Sascha Obrecht

österreichischer Politiker (SPÖ) From Wikipedia, the free encyclopedia

Sascha Obrecht (* 18. April 1991 in Wien) ist ein österreichischer Politiker (SPÖ). Er ist Abgeordneter zum Wiener Landtag und Mitglied des Wiener Gemeinderates sowie Direktor des Karl-Renner-Instituts.[1] Zuvor war er Mitglied des Bundesrates.[2]

Sascha Obrecht (2023)

Leben

Sascha Obrecht ist verheiratet, hat einen Sohn und lebt in Wien.[1]

Ausbildung und Beruf

Er besuchte Volksschule und Gymnasium in Wien-Favoriten. Nach der Matura leistete er seinen Präsenzdienst, bevor er an der Universität Wien Rechtswissenschaften studierte. Von 2015 bis 2016 machte er ein Auslandssemester an der University of Edinburgh. Bereits während seines Studiums war er unter anderem Angestellter der SPÖ Favoriten, Studienassistent am Institut für Arbeits- und Sozialrecht der Universität Wien sowie Mitarbeiter bei verschiedenen Firmen.

Nach seinem Studium arbeitete er im Kabinett des damaligen Sozialministers Alois Stöger und war dort für die Agenden Arbeitsrecht und Arbeitnehmerschutz zuständig. Von 2018 bis 2020 war er Geschäftsführer der SPÖ Favoriten und organisierte unter anderem den für die SPÖ Favoriten erfolgreichen Gemeinderats- und Bezirksvertretungs-Wahlkampf 2020 (+7 % auf 48,4 %).[3]
Direkt anschließend absolvierte er seine Gerichtspraxis im Sprengel des OLG Wiens.[1] Von 2021 bis 2025 war er Universitätsassistent an der Universität Wien.[1] In dieser Zeit lehrte er Arbeits- und Sozialrecht, publizierte in Fachzeitschriften[4] und schloss seine Dissertation ("Die vom Arbeitszeitgesetz Ausgenommenen") ab, die mit dem Dissertationspreis der Hans-Schmitz-Gesellschaft ausgezeichnet wurde.[1]

Politik

Seine politischen Aktivitäten begannen 2008 bei der „Aktion Kritischer Schüler_innen“. Ab 2010 engagierte er sich bei der Sozialistischen Jugend Wien und ab 2011 bei der SPÖ Favoriten. Als er 2013 Mitglied dem Bezirksrat Wien Favoriten beitrat, war er der jüngste Bezirksrat Wiens. 2021 wurde er Bildungsvorsitzender und Kassier der SPÖ Favoriten.[1]

2021 entsandte ihn der Wiener Landtag in den Bundesrat.[5] Hier war er in mehreren Ausschüssen aktiv und Vorsitzender des Finanzausschusses.[1]

Im Herbst 2024 rückte er in den Wiener Landtag und Gemeinderat nach.[6] Bei der Wien-Wahl 2025 gelang ihm der erneute Einzug in den Wiener Landtag und Gemeinderat. Seither ist er unter anderem als Vorsitzender des Ausschusses für europäische und internationale Angelegenheiten der Stadt Wien tätig.[7]

Seit Oktober 2025 ist er Direktor des Karl-Renner-Instituts,[8][9] der politischen Akademie der österreichischen Sozialdemokratie und seit Jänner 2026 gewähltes Präsidiumsmitglied der SPÖ Bildung.[10]

Einzelnachweise

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