Schmalblättriger Arznei-Baldrian

Art der Gattung Baldriane (Valeriana) From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Schmalblättrige Arznei-Baldrian (Valeriana wallrothii Kreyer, Syn.: Valeriana pratensis subsp. angustifolia (Soó) Kirschner, Buttler & Hand), auch als Hügel-Baldrian bezeichnet, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Baldriane (Valeriana) innerhalb der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae).

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Schmalblättriger Arznei-Baldrian

Schmalblättriger Arznei-Baldrian

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Kardenartige (Dipsacales)
Familie: Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)
Unterfamilie: Baldriangewächse (Valerianoideae)
Gattung: Baldriane (Valeriana)
Art: Schmalblättriger Arznei-Baldrian
Wissenschaftlicher Name
Valeriana wallrothii
Kreyer
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Beschreibung

Vegetative Merkmale

Beim Schmalblättrigen Arznei-Baldrian handelt es sich um eine ausdauernde, krautige Pflanze, die meist Wuchshöhen von 40 bis 100 Zentimetern erreicht. Sie besitzt unterirdische Ausläufer und je Pflanzenexemplar nur einen Stängel. Der meist behaarte Stängel besitzt drei bis sieben Knoten.

Die mittleren Stängelblätter haben in der Regel acht bis zwölf ganzrandige oder wenig gezähnte Fiederblätter. Das Endblättchen ist höchstens so breit wie die Seitenfiedern. Meist ist die Blattunterseite mehr oder weniger dicht abstehend behaart.

Generative Merkmale

Die Blütezeit liegt vorwiegend in den Monaten Mai und Juni. Der längste Blattstiel besitzt eine Länge im Bereich von 0,5 bis 7 Zentimetern. Die rosafarbenen Blüten sind 2 bis 5 Millimeter lang.

Die Frucht besitzt eine Länge von 2 bis 3,6 Millimetern.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28.[1]

Vorkommen

In Deutschland kommt der Schmalblättrige Arznei-Baldrian vorwiegend im mittleren und südwestlichen Teil vor. In Österreich findet man ihn in der collinen bis montanen Höhenstufe häufig bis zerstreut. In der Schweiz kommt er hauptsächlich im nördlichen bis nordwestlichen Teil vor.[2]

Der Wiesen-Baldrian ist basenhold und wächst auf Halbtrockenrasen, an Ruderalstellen, in lichten Laubmischwäldern sowie insbesondere deren Säumen. Sie kommt vor in Pflanzengesellschaften der Ordnungen Origanetalia und Quercetalia pubescentis.[1]

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2+w+ (frisch aber stark wechselnd), Lichtzahl L = 3 (halkbschattig), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 3 (montan), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).[2]

Taxonomie

Die Erstbeschreibung erfolgte 1825 unter dem Namen Valeriana pratensis durch Johann Heinrich Dierbach in Magazin für Pharmacie und die dahin einschlagenden Wissenschaften, Band 3, Teil 10, Seite 7. Valeriana wallrothii wurde 1930 von Georgij Karlovich Kreyer in Trudy po Prikladnoi Botanike, genetike i selektsii, Jahrgang 1930, Band 23 No. 1, Seite 185 beschrieben.

Weitere Synonyme für Valeriana wallrothii Kreyer sind: Valeriana officinalis subsp. tenuifolia (Vahl) Schübl. & Martens, Valeriana stolonifera var. angustifolia Soó, Valeriana collina auct., Valeriana pratensis subsp. angustifolia (Soó) Kirschner, Buttler & Hand.

Die Sippen des Arznei-Baldrians sind noch ungenügend erforscht. Teilweise werden diese lediglich als Unterarten aufgefasst. Eine umfassende taxonomische Bearbeitung des gesamten Verwandtschaftskreises und eine nomenklatorische Abklärung stehen 2008 noch aus.

Literatur

Einzelnachweise

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