Schiedlisk

Dorf in Polen From Wikipedia, the free encyclopedia

Schiedlisk, polnisch Siedliska (früher Frei Pipa) ist ein Dorf in der Gemeinde Zembowitz (Zębowice), Woiwodschaft Oppeln in Polen.

Schnelle Fakten Schiedlisk Siedliska, Basisdaten ...
Schiedlisk
Siedliska
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SchiedliskSiedliska (Polen)
Schiedlisk
Siedliska (Polen)
Schiedlisk
Siedliska
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Oppeln
Powiat: Oleski
Gmina: Zembowitz
Geographische Lage: 50° 47′ N, 18° 21′ O
Einwohner: 150 ([1])
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OOL
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Katowice
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Geografie

Geografische Lage

Siedliska liegt rund 30 Kilometer nordöstlich von Oppeln in der historischen Region Oberschlesien.

Ortsgliederung

Das Schulzenamt Siedliska ist eine Streusiedlung südlich der Verbindungsstraße zwischen Pruskau und Oschietzko. Es setzt sich aus weit verstreuten Weilern zwischen den Quellarmen der Pruszowka (Pruskauer Wasser, später Preußenbach) zusammen. Neben Siedliska sind dies Sośnia (auch Susznia, deutsch Sosnie; später Trockenau), Rosocha (deutsch Rossocha; später Rosenhof), Łąki (Wiesen), und Piłat (deutsch Pi(o)lot, später Waldweiler) sowie in Vorkriegskarten noch Schedlitz (später Nordhof).

Geschichte

Blick auf Frei Pipa von Norden

Das Dorf war ursprünglich eine Kolonie von Pruskau und wurde als Pipa oder im Hypothekenbuch ausschließlich als Siedlisk bezeichnet.[2] Als Frei-Pipa wurde es zur eigenständigen Gemeinde. In seiner Beschreibung Schlesiens von 1845 beschreibt Johann Georg Knie das Dorf bereits als „freies Dorf“ mit eigenem Schulzen unter dem Patrimonialgericht des Fideikommisses Zembowitz.[3][4] Die katholische Ansiedlung war nach Zembowitz eingepfarrt und nach Frei Kadlub eingeschult. Im Jahre 1865 umfasste Frei Pipa 19 Privatwohnhäuser und fünf landwirtschaftliche Gebäude.[2] Die Volkszählung 1910 ergab für Frei Pipa 70 Einwohner, davon alle polnischer Muttersprache und katholischer Konfession.[5]

Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 wurden in Frei Pipa 22 Stimmen für den Verbleib bei Deutschland abgegeben, 29 Stimmen waren für den Anschluss an Polen. Mit dem Stimmkreis Rosenberg, der mehrheitlich für Deutschland votiert hatte, verblieb Frei Pipa aber in der Weimarer Republik.[6]

Von 1816 bis 1945 war Frei Pipa Teil des Landkreises Rosenberg O.S. im Amtsbezirk Zembowitz. Im Zuge der nationalsozialistischen Umbenennungen slawischstämmiger Ortsnamen wurde Frei Pipa zum 27. April 1936 in Freihäuser umbenannt. Zum 1. April 1939 wurde die Gemeinde Freihäuser ebenso wie Preußenau (Pruskau) nach Freihöfen eingemeindet.[7]

Nach der Besetzung durch die Rote Armee 1945 wurde Frei Pipa als Siedliska unter polnische Verwaltung gestellt. Seit 2008 führt der Ort zusätzlich den amtlichen deutschen Ortsnamen Schiedlisk.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen von Frei Pipa:[8]

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
184445/58
185567
186163
191070
192571
193368
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Fußnoten

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