Satrupholm
Siedlung in Mittelsngeln in Schleswig-Holstein
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Satrupholm ist ein Ortsteil der Gemeinde Mittelangeln im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein, der aus der dort ursprünglich gelegenen Burganlage namens Satrupholm entstand.[1][2] Satrupholm liegt 15 km entfernt von Flensburg, in der Mitte des Kreises. Es besteht aus dem 800 Meter langen Feldweg Satrupholm, an dessen Beginn einige wenige Hofhäuser stehen.
Geschichte
Satrupholm ist ab dem 12. Jahrhundert als Sitz eines Ritters belegt. Der Name Satrupholm setzt sich aus der Ortsbezeichnung Satrup, dem Kirchspiel, zu dem der Ort gehörte, und dem Wort Holm, das Insel bedeutet, zusammen. Um Satrupholm befinden sich mehrere Wasserläufe und das Land drumherum bestand insbesondere in der Vergangenheit eher aus Feuchtgebieten (Vgl. Steinzeitliche Siedlungskammer im Satrupholmer Moor). Zudem verstärkte der heute noch erhaltene Burggraben[2] diese inselartige Lage.
Der Adelshof Satrupholm befand sich zu Beginn des 15. Jahrhunderts im Besitz der Schleswiger Bischöfe, bis ihn Heinrich von See 1423 an Heinrich von Ahlefeldt verkaufte. In den folgenden Jahren wechselte das Gut mehrmals den Besitzer und fiel 1438 wieder als Pfand an den Bischof.[3] Spätestens 1528 kaufte Heinrich von Ahlefeldt das Gut dem Schleswiger Domkapitel ab und erweiterte es durch zahlreiche, zum Teil weit entfernte Streugüter, zu denen auch die Vogteien Langstedt im Westen und Karlswraa mit Besitzungen v. a. in der Gemeinde Bülderup gehörten. Als dessen Sohn Moritz 1556 kinderlos starb,[4] wurde der Besitz aufgeteilt, wobei einige Pachthöfe an Johann Rantzau gingen, ein Teil erhielt Bertha von Ahlefeldt, die mit Thomas Sture († 1563) zu Gammelgård auf Alsen verheiratet war, und der dritte Teil, zu dem Satrupholm gehörte, fiel an Bendix von Ahlefeldt (1506–1587) von Gelting.[5] Bendix von Ahlefeldt überließ das Gut 1573 seinem zweitgeborenen Sohn Heinrich (1545–1616), der 1593–1599 Amtmann von Flensburg war. Dieser vergrößerte den Besitz unter anderem um den Hof und mehrere Bauernkaten in Obdrup. Hinrich von Ahlefeld war 1609 der Gründer und Erbauer von Gut Dollrott weiter östlich von Satrupholm. Nach seinem Tod erbte zunächst sein Neffe Johann von Ahlefeldt, der jedoch ebenfalls betreits 1618. Dessen Witwe Heilwig von Ahlefeldt verkaufte Gut Satrupholm 1631 an Herzog Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf.[3] 1664 erwarb Johann Adolph Kielmann von Kielmannsegg das Gut. Nachdem er 1676 im dänischen Gefängnis gestorben war, fiel das Gut wieder an den Herzog Christian Albrecht. 1720 verloren die Gottorfer jedoch im Frieden von Frederiksborg ihre Anteile am Herzogtum Schleswig an den dänischen König. Satrupholm wurde dänische Staatsdomäne und von Kopenhagen aus verwaltet.
1770/71 ließ König Christian VII. das Gut parzellieren und das Land an selbstständige Bauern verkaufen,[6] womit der heutige Ort entstand. Verwaltungstechnisch gehörten die neu entstandenen Satrupholmer Parzellen zur Satrupharde, die wiederum zum Amt Gottorf gehörte. Die Vogtei Langstedt kam hingegen zur Mohrkirchharde, während die Vogtei Karlswraa aufgelöst wurde. Mit Auflösung der Gemeinde Satrup wurde der kleine Ort Satrupholm am 1. März 2013 ein Ortsteil der Gemeinde Mittelangeln. Der Ort besteht heute im Grunde aus zwei Hofanlagen, die eine westlich des Feldweges Satrupholm, wo sich der Burggraben befindet, sowie ein östlich davon gelegener Dreiseitenhof mit Nebengebäuden, der sich im Besitz des Vereins Sternipark e. V. Mutter- und Kindeinrichtung befindet.[7] Satrupholm besitzt heute nur vier Hausnummern, Satrupholm 1–4. Satrupholms Postleitzahl lautet 24984, die Vorwahl 04633.