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Schnee, der auf Zedern fällt (Film)

Film von Scott Hicks (1999) From Wikipedia, the free encyclopedia

Schnee, der auf Zedern fällt ist ein US-amerikanischer Film aus dem Jahr 1999. Regisseur Scott Hicks verfilmte damit den gleichnamigen Roman von David Guterson aus dem Jahr 1994 und thematisiert wie dieser die Internierung japanischstämmiger Amerikaner im Zweiten Weltkrieg.

TitelSchnee, der auf Zedern fällt
OriginaltitelSnow Falling on Cedars
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch, Japanisch, Deutsch
Schnelle Fakten Titel, Originaltitel ...
Film
Titel Schnee, der auf Zedern fällt
Originaltitel Snow Falling on Cedars
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch, Japanisch, Deutsch
Erscheinungsjahr 1999
Länge 127 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Scott Hicks
Drehbuch Ronald Bass,
Scott Hicks
Produktion Harry J. Ufland,
Ronald Bass,
Kathleen Kennedy,
Frank Marshall
Musik James Newton Howard
Kamera Robert Richardson
Schnitt Hank Corwin
Besetzung
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Als der Fischer Kazuo Miyamoto angeklagt wird, einen amerikanischen Fischer getötet zu haben, wird Ishmael Chambers, dargestellt von Ethan Hawke, der dem Prozess als Reporter beiwohnt, mit seiner Vergangenheit konfrontiert.

Handlung

1950: An der Küste des US-Bundesstaates Washington wird der Fischer Carl Heine ertrunken aufgefunden. Da der Tote eine Kopfverletzung aufweist, kann Mord nicht ausgeschlossen werden, und Heines japanischstämmiger Kollege Kazuo Miyamoto wird verhaftet.

Der Reporter Ishmael Chambers soll über das Gerichtsverfahren berichten und trifft dabei auf seine Jugendliebe Hatsue Imada, die Ehefrau des Angeklagten. Chambers könnte beim Aufklären des Verbrechens helfen, aber durch seine wiederaufkeimenden Gefühle für Hatsue gerät er in ein Dilemma. Schlussendlich erklärt er sich bereit zu helfen, muss aber gegen die immer noch nach dem Zweiten Weltkrieg vorhandenen Ressentiments auf beiden Seiten kämpfen. Dabei muss er sich auch schmerzhaft daran erinnern, wie dieser Krieg die Beziehung zu Hatsue zerstörte, weil er, trotz seines Versprechens das zu verhindern, ihre Internierung nicht verhindern konnte, wie er dabei im Kampf ein Arm verlor und wie dieser Krieg auch eine tiefe psychische Wunde bei ihm hinterließ.

Chambers kann schließlich während des darauffolgenden Prozesses beweisen, dass Carl Heines Boot von der Bugwelle eines anderen Schiffs getroffen worden war und er deshalb vom Schiff gefallen und ertrunken ist. Er präsentiert auch dem Richter die Beweise, die belegen, dass Kazuo Miyamoto unschuldig ist und er wird daraufhin vom Richter freigesprochen. Hatsue bedankt sich bei Chambers und beide schließen damit Frieden hinsichtlich ihrer gemeinsamen Vergangenheit, so dass Chambers damit auch auf eine bessere Zukunft blicken kann.

Der wichtigste Handlungsstrang in diesem Film ist die Internierung der an der Westküste lebenden japanischstämmigen Minderheit. Nach dem japanischen Überfall auf Pearl Harbor wurden zahlreiche japanischstämmige Bürger interniert. Der Film soll diesen oft vergessenen Teil der US-amerikanischen Geschichte wieder in Erinnerung rufen.

Wissenswertes

  • Weltpremiere feierte Schnee, der auf Zedern fällt am 12. September 1999 auf dem Toronto Film Festival. US-Premiere war am 9. Dezember des Jahres, der offizielle US-Starttermin war der 7. Januar 2000. Am 30. März 2000 kam der Film in die deutschen Kinos.
  • Der Film wurde überwiegend in British Columbia gedreht, weitere Drehorte waren Whidbey Island und Los Angeles.
  • Universal Pictures produzierte Schnee, der auf Zedern fällt in Zusammenarbeit mit The Kennedy/Marshall Company mit einem Budget von 35 Mio. US-Dollar.

Unterschied zur Romanvorlage

Die Figur des Kazuo Miyamoto heißt im Roman Kabuo Miyamoto.

Deutsche Fassung

Die deutsche Synchronbearbeitung entstand 1999/2000.[1]

Weitere Informationen Rolle, Darsteller ...
Rolle Darsteller Synchronsprecher
Ishmael Chambers Ethan Hawke Frank Schaff
Hatsue Imada Miyamoto Youki Kudoh Carola Ewert
Nels Gudmundsson Max von Sydow Jürgen Thormann
Kazuo Miyamoto Rick Yune Johannes Berenz
Alvin Hooks James Rebhorn Till Hagen
Arthur Chambers Sam Shepard Frank Glaubrecht
Horace Whaley Max Wright Lutz Mackensy
Sheriff Art Moran Richard Jenkins Helmut Gauß
Carl Heine Daniel von Bargen Roland Hemmo
Etta Heine Celia Weston Kerstin Sanders-Dornseif
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Auszeichnungen

Kameramann Robert Richardson war für einen Oscar und einen ASC Award nominiert. Ausgezeichnet wurde Richardson hingegen mit vier Kritikerpreisen. Bei den Satellite Awards im Jahr 2000 war der Film fünfmal nominiert, er ging jedoch leer aus.

Kritiken

„Im gleichberechtigten Nebeneinander von Gegenwart und Vergangenheit evoziert der Film Schmerz und Schönheit zugleich, indem er jenseits romantischer Klischees von der Tragik dieser einzigartigen Liebe erzählt. Außergewöhnlich behutsam inszeniert und eindrucksvoll gespielt.“

Lexikon des internationalen Films[2]

„Präzises und brillant bebildertes Zeitporträt“

Literatur

Einzelnachweise

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