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Sara Angius

italienische Tänzerin, Choreografin und Puppenspielerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Sara Angius (* 1988 in Sassari) ist eine italienische Tänzerin, Choreografin und Puppenspielerin.[1][2][3] In ihren Arbeiten führt sie zeitgenössischen Tanz mit Figuren- und Objekttheater, Animation und Illusion zusammen.[4][5]

Leben

Angius absolvierte ihre professionelle Tanzausbildung am DanceHaus in Mailand und studierte zugleich Kommunikation der darstellenden Künste an der Universität Mailand.[3] Von 2013 bis 2015 gehörte sie dem Tanzensemble des Staatstheaters Braunschweig an.[1] Dort tanzte sie in Arbeiten von Jan Pusch; in dessen Welcome to Your World hob eine Kritik ihr körperlich expressives Solo hervor.[6] Anschließend arbeitete sie freischaffend, mit dem Xie Xin Dance Theatre in Shanghai und mit James Thierrée bei der Entstehung von Frôlons an der Pariser Opéra Garnier.[3] Gemeinsam mit weiteren Tanzschaffenden gründete sie in Braunschweig die Kooperative Tanzkoop, welche der freien Szene einen Probenraum bereitstellt und später am niedersächsischen Gastspielnetzwerk Spotted mitwirkte.[4]

Wirken

Mit dem selbst choreografierten und getanzten Solo Star-Watchers erhielt Angius 2013 beim Internationalen Solo-Tanz-Theater Festival Stuttgart jeweils den dritten Preis für Choreografie und Tanz.[7] Ihr Duett The Fish Bowl, das sich mit den Masken menschlicher Beziehungen auseinandersetzt, gewann 2016 den ersten Preis der Sparte zeitgenössischer Tanz beim Certamen Internacional de Coreografía Burgos–New York.[8] In The Shape of Water übertrug sie Eigenschaften des Wassers wie Fließen, Anpassen und Aufprallen auf die Bewegungen dreier Tänzerinnen.[2] Das Solostück LONO – The Woman Who Had Two Navels gestaltet das Verhältnis von Vergangenheit und Zukunft als Dialog einer Tänzerin mit einer scheinbar eigenständig bewegten Lampe.[4] Ihr Tanz- und Puppenfilm Incognitum erhielt 2023 beim Grazer Festival Dance on Screen den Publikumspreis; die Kritik beschrieb ihn als vielschichtige Suche nach dem Ich im Zusammenspiel mit einer Puppe.[9] In The Rabbit Hole ließ Angius Tanz, Objekttheater und Illusion zur Darstellung verdrängter und ambivalenter Seiten der Persönlichkeit als surreale Bühnenwelt aufeinandertreffen.[5] Das gemeinsam mit Johanna Ehlert konzipierte Tanz- und Figurentheaterstück Sabotage betrachtet Manipulation und vermeintliche Willensfreiheit durch ein System aus Seilen, Zügen, Menschen, Objekten und Puppen.[1][10]

Einzelnachweise

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