Schackstedt
Ortsteil der Stadt Aschersleben
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Schackstedt ist ein Ortsteil der Stadt Aschersleben im Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt.
Schackstedt Stadt Aschersleben | |
|---|---|
| Koordinaten: | 51° 43′ N, 11° 37′ O |
| Höhe: | 118 m |
| Fläche: | 9,18 km² |
| Einwohner: | 441 (2010)[1] |
| Bevölkerungsdichte: | 48 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 1. Januar 2010 |
| Postleitzahlen: | 06449, 06425 |
| Vorwahl: | 034692 |
Lage von Schackstedt in Aschersleben
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St.-Kilians-Kirche Schackstedt | |
Geografie
Schackstedt liegt südwestlich von Bernburg (Saale) im Harzvorland.
Geschichte
Am 1. Januar 2010 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Schackstedt in die Stadt Aschersleben eingemeindet.[2]
Politik
Bürgermeister
Die Bürgermeisterin der Gemeinde Schackstedt ist Irene Bilkenroth.
Wappen
Das Wappen wurde von der Magdeburger Kommunalheraldikerin Erika Fiedler gestaltet.
Partnerschaften
Schackstedt pflegt seit 1991 eine Partnerschaft mit Dannstadt-Schauernheim in Rheinland-Pfalz.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
St.-Kilians-Kirche
Die Schackstedter Kirche ist die einzige Kilians-Kirche in der evangelischen Landeskirche Anhalt, es gibt noch drei weitere im Bereich Naumburg im Bundesland Sachsen-Anhalt.
Das heutige Gebäude steht in der Tradition der alten Kirche, die Ende des 19. Jahrhunderts abgerissen wurde. Die Legende verlegt ihre Gründung in die Zeit der iroschottischen Mönche im 7. Jahrhundert. Vielleicht gab es damals auf dem heutigen Kirchberg eine von einem iroschottischen Mönch gegründete Klosterzelle, eine sogenannte „Insel der Heiligen“. Wahrscheinlicher ist, dass das Kilianspatrozinium durch die Würzburger Mission über Thüringen zu uns kam, denn in Thüringen gibt es viele Kilianskirchen. Auch ein Einfluss des Klosters Fulda, zu dessen Grundherrschaft Schackstedt bis 973 gehörte[3], ist möglich, denn Bonifatius gründete sowohl das Kloster Fulda wie auch das Bistum Würzburg.
Die heutige St.-Kilians-Kirche wurde in den Jahren 1883 bis 1884 erbaut. Holzbildhauer Gustav Kuntzsch, Wernigerode, lieferte die Kanzel, Nummerntafeln, Opferstöcke, ein Lesepult und Türen.[4][5] Die Baukosten betrugen 56.813,23 Mark. Am 3. Advent 1884 fand die Einweihung statt.[6]
Das Pfarrhaus, im gleichen Backsteinstil wie die Kirche errichtet, wird vermietet und zu kirchlichen Zwecken genutzt. Des Weiteren gehört zum Pfarrhaus ein weitläufiger Garten, welcher erst seit den letzten Jahren wieder an Gestalt gewinnt. Die Natursteinmauer, welche das Gartengrundstück umgibt, ist repariert worden. Das Gemeindehaus Dietrich-Bonhoeffer-Heim liegt im Hof des Grundstückes. Es wird für die Gemeindearbeit genutzt. Eine 1973 in Anwesenheit seines Biografen Eberhard Bethge angebrachte Gedenktafel erinnert an diesen bedeutendenTheologen, der 1945 im KZ Flossenbürg wegen Beteiligung an dem Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 hingerichtet wurde. Nach 2002 erfolgte eine Sanierung der Gebäude. Die Pfarrstelle für den Kirchenkreis ist z. Z. vakant und wird von Bernburg aus verwaltet, Kantor, Gemeindekirchenrat und ein Team aus Ehrenamtlichen gestalten jedoch Gottesdienste und andere Veranstaltungen.
Wirtschaft und Infrastruktur
Der Ort beherbergt eine Baufirma, einen Maschinenbaubetrieb, ein Küchenstudio, einen Gartengerätehandel, ein Architektur-Sachverständigenbüro und Landwirtschaft im Haupt- und Nebenerwerb. Nach der Wende konnten sich die Einkaufsmöglichkeiten im Ort, darunter Bäckerei und Konsum nicht mehr halten.
Kindertagesstätte
Die Kindertagesstätte Schackstedter Strolche wird von Kids e.V. betrieben.
Verkehr
Durch die Gemarkung Schackstedt verläuft die Bundesstraße 6, Halle (Saale) nach Quedlinburg. Die Bundesautobahn 14, die von Halle (Saale) nach Magdeburg führt, liegt im Osten von Schackstedt.
Vereine und Veranstaltungsangebote
Freiwillige Feuerwehr, Karnevalsverein, Sportverein mit den Sektionen Beachvolleyball, Gymnastik, Kegeln und Kindersport, Schaugarten des Vereins „Natur und Handwerk“ und ein Ziegenhof.
Literatur
- Herbert Kurth, Siglinde Kretzschmar und Konrad Dienel: Schackstedt einst und heute. Hrsg.: Werner Martin Dienel. Wettin-Verlag, Kirchberg/Jagst 2015, ISBN 3-87933-824-8.
- Siglinde Kretzschmar, Herbert Kurth und Konrad Dienel: Schackstedt – geheimnisvoller Ort in Sachsen-Anhalt (Band I). Hrsg.: Werner Martin Dienel. Wettin-Verlag, Kirchberg/Jagst 2015, ISBN 3-87933-820-5.
- Siglinde Kretzschmar, Herbert Kurth und Konrad Dienel: Schackstedt – geheimnisvoller Ort in Sachsen-Anhalt (Band II). Hrsg.: Werner Martin Dienel. Wettin-Verlag, Kirchberg/Jagst 2017, ISBN 3-87933-821-3.
- Konrad Dienel: Einst und heute – Womit zahlte man in Schackstedt? Wettin-Verlag, Kirchberg/Jagst 2016, ISBN 3-87933-827-2.
Weblinks
- Ortschaft Schackstedt. Stadt Aschersleben, abgerufen am 5. August 2020.


