Schlanke Karde
Art der Gattung Karden (Dipsacus)
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Die Schlanke Karde (Dipsacus strigosus) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Karden (Dipsacus) in der Unterfamilie der Kardengewächse (Dipsacoideae).
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Schlanke Karde (Dipsacus strigosus) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Dipsacus strigosus | ||||||||||||
| Willd. ex Roem. & Schult. |


Beschreibung
Die Schlanke Karde ist eine zweijährige Pflanze, die Wuchshöhen von 80 bis 200(–250) Zentimeter erreicht. Der Stängel ist zerstreut kurzstachelig. Die Stängelblätter sind gestielt, nicht verwachsen, ungeteilt oder am Grund mit zwei Fiederblättchen.
Die blassgelb gefärbten Blüten sind in einem kugeligen, kopfigen Blütenstand angeordnet. Die abgeblühten Blütenköpfe besitzen einen Durchmesser von (25–)30–45 mm. Die Staubbeutel sind blassgelb bis grünlich gefärbt. Zwischen den zwittrigen, vierzähligen Einzelblüten der Blütenköpfe befinden sich 14–20 mm lange Deckblätter (Spreublätter), welche die Einzelblüten überragen. Die Deckblätter besitzen einen elliptischen Grund, der sich allmählich in die meist längere grannenartige Spitze verschmälert. Sie sind nur auf dem Rücken und nicht an der Spitze bewimpert.[1]
Die Blütezeit reicht von Juli bis August. Die vielen Achänen mit beständigem Deckblatt stehen in einem Fruchtverband zusammen.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.[2]
Ähnliche Arten
Die Schlanke Karde ähnelt der einheimischen Behaarten Karde. Eine Unterscheidung der beiden Arten ist u. a. durch die unterschiedliche Färbung der Staubbeutel und durch die Unterschiede der Deckblätter hinsichtlich ihrer Länge gegenüber den Blüten und hinsichtlich der Unterschiede ihrer Form und der unterschiedlichen Verteilung ihrer Bewimperung möglich.[1][3][4]
Vorkommen
Das Verbreitungsgebiet der Schlanken Karde umfasst Aserbaidschan, Armenien, Großbritannien, Tschechien, Dänemark mit Bornholm, Finnland, Deutschland, Georgien, Republik Moldau, Polen, Russland, Nord- und Süd-Kaukasus, Rumänien, Slowenien, Schweden, Türkei, Ukraine, Krim.[5]
In Deutschland ist die Schlanke Karde ein Neophyt.
Die Schlanke Karde kommt an Wegen, Schuttstellen, Böschungen oder Gebüschrändern auf frischen, nährstoffreichen Böden vor.[2]
Taxonomie
Literatur
- Frank Müller, Christiane M. Ritz, Erik Welk, Karsten Wesche (Hrsg.): Exkursionsflora von Deutschland. Begründet von Werner Rothmaler. 22. Auflage. Gefäßpflanzen: Grundband. Springer Spektrum, Berlin 2021, ISBN 978-3-662-61010-7, S. 778–779.
- Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. 2. Auflage, Verlag Eugen Ulmer KG, Stuttgart, 2007, S. 476.
- Peter Sell, Gina Murrell: Flora of Great Britain and Ireland. Volume 4, Cambridge Univ. Press, 2006, ISBN 0-521-55338-5, S. 54, 56 f.
Weblinks
- Schlanke Karde. auf FloraWeb.de
- Schlanke Karde – Steckbrief und Verbreitungskarte für Bayern. In: Botanischer Informationsknoten Bayerns
- Fotos und Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel zur Unterscheidung der Schlanken Karde von der Behaarten Karde auf Flora-de: Flora von Deutschland
- Bilder von Dipsacus strigosus auf Günther’s Homepage