Schildmacher (Beruf)

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Schildmacher ist die historische Bezeichnung für Menschen, die Wehrschilde und sogenannte „Prunkschilde“ als Wappenschilde herstellten und diese dann farbig und auch formal kennzeichneten. Aus der Tätigkeit entwickelte sich der Beruf der „Schilderer, Schildner, Schilter oder Schildermaler“, die Hinweis-, Warn- und andere graphische Schilder fertigen und etwa in der Stadt Magdeburg schon im Jahr 1197 eine erste eigene Zunft gebildet hatten.[1]

Zug in Sicht, Halt! Ein Schildermaler bei der Arbeit, um 1915
August Heinrich Niedmann: Beim Schildermacher

Die aus der Schildherstellung hervorgegangenen oder verwandten Berufe wie Schriftmaler bzw. Schriftenmaler, Dekorationsmaler und Fassadenmaler bildeten die Vorläufer für die modernen Handwerke der Schilder- und Lichtreklamehersteller und der Maler und Lackierer.[1]

Der Schild war ursprünglich eine Schutzwaffe mit hohem Symbolwert auf der oft Standes-, Rang- und Familienzeichen (Heroldskunst, Wappen) angebracht wurden.[2]

Schildermaler bemalten – mit einer Blütezeit in Wien um 1920 – Werbetafeln, Geschäftsportale, Hauswände, Fahrzeuge und andere Flächen.

Der Wiener Grafiker Tom Koch sammelt Fotos von Werbemalereien und hat zum Thema publiziert.

In Berlin waren im Jahr 2018 nur drei Schildermaler bekannt, die noch den traditionellen Beruf ausüben.[3]

Siehe auch

Einzelnachweise

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