Santi Marco e Andrea
Kirchengebäude in Italien
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Santi Marco e Andrea hieß ein Komplex aus Kirche nebst Benediktinerinnenkloster im Zentrum der venezianischen Insel Murano, genauer auf der Insel San Donato. Schon im 13. Jahrhundert bestand eine Filialkirche S. Andrea, dann ein Kloster ab dem späten 15. Jahrhundert. Von der Anfang des 17. Jahrhunderts neu errichteten Kirche, die 1806 aufgegeben werden musste, blieb nichts übrig.


Geschichte

Die frühesten Quellen zu einer Kirche, die den Namen des hl. Andreas trug, reichen bis in das Jahr 1248 zurück. Darin erscheint eine Filialkirche dieses Namens, die der Pfarrei Santa Maria angehörte. Über ihr Alter ist nichts bekannt. Am 16. Juni 1354 erscheint eine suor Margarita, die als Einsiedlerin bei der Kirche bis zu ihrem Lebensende wohnte. Sie überließ ihr Eigentum dem Priester der Kirche.
Am 28. August 1496 erhielt Maria Arlatti, Priorin des Klosters San Matteo (San Maffio), gleichfalls auf Murano gelegen, die Erlaubnis, ein neues Benediktinerinnenkloster zu gründen. Dabei unterstützte sie materiell der vermögende Seidenhändler Vittore Trivisano, der nahe der alten Andreaskirche lebte.
Als die Kirche schon beinahe eine Ruine war, wurde sie im Jahr 1611 neu errichtet und am 7. März 1617 von Antonio Grimani, dem Bischof von Torcello, geweiht.[1] Parallel dazu wurde das zugehörige Kloster zwischen 1606 und 1618 vergrößert und um mehrere Grundstücke und Häuser erweitert, die dazu erworben werden konnten.
Als unter Napoleon zahlreiche Konvente geschlossen wurden, mussten die Nonnen 1806 nach San Maffio gehen. 1808 war die Kirche noch vorhanden, doch 1854 existierte sie nicht mehr. Emmanuele Antonio Cicogna fand in diesem Jahr nur noch eine winzige Kapelle vor sowie einen Garten.
Literatur
- Emmanuele Antonio Cicogna: Delle Inscrizioni Veneziane, Bd. 6, Tipografia Andreola, Venedig 1853, S. 427–434. (Digitalisat)
- Flaminio Corner: Notizie storiche delle Chiese e Monasteri di Venezia, Padua 1758, S. 650 f. (Digitalisat)
- Johann C. Maier: Beschreibung von Venedig, Teil III,1, Gottlieb Hertel, Frankfurt/Leipzig 1791, S. 56 f. („S. Marco und S. Andrea“). (Digitalisat)