Schlauchatmung
Physikalisches Phänomen
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Als Schlauchatmung bezeichnet man in den Bereichen Dosieren, Lackieren und Kleben die verzögerte Änderung der herausfließenden Menge nach einer Änderung der Förderleistung durch die elastische Dehnung eines Schlauches.
Bei einer Erhöhung der Förderleistung fließt für einen bestimmten Zeitraum weiterhin die geringere Menge heraus. Bei Verringerung der Förderleistung wird analog dazu vorerst die vorherige, größere Menge ausgegeben. Die Intensität und die Länge der Verzögerung sind unter anderem von der Elastizität und der Länge des Schlauches abhängig.[1]
Nachteile
Dosieranlagen können die falsche Menge ausgeben, wenn die Eigenschaften der angeschlossenen Schläuche auf der ausgebenden Seite nicht berücksichtigt werden. Bei dynamisch betriebenen Lackieranlagen mit wechselnden Förderleistungen kann die Qualität der Lackierung beeinträchtigt werden.[1]
Lösungsansätze
Eine Verkürzung der Schläuche auf der ausgebenden Seite kann die Schlauchatmung vermindern. Je nach Einsatzort kann die Wahl weniger elastischer Schläuche zu einer Verringerung beitragen. Der Wechsel auf Rohrleitungen kann den Effekt beim Transport von Flüssigkeiten praktisch entfernen. Die Zeiten in der Verarbeitungskette können so abgestimmt werden, dass die erwarteten Mengen unter Berücksichtigung der Schlauchatmung ausgegeben werden. Auf der ausgebenden Seite kann das Material durch aktive Komponenten wie Feindosierer auf die erwartete Menge eingestellt werden.[2][3]