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Schloss Hugstetten

Schlossanlage in March (Breisgau) in der Region Breisgau From Wikipedia, the free encyclopedia

Schloss Hugstetten ist eine Schlossanlage in der Region Breisgau. Es befindet sich in der Gemeinde March im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in Baden-Württemberg. Seine Wurzeln reichen bis ins Mittelalter zurück, doch seine heutige Gestalt erhielt das Anwesen Anfang des 19. Jahrhunderts im Stil des südwestdeutschen Klassizismus. Das Schloss ist umgeben von einem englisch geprägten Landschaftsgarten. Über Generationen hinweg war das Schloss im Besitz bedeutender Adelsfamilien, darunter die von Stürtzel, Andlau-Birseck und zuletzt von Mentzingen.

Schloss Hugstetten (2012)

Geschichte

Mit dem Tod des Alexander Josef Carl Thaddäus Stürtzel von Buchheim am 27. Oktober 1790 erlischt das Geschlecht der Stürtzel und beendet die stürtzelsche Lehensherrschaft. Als Nachfolger wurde 1764 General Heinrich Ludwig Freiherr von Schackmin bestimmt. Hier beginnt die Geschichte des Hugstetter Schlosses und des dazugehörigen Schlossparks. Damals befanden sich auf dem Gelände des Schlossparks noch Teile des Dorfes. Am Mühlbach gab es einzelne Häuser und auch eine Gaststätte.

Nach zwei Jahren stirbt Heinrich Ludwig von Schackmin ohne Kinder. 1792 trat Franz Stephan von Schackmin, sein Neffe, das Erbe des Lehens Buchheim an.

Franz Stephan von Schackmin begann 1792 oder 1793 mit dem Bau des neuen Hugstetter Schlosses, der durch die Koalitionskriege zum Erliegen kam und auch bis zum Tod von Franz Stephan am 25. Oktober 1801 nicht wieder beginnen konnte.

1806, nach dem Tode Marias von Schackmin, kam das Schloss in den Besitz ihrer Tochter Sophie und deren Ehemann Conrad von Andlau-Birseck, der sich seit damals in höheren badischen Staatsdiensten befand. Conrad von Andlau ließ das Schloss in Hugstetten weiter bauen und zog wohl im Jahre 1810 nach Hugstetten. Vollendet wurde es aber wahrscheinlich erst gegen 1830. Conrad von Andlau hatte aber schon vor dem Tod seiner Schwiegermutter den Hugstetter Besitz erweitert. 1804 kaufte er die Mühle und baute sie mit ihren Nebengebäuden um. 1802 und 1807 erwarb er zwei Hausanwesen samt einer Steingrube, die heute nicht mehr existieren.

Von Andlau kaufte weitere Grundstücke und besaß schließlich den gesamten vorderen Mühlberg (Marchhügel). Er wollte eine geschlossene Nutz- und Erholungsfläche erschaffen, den heutigen Englischen Garten Hugstetten.[1][2]

Architektur

Schon im späten Mittelalter existierte an diesem Ort eine befestigte Anlage (Burg Hugstetten). Teile des heutigen sogenannten „alten Schlosses“ stammen noch aus dem 17. Jahrhundert, vermutlich um 1670 errichtet.

Conrad Carl Friedrich Freiherr von Andlau-Birseck errichtete das neue Schloss im Stil des südwestdeutschen Klassizismus. Der dreigeschossige Putzbau mit Walmdach und sieben Achsen wurde bis 1810 im Wesentlichen fertiggestellt. Er zeichnet sich durch klare Symmetrie, reduzierte Fassadengliederung und zurückhaltende Dekoration aus. Im vorderen Giebel befindet sich das Allianzwappen Andlau-Schackmin, das die Erbauerfamilie bis heute sichtbar macht.

Die Gestaltung orientierte sich an bestehenden Besitzungen der Familie Andlau, insbesondere am Andlauer Hof (Burg Birseck) in Arlesheim, und verband klassizistische Formensprache mit funktionaler Nutzung als Sommerresidenz. Die Wirtschaftsgebäude wie die Zehntscheuer erhielten das für Andlau typische Dachprofil, das sich als identitätsstiftendes Merkmal auf vielen ihrer Güter wiederfindet.

Zwischen 1907 und 1909 wurde das Schloss unter Friedrich Freiherr von und zu Mentzingen um einen östlichen Anbau mit zweitem Treppenhaus erweitert.

Zusammen mit dem alten Schloss, den historischen Wirtschaftsgebäuden, dem Gärtnerhaus und der rot verputzten Umfassungsmauer bildet das Hugstetter Schloss bis heute ein geschlossenes architektonisches Ensemble.

Commons: Schloss Hugstetten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur

Hermann Brommer und Thomas Steffens: March - Reich an Geschichte und Kunst, Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg 2002, ISBN 978-389870-091-7.

Einzelnachweise

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