Schengis Astana

kasachischer Fußballverein From Wikipedia, the free encyclopedia

Der FK Schengis (kasachisch Жеңіс футбол клубы Jeñis Futbol Kluby, russisch ФК Женис FK Schenis), auch bekannt als Schengis Astana, ist ein kasachischer Fußballverein aus Astana, der Hauptstadt des Landes.

Schnelle Fakten Basisdaten, Erste Fußballmannschaft ...
Schengis Astana
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Basisdaten
Name Жеңіс футбол клубы
(Schengis Futbol Kluby)
Sitz Astana
Gründung 1964
Farben Gelb-Blau
Präsident Mukhammet Japarov
Website jenisfk.kz
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Kasachstan Әli Әliev
Spielstätte Astana Arena
Plätze 30.000
Liga Premjer-Liga
2025 6. Platz
Heim
Auswärts
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Geschichte

Namensentwicklung

Bei der Gründung des Teams 1964 trug der Verein den Namen Dinamo.[1] Das Jahr 1975 begann mit der Änderung des Vereinswappens und der Umbenennung in Zelinnik.[2] Nach der Fusion mit dem Fußballklub Zesna übernahm die Mannschaft 1994 diesen Namen, kehrte aber bereits zwei Jahre später wieder zu Zelinnik zurück.[3][4] Bereits im Sommer 1997 nahm der Verein den Namen FK Astana an,[5] während die Stadt Aqmola erst im Mai 1998 in Astana umbenannt wurde. Doch auch dieser Name währte nur kurz, da der Verein zur Saison 1999 den Namen Schengis annahm, dem kasachischen Wort für Sieg.[6] Ab 2006 hieß der Verein abermals Astana,[7] brach Ende 2008 aber hochverschuldet zusammen. Unter dem Namen Namys wurde 2009 ein neuer Verein gegründet, der die rechtliche Nachfolge antreten konnte.[8] Dieser wurde im Januar 2010 in Astana-1964 umbenannt und bestand bis 2015.[9] Seit 2021 ist der Verein wieder als FK Schengis aktiv.[10]

Übersicht

  • 1964–1974: Dinamo (Динамо)
  • 1975–1993: Zelinnik (Целинник)
  • 1994–1995: Zesna (Цесна)
  • 1996–1997: Zelinnik (Целинник)
  • 1997–1998: Astana (Астана)
  • 1999–2005: Schengis (Жеңіс/Женис)
  • 2006–2008: Astana (Астана)
  • 2009: Namys (Намыс)
  • 2010–2015: Astana-1964 (Астана-1964)
  • seit 2021: Schengis (Жеңіс/Женис)

Kasachische Meisterschaft

Nach dem Zerfall der Sowjetunion 1992 war der Verein Gründungsmitglied der Superliga, der obersten kasachischen Spielklasse. Den ersten Titel konnte die Mannschaft 2000 feiern, als im Entscheidungsspiel um die Landesmeisterschaft gegen den punktgleichen Access-Esil Petropawlowsk ein 2:0-Erfolg gelang. Ein Jahr später gelang die Titelverteidigung. Da gleichzeitig erstmals der kasachische Pokal durch einen Sieg im Elfmeterschießen gegen Ertis Pawlodar gewonnen werden konnte, wurde in der Hauptstadt das Double gefeiert. Da der Pokalwettbewerb vom Herbst/Sommer-Rhythmus auf kalenderjährige Spielweise umgestellt wurde, erreichte der Klub im selben Jahr ein zweites Mal das Pokalfinale. Die Titelverteidigung wurde durch eine 1:3-Niederlage gegen den FK Qairat Almaty verpasst. 2002 stand die Mannschaft zum dritten Mal in Folge im Pokalfinale. Durch einen 1:0-Erfolg gegen Ertis Pawlodar gelang der zweite Pokalsieg der Vereinsgeschichte. 2005 gelang durch einen 2:1-Erfolg nach Verlängerung gegen Qairat Almaty der dritte Sieg im Wettbewerb. Ein Jahr später erreichte der Verein erneut das Endspiel, verlor aber mit 1:3 nach Verlängerung gegen FK Almaty. Dennoch konnte in der Hauptstadt gefeiert werden, da mit vier Punkten Vorsprung auf FK Aqtöbe die dritte Meisterschaft der Vereinsgeschichte geschafft wurde. Vor der Spielzeit 2009 musste der Verein wegen finanzieller Schwierigkeiten zwangsabsteigen und spielte bis 2014 in der zweithöchsten kasachischen Liga.

Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten musste der Verein im Jahr 2015 den Spielbetrieb einstellen. Erst 2021 konnte wieder eine Mannschaft aufgestellt werden, die in der drittklassigen Wtoraja liga antrat und Dritter wurde.[10] Nach zwei Jahren in der zweitklassigen Ersten Liga stieg Schenis 2023 als Tabellendritter wieder in die Premjer-Liga auf.

Europapokalbilanz

In der ersten Qualifikationsrunde für den UEFA Champions League 2002/03 traf der Klub auf den moldawischen Verein Sheriff Tiraspol und schied mit 1:2 und 3:2 durch die Auswärtstorregel aus dem Wettbewerb aus. In der nächsten Saison spielte das Team aus Astana in der ersten Qualifikationsrunde des UEFA-Pokal 2003/04 gegen den FK Viktoria Žižkov aus der Tschechischen Republik und verlor mit 0:3 und 1:3. Die Mannschaft besiegte in der ersten Runde in der UEFA Champions League 2007/08 den georgischen Vertreter Olimpi Rustawi mit 0:0 und 3:0. In der zweiten Runde wurden beide Spiele gegen Rosenborg Trondheim mit 1:3 und 1:7 verloren.

Weitere Informationen Saison, Wettbewerb ...
Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
2002/03UEFA Champions League 1. Qualifikationsrunde Moldau Republik Sheriff Tiraspol(a)4:4(a)1:2 (A)3:2 (H)
2003/04UEFA-Pokal Qualifikation Tschechien FK Viktoria Žižkov1:60:3 (A)1:3 (H)
2007/08UEFA Champions League 1. Qualifikationsrunde Georgien Olimpi Rustawi3:00:0 (A)3:0 (H)
2. Qualifikationsrunde Norwegen Rosenborg Trondheim02:101:3 (H)1:7 (A)
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Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 8 Spiele, 2 Siege, 1 Unentschieden, 5 Niederlagen, 10:20 Tore (Tordifferenz −10)

Stadion

Der Verein hat seine Heimspiele bis 2014 im 12.343 Zuschauer fassenden Kaschymukan-Munaitpassow-Stadion ausgetragen. Seit der Neugründung 2021 ist die Astana Arena mit 30.000 Plätzen die Heimspielstätte des Vereins.

Erfolge

Meisterschaftserfolge

Pokalerfolge

Bekannte ehemalige Spieler

Bekannte Trainer

Einzelnachweise

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