Schleuse Herbrum

Schiffsschleuse des Dortmund-Ems-Kanals From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Schleuse Herbrum ist die nördlichste Schleuse des Dortmund-Ems-Kanals. Sie liegt in Herbrum, einem Ortsteil der Stadt Papenburg im Landkreis Emsland.

Schnelle Fakten Lage, Daten ...
Schleuse Herbrum
Blick vom Oberwasser auf die Portale für die Hubtore, links die neue Kammer

Blick vom Oberwasser auf die Portale für die Hubtore, links die neue Kammer

Lage
Schleuse Herbrum (Niedersachsen)
Schleuse Herbrum (Niedersachsen)
Koordinaten 53° 2′ 15″ N,  19′ 5″ O
Land: Deutschland Deutschland / Niedersachsen
Ort: Papenburg, Ortsteil Herbrum
Gewässer: Dortmund-Ems-Kanal
Gewässerkilometer: km 212,6
Daten
Eigentümer: Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
Zuständiges WSA: Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ems-Nordsee
Bauzeit: 1899 (alte Kammer)
1964–1966 (neue Kammer)
Betriebsbeginn: 1899
Schleuse
Kategorie: Klasse IV (Europawasserstraße)
Nutzlänge: 165,0 m
Nutzbreite: 12,0 m
Höhe Oberwasser: 2 m ü. NHN
Durchschnittliche
Fallhöhe:
tidenabhängig bis 2,7 m
Obertor: Hubtor
Untertor: Hubtor
Sonstiges
Stand: April 2017
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Beschreibung

Die Schleuse Herbrum ist das Bindeglied zwischen dem Dortmund-Ems-Kanal und dem von den Gezeiten beeinflussten Ems-Ästuar. Sie wird zu festgelegten Zeiten vor Ort bedient,[1] durch das Schlickproblem im Unterwasser kann aber nur bei ausreichendem Wasserstand auf der Ems geschleust werden. Als Zugang zum kanalisierten Binnenwasserstraßennetz ist sie deshalb von besonderer Bedeutung.

Alte Schleuse

Die erste Schleusenkammer wurde 1899 in Böschungsbauweise errichtet und in Betrieb genommen. Sie ist 165 m lang, 10 m breit und wird mit zwei Hubtoren verschlossen, deren Kontergewichte jeweils von einem markanten Stahlportal aufgenommen werden. Die Schleuse wurde 2010 stillgelegt.[2]

Neue Schleuse

Die neue Schleusenkammer wurde 1964–1966 in Spundwandbauweise errichtet. Sie ist 165 m lang, 12 m breit und wird ebenfalls mit zwei Hubtoren in Stahlportalen verschlossen.

Im Oktober 2016 fiel ein Hubtor aus und es bestand die Gefahr, dass die wartenden Schiffe im Unterwasser bei Ebbe auf Grund aufsetzen. In Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz wurde daraufhin das Emssperrwerk geschlossen und ein ausreichender Wasserstand zur Abwehr der Gefahrensituation erreicht.[3] In gut 15 Jahren soll die Schleuse stillgelegt werden.[4]

Neubau

Es soll ein Neubau errichtet werden. 2028 soll mit dem Neubau begonnen werden, nach drei Jahren die Fertigstellung erfolgen.[5]

Commons: Schleuse Herbrum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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