Schepetiwka

Stadt in der Ukraine From Wikipedia, the free encyclopedia

Schepetiwka (ukrainisch Шепетівка/?; russisch Шепетовка Schepetowka, polnisch Szepetówka) ist eine Stadt in der Ukraine mit etwa 42.000 Einwohnern (Stand 2019[1]). Die Stadt liegt etwa 100 km nördlich der Stadt Chmelnyzkyj am Fluss Huska (Гуска).

Stadtratsgebäude im Ort
Schnelle Fakten Basisdaten, Verwaltung ...
Schepetiwka
Шепетівка
Wappen von Schepetiwka
Schepetiwka (Ukraine)
Schepetiwka (Ukraine)
Schepetiwka
Basisdaten
Staat: Ukraine Ukraine
Oblast:Oblast Chmelnyzkyj
Rajon:Rajon Schepetiwka
Höhe:254 m
Fläche:40,0 km²
Einwohner:40.299 (1. Januar 2022)
Bevölkerungsdichte: 1.007 Einwohner je km²
Postleitzahlen:30409 – 30409
Vorwahl:+380 3840
Geographische Lage:50° 11′ N, 27° 4′ O
KATOTTH: UA68060330010023704
KOATUU: 6825500000
Verwaltungsgliederung: 1 Stadt, 3 Dörfer
Verwaltung
Bürgermeister: Swjatoslaw Schpiltschenko
Adresse: вул. Островського 4
30400 м. Шепетівка
Schepetiwka (Oblast Chmelnyzkyj)
Schepetiwka (Oblast Chmelnyzkyj)
Schepetiwka
i1
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Zur Zeit der UdSSR war die Stadt ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, da sich hier fünf wichtige Bahnlinien trafen, noch heute treffen hier die Bahnstrecken Kowel–Kosjatyn, Ternopil–Schepetiwka und Kelmenzi–Kalinkawitschy zusammen. Und das ist auch weiterhin so, denn seit 2022 spürt das Land regelmäßig die Auswirkungen russischer Luftangriffe.

Geschichte

Die erste Erwähnung stammt aus dem Jahr 1594. Bereits 1619 erhielt der Ort erstmals Stadtrechte und wurden im Jahr 1923 neuerlich als Stadt anerkannt. Sieben Jahre später, 1930, wird die Stadt zur Hauptstadt des Rajons Schepetiwka. Seit 1954 gehören Rajon und Stadt Schepetiwka zur Oblast Chmelnyzkyj.

Die vermutlich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gebaute Große Synagoge wurde im Ersten und im Zweiten Weltkrieg zwar beschädigt, aber nicht zerstört. Heute (2020) ist sie sorgfältig renoviert.

In der Stadt bestand das Kriegsgefangenenlager 306 für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.[2] In der Stadt befand sich auch eine deutsche Militärspionageschule.

Während des Zweiten Weltkriegs war die von den Deutschen besetzte Stadt Heimat eines sowjetischen Untergrunds und einer roten Partisanenbewegung, die von einheimischen Polen und Juden unterstützt wurde. Auch von Ukrainern unterstützte OUN-UPA-Formationen operierten in den Wäldern.

Darüber hinaus überlebte die Stadt einen Angriff der „polnischen Sich“-Abteilungen (19. August 1942) von Taras „Bulba“-Borovets, wahrscheinlich einem ehemaligen Abwehragenten. Diese Formation wurde von ehemaligen Offizieren der UNR-Armee aus der liberalen ukrainischen Emigrantengemeinschaft angeführt, im Gegensatz zu den Nationalisten OUN-M („Melnyk“) und OUN-B („Bandera“).

Verwaltungsgliederung

Am 12. Juni 2020 wurde die Stadt zum Zentrum der neugegründeten Stadtgemeinde Schepetiwka (Шепетівська міська громада/Schepetiwska miska hromada). Zu dieser zählen auch die 3 in der untenstehenden Tabelle aufgelisteten Dörfer,[3] bis dahin bildete sie die gleichnamige Stadtratsgemeinde Schepetiwka (Шепетівська міська рада/Schepetiwska miska rada) im Westen des Rajons Schepetiwka.

Folgende Orte sind neben dem Hauptort Schepetiwka Teil der Gemeinde:

Weitere Informationen Name, ukrainisch transkribiert ...
Name
ukrainisch transkribiertukrainischrussisch
Plesna Плесна Плесна
Plischtschyn Пліщин Плещин (Pleschtschin)
Schylynzi Жилинці Жилинцы (Schilinzy)
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Söhne und Töchter der Stadt

Commons: Schepetiwka – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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