Schiefermanteldrossel

Art der Gattung Echte Drosseln (Turdus) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Schiefermanteldrossel, auch Mausdrossel genannt, (Turdus reevei) ist ein Singvogel aus der Familie der Drosseln (Turdidae).[1][2]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Schiefermanteldrossel

Schiefermanteldrossel (Turdus reevei)

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Drosseln (Turdidae)
Unterfamilie: Turdinae
Gattung: Echte Drosseln (Turdus)
Art: Schiefermanteldrossel
Wissenschaftlicher Name
Turdus reevei
Lawrence, 1869
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Verbreitungsgebiet der Schiefermanteldrossel

Der Vogel kommt in Westecuador und Nordwestperu vor.

Der Lebensraum umfasst trockene und halbfeuchte Wälder verschiedener Art, Mischwald, gern entlang von Wasserläufen, Waldränder, angrenzende offenere Flächen meist bis 1500, mitunter bis 2500 m. ü. M.[3][4]

Der Artzusatz bezieht sich auf John Frederick Reeve, der das Typusexemplar der Art gesammelt hat.

Merkmale

Der Vogel misst 22–24 cm und wiegt 61–66 g, eine zweifarbige Drossel, Oberseite bläulich schiefergrau, Unterseite hell gelbbraun, Iris bläulich weiß bis weiß. Die Kehle ist weiß mit dunkler Strichelung, die in einen schmalen weißen Halbmond zur blass grauen Brust hin übergeht. Die Flanken sind etwas orangefarben bis gelbbraun überhaucht, der Steiß ist weiß. Schnabel und Beine sind blassgelb. Das Weibchen ist etwas bräunlicher am Kopf, Jungvögel sind an der Oberseite brauner mit gelbbraunen Flecken und Strichen, an der Unterseite geschuppt.[3][4]

Geografische Variation

Stimme

Der Gesang ist meist nur für kurze Zeit während der Brutzeit zu hören und wird als angenehm sanft singend beschrieben, ähnlich wie der der Schwarzschnabeldrossel (Turdus ignobilis). Der Ruf ist ein klingelndes „tseeet“, auch abfallendes „seeer“ und keuchendes, ansteigendes „rheet“.[3][4]

Lebensweise

Die Art ist ein Strichvogel, der dem Regen folgt, in der Regenzeit aber eher trockenere Gebiete aufsucht. Die Art wird häufiger an fruchttragenden Bäumen in Gruppen gesehen, mitunter auch als Teil gemischter Jagdgemeinschaften.

Die Brutzeit liegt in der Regenzeit von Januar bis März oder April. Das gut versteckte Nest in 2–5 m Höhe in einem kleinen Baum besteht aus Gras und anderem pflanzlichen Material. Das Gelege wird über 9–14 Tage ausgebrütet, die Küken über etwa den gleichen Zeitraum gefüttert.[4]

Gefährdungssituation

Die Schiefermanteldrossel gilt als nicht gefährdet (Least Concern).[7]

Literatur

  • G. N. Lawrence: Turdus reevei. In: Catalogue of Birds from Puna Island, Gulf of Guayaquil, in the Museum of the Smithsonian Institution, collected by J. F. Reeve, Esq. In: Annals of the Lyceum of Natural History of New York, Band 9, S. 234, 1869, Biodiversity Library
  • L. A. Salagaje-Muela, B. Angulo, R. Gelis, D. Cáceres A. E. Miller, R. Dobbs, H. Greeney, F. Angulo und S. Crespo: Notes on the breeding biology of the Tumbesian avifauna in southwest Ecuador and northwest Peru. In: Revista Ecuatoriana de Ornitología, Band 6, S. 1–54, 2020, Abbildung
Commons: Schiefermanteldrossel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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