrhundert Teil einer Benediktinerabtei. Bereits im 13. Jahrhundert war die Kirche vernachlässigt und von Sumpfland umgeben, bei der Eroberung Pulas durch Venedig 1243 wurde die Kirche stark beschädigt. Nachdem sich im 16. Jahrhundert Neubaupläne zerschlugen, wurde der Bau fast vollständig abgetragen und Bauteile als Spolien nach Venedig gebracht.
Bau
Die Kirche war eine dreischiffige Basilika mit polygonal ummantelter Apsis und zwei im Osten seitlich angebauten Kapellen. Die Länge beträgt 32 m, die Breite 19 m. Erhalten blieb nur die südöstliche Seitenkapelle. Sie weist einen kreuzförmigen Grundriss auf. Möglicherweise diente sie ehemals als Mausoleum zur Aufstellung von Sarkophagen.
Die Kapelle war ehemals reich ausgestattet, erhalten haben sich im Inneren noch Reste von Stuckfriesen.

Der Boden und die Wände waren mit Mosaiken geschmückt. Einzig erhalten ist ein Fragment, das Jesus Christus und einen Heiligen zeigt. Es befindet sich heute im Archäologischen Museum Istriens in Pula.
Literatur
- Pietro Kandler: Della Basilica di S. Maria Formosa in Pola. In: Giornale d’Istria. 1847, Nr. 32, erneut abgedruckt in Municipio di Pola (Hrsg.): Notizie storiche di Pola. Gaetano Coana, Parenzo 1876, S. 171–177 (Digitalisat).
- Anton Gnirs: Die Basilika S. Maria Formosa oder del Canneto in Pola. In: Mittheilungen der K.K. Central-Commission zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale. 28, 1902, S. 57–62.
- Antonio Morassi: La chiesa di Santa Maria Formosa o del Canneto in Pola. In: Bolletino d’Arte del Ministero della pubblica istruzione. 4, 1, 1924, S. 11–25.
- Marzia Viduli Torlo: Analisi spaziale della basilica di Santa Maria Formosa in Pola. In: Atti e memorie della Società istriana di archeologia e storia patria. 88, 1988, S. 5–21.
- Željko Ujčič: Stucco dekoracija južne kapele bazilike sv. Marije Formoze u Puli (The stucco decoration of the southern chapel of the basilica of St. Maria Formosa in Pula). In: Diadora. 15, 1993, S. 237–258.
- Željko Ujčič: Le décor stuqué de la chapelle méridionale de la basilique Sainte-Marie “Formosa” à Pula. In: Hortus Artium Medievalium. 1, 1995, S. 117–125 (Digitalisat).
- Željko Ujčič: Ranokršćanska Bazilika sv. Marije Formoze u Puli / La basilica paleocristiana di S. Maria Formosa a Pola. Arheološki Muzej Istre, Pula 2005, ISBN 953-6153-37-8.
- Mirjana Sanader (Hrsg.): Kroatien in der Antike (Zaberns Bildbände zur Archäologie.) Zabern, Mainz 2007, ISBN 978-3-8053-3740-3, S. 130–131.
- Rino Cigui: “I Benedettini nella Venezia Giulia” di Antonio Alisi. In: Atti Centro di ricerche storiche Rovigno. Bd. 37, 2007, S. 401–467, hier S. 441–443 (Digitalisat).
Weblinks
- Kapelle der hl. Maria Formosa bei www.pulainfo


