Schmidener Feld
Gebiet zwischen dem Neckar und der Rems
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Das Schmidener Feld bezeichnet ein landwirtschaftlich genutztes Gebiet zwischen dem Neckar und der Rems, das sich hauptsächlich auf den heutigen Fellbacher Stadtteil Schmiden konzentriert. Es wird im Süden von den Ausläufern des Schurwaldes begrenzt und erstreckt sich bis zur nordwestlichen Gemarkung Rommelshausen.
Lage des Schmidener Felds |
Geographie
Das Schmidener Feld zeichnet sich durch seine besonders hohe Bodenqualität aus, die auf den hohen Lößanteil zurückzuführen ist. Mit einer Ackerzahl von 92 gehört es zu den ertragreichsten landwirtschaftlichen Flächen der Region.[1][2][3]
Naturräumliche Zuordnung
Der Naturraum Schmidener Feld (123.22) gehört in der naturräumlichen Haupteinheitengruppe Neckar- und Tauber-Gäuplatten (Nr. 12), in der Haupteinheit Neckarbecken (123) und in der Untereinheit Waiblinger Bucht (123.2).
Klima
Die jährliche Niederschlagsmenge im Schmidener Feld beträgt etwa 650–700 mm, was im Vergleich zu den benachbarten Regionen als Trocken gilt.
Fauna
Zu den heimischen Tierarten zählt das Rebhuhn, dessen Bestand in Europa als stark gefährdet gilt. So lebten auf dem Schmidener Feld 2014 noch schätzungsweise zwischen drei und sechs Prozent des landesweiten Rebhuhnbestandes.[4] Bereits 2013 gab es Bemühungen der Stadt Fellbach in Zusammenarbeit mit der NABU Ortsgruppe Maßnahmen zu erarbeiten.[5] 2015 wurde das „Rebhuhnprojekt Schmidener Feld“ ins Leben gerufen.[6][7] Das Projekt wurde von der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg im Rahmen eines Modellprojekts des Landes unterstützt.[8] Die Revieranzahl konnte stabilisiert werden.[9]
Geschichte
Die gute Bodenqualität des Gebiets war bereits seit der Gründung der ersten Siedlungen von Bedeutung und trug zur Entwicklung von Rommelshausen bei. Historische Ackerflächen wie die „Lange Äcker“, „Lange Furchäcker“, Untere und Obere „Hohe Anwande“, „Schwertäcker“ und „Seelesäcker“ zeugen noch heute von der traditionellen Bedeutung des Gebiets für die Landwirtschaft.
In den letzten Jahrzehnten hat sich das Schmidener Feld erheblich durch die Bebauung verändert.[10] Besonders in den Jahren zwischen 1937 und 1990 wurden große Teile des Gebiets mit Straßen, Wohn- und Gewerbegebieten überbaut.
Literatur
- Walter, Heinz Erich (Hrsg.): Rommelshausen. Das Ortsbuch. Mit Beiträgen u. a. von Max Beßler, Wolf Dieter Forster, Werner Gotthard u. a. Walter-Verlag, Ludwigsburg 1973 (Walter-Ortsbuch Nr. 20), S. 18–19, 25.
- Heinz Fischer: Strohgäu, Langes Feld und Schmidener Feld, die Gäulandschaften am Südrand des Neckarbeckens. In: Berichte zur deutschen Landeskunde, Nr. 27, 1961, S. 37–62.
