Schach-Europameisterschaft der Frauen 2026
26. Europameisterschaft der Frauen im Schach
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Die Schach-Europameisterschaft der Frauen 2026 (offiziell European Women’s Chess Championship 2026) war die 26. Austragung einer Schach-Europameisterschaft der Frauen und fand vom 25. Mai bis zum 5. Juni 2026 im georgischen Batumi statt. Das Turnier nach Schweizer System wurde von der European Chess Union veranstaltet. Siegerin wurde die Ukrainerin Anastassija Hnatyschyn.

Organisation
Modus
Gespielt wurde nach Schweizer System über eine Dauer von elf Runden. Als Bedenkzeit hatten die Spielerinnen jeweils eine Startzeit von 90 Minuten, die nach dem 40. Zug um weitere 30 Minuten erweitert wurde. Zudem gab es ein Zeitinkrement von 30 Sekunden bereits ab dem ersten Zug. Bei Punktgleichheit zählten zuerst die direkten Duelle, danach wurde mittels Buchholz-Wertung (in der ersten Anwendung abzüglich der schlechtestgewerteten Gegnerin) unterschieden. Bei weiter bestehendem Gleichstand zählte erst die Zahl der Partien mit Schwarz, zuletzt die Zahl der gewonnenen Partien.[1]
Die Teilnahme stand grundsätzlich allen Mitgliedern der europäischen nationalen Verbänden frei.
Preisgeld
Insgesamt wurden 60.000 Euro an Preisgeldern ausgeschüttet. Aus dem Teilnehmerfeld erhielten die 20 bestplatzierten Spielerinnen eine Prämie von mindestens 1000 €; die Siegerin erhielt 10.000 €.[1]
Ergebnis
Insgesamt nahmen 165 Spielerinnen an dem Turnier teil. Aus dem Gastgeberland Georgien nahmen 30 Spielerinnen teil, dahinter folgten Armenien mit 16 Teilnehmerinnen und Polen und die Ukraine mit jeweils zwölf Spielerinnen. Aus dem Deutschen Schachbund waren sieben Spielerinnen vertreten.[2]
Die Ukrainerin Anastassija Hnatyschyn hatte den besten Start in das elfründige Turnier und gewann als einzige Spielerin die ersten sechs Partien. Die 15-Jährige zählte ursprünglich nicht zu dem Kreis der Favoritinnen, da sie bislang erst über den Titel FIDE-Meister der Frauen (WFM) verfügte und mit einer Elo-Zahl von 2207 nur auf Rang 76 der Startliste platziert war. In der siebten Runde verlor sie gegen Meri Arabidse, die somit wie auch die Spanierin Sabrina Vega Gutiérrez zu ihr aufschließen konnte. Mit Siegen gegen Ülviyyə Fətəliyeva und Eline Roebers konnte sich Hnatyschyn im weiteren Turnierverlauf erneut leicht absetzen und ging so mit einem halben Punkt Vorsprung auf Vega Gutiérrez und Wolha Badelka in die letzte Runde. Die beiden Verfolgerinnen trennten sich im direkten Duell unentschieden, somit reichte Hnatyschyn auch ein Remis gegen Klaudia Kulon aus, um Europameisterin zu werden. Die Ukrainerin qualifizierte sich mit dem Turniersieg zudem für den Titel Großmeister der Frauen. Beste Deutsche wurde Dinara Wagner auf dem zwölften Platz.[3]
Über die Europameisterschaft qualifizierten sich zehn Spielerinnen für den Schach-Weltpokal der Frauen 2027.[1]
| Platz | Teilnehmerin | Elo-Zahl | Punkte | BC1 | BUC |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | 2207 | 9,0 | 71,5 | 75,0 | |
| 2. | 2375 | 8,5 | 73,0 | 78,0 | |
| 3. | 2392 | 8,5 | 67,5 | 71,5 | |
| 4. | 2404 | 8,5 | 66,0 | 71,5 | |
| 5. | 2420 | 8,0 | 68,5 | 72,0 | |
| 6. | 2377 | 8,0 | 65,0 | 68,5 | |
| 7. | 2290 | 7,5 | 70,0 | 75,0 | |
| 8. | 2389 | 7,5 | 69,0 | 75,0 | |
| 9. | 2409 | 7,5 | 69,0 | 74,5 | |
| 10. | 2426 | 7,5 | 68,5 | 73,5 |