Schaffhauser AZ
linke Schweizer Wochenzeitung
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Die Schaffhauser AZ ist eine linke Schweizer Wochenzeitung. Die jeweils donnerstags in Schaffhausen erscheinende Zeitung richtet sich an Leser im Kanton Schaffhausen und seinen Agglomerationen im nördlichen Zürcher Weinland und im Bezirk Diessenhofen des Kantons Thurgau und versteht sich als Gegenpol zur einzigen Schaffhauser Tageszeitung, den liberal-bürgerlichen Schaffhauser Nachrichten. Die Schaffhauser AZ ist die einzige noch bestehende klassische Arbeiterzeitung der Schweiz. Die WEMF-beglaubigte Auflage beträgt 2'578 (Vj. 2'573) verkaufte bzw. 2'578 (Vj. 2'573) verbreitete Exemplare[1], die WEMF-beglaubigte vierteljährliche Grossauflage beträgt 34'813 Exemplare.[1]
| Schaffhauser AZ | |
|---|---|
| Beschreibung | Unabhängige Schaffhauser Wochenzeitung |
| Verlag | AZ Verlags AG, Schaffhausen (Schweiz) |
| Hauptsitz | Schaffhausen |
| Erstausgabe | 30. November 1918 |
| Erscheinungsweise | wöchentlich (donnerstags) |
| Verkaufte Auflage | 2'578 (Vj. 2'573) Exemplare |
| (WEMF-Auflagebulletin 2025[1]) | |
| Verbreitete Auflage | 2'573 (Vj. 2'537) Exemplare |
| (WEMF-Auflagebulletin 2024[1]) | |
| Chefredaktoren | Nora Leutert und Simon Muster |
| Herausgeber | AZ Verlags AG |
| Weblink | www.shaz.ch |
| Artikelarchiv | epaper.shaz.ch |
Verlag
Seit 1996 wird die Zeitung von der «AZ Verlags AG» herausgegeben, zu welcher neben der Schaffhauser AZ auch der Buchverlag Verlag am Platz gehört. Verwaltungsratspräsident ist der ehemalige langjährige Chefredaktor der Schaffhauser AZ, der frühere Nationalrat und Präsident der SP Schweiz Hans-Jürg Fehr. Der Verlag hat ein Aktienkapital von 100'000 Franken. Die Kosten werden zu 50 Prozent durch Inserate und zu 35 Prozent durch die Abonnements gedeckt (Stand 2025). Die restlichen 15 Prozent stammen aus Spenden, insbesondere durch den Gönnerverein der Schaffhauser AZ.
Geschichte
Am 30. November 1918 erschien die Schaffhauser AZ unter dem Namen Arbeiter-Zeitung zum ersten Mal, nur 14 Tage nach Abbruch des erfolglosen Generalstreiks. Zwei weitere Arbeiterzeitungen, das Volksrecht aus Zürich und die Berner Tagwacht, erschienen bereits 20 Jahre früher. Beide Zeitungen gibt es heute nicht mehr. In den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts war die Schaffhauser AZ zuerst eine SP-Zeitung, dann eine kommunistische Zeitung und ab 1935 wieder eine SP-Zeitung. Ab 1996 wurde sie von der dafür gegründeten AZ Verlags AG herausgegeben, womit das Zeitalter der Parteizeitung für die Schaffhauser AZ endete.[2] Bis 1997 erschien die Schaffhauser AZ als Tageszeitung. Finanzielle Gründe zwangen den Verlag, die Schaffhauser AZ Mitte 1997 erst in eine dreimal wöchentlich erscheinende und 1998 schliesslich in eine Wochenzeitung umzuwandeln. Ab 2016 gelang der Schaffhauser AZ unter neuer publizisitischer Leistung ein Abozuwachs von 40 Prozent in wenigen Jahren.
Am 1. Juni 2026 startete die Schaffhauser AZ als neuen Publikationskanal das «Munotgloeggli», ein wöchentliches Update, das jeden Montag zu Feierabend als E-Mail und Online erscheint.[3]
Literatur
- Adrian Knoepfli: «Wir sind da und bleiben da». Verlag am Platz, Schaffhausen 2018.
Weblinks
- Website der Schaffhauser AZ
- Christoph Lenz: Schaffhauser AZ: Eine Redaktion wie eine Indie-Band. In: Medienwoche. 11. August 2017
- Caroline Baur: Hundert Jahre «Schaffhauser AZ». Demontage im Kaff. In: WOZ. 22. November 2018
- Rainer Stadler: Das verblüffend lange Leben der «Schaffhauser AZ». In: Neue Zürcher Zeitung. 24. November 2018