Scholars for Peace in the Middle East

Zusammenschluss von Hochschullehrern From Wikipedia, the free encyclopedia

Scholars for Peace in the Middle East (SPME) ist ein gemeinnütziger Zusammenschluss von Hochschullehrern verschiedener Nationalitäten, Religionen und Weltanschauungen. Ihr Ziel ist es aktiven Widerstand zu leisten gegen Antisemitismus, Antijudaismus, Antizionismus, Anti-Israelismus und darüber hinaus gegen jede Form von ethnisch, national oder religiös begründetem Hass. Sie tritt ein für akademische Freiheit, intellektuelle Integrität, ehrliche Auseinandersetzung und einen ehrlichen, sachbasierten und zivilisierten Diskurs in der Gesellschaft und insbesondere an den Universitäten. Für den Nahen Osten strebt sie nach einem Frieden, der sowohl das Existenzrecht Israels als souveräner jüdischer Staat in sicheren Grenzen, als auch die legitimen Rechte seiner Nachbarn sichert.[1] Viele Aktionen des SPME richten sich gegen die Kampagne Boycott, Divestment and Sanctions (BDS).[2][3][4]

Gründung2002
GründerJudith S. Jacobson, Edward S. Beck
SitzPhiladelphia
Schnelle Fakten Scholars for Peace in the Middle East (SPME), Rechtsform ...
Scholars for Peace in the Middle East
(SPME)
Rechtsform gemeinnütziger Verein
Gründung 2002
Gründer Judith S. Jacobson, Edward S. Beck
Sitz Philadelphia
Geschäftsstelle Philadelphia
Zweck Akademische Freiheit, intellektuelle Integrität, ehrlicher, sachbasierter und zivilisierter Diskurs in der Gesellschaft und an den Universitäten; Widerstand gegen Antisemitismus, Antijudaismus, Antizionismus, Anti-Israelismus und gegen jede Form von ethnisch, national oder religiös begründetem Hass.
Methode Vorträge, Publikationen, Petitionen, Monitoring
Aktionsraum Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten, Kanada Kanada, Osterreich Österreich, Deutschland Deutschland, Frankreich Frankreich, Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich, Israel Israel
Vorsitz Philip Carl Salzman
Geschäftsführung Asaf Romirowsky
Mitglieder etwa 28.000 (2021)
Website spme.org, europe.spme.org
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Gründer des SPME

Gründer des SPME waren

  • Judith S. Jacobson, Doctor of Public Health (DrPH), Columbia University, USA, 2002–2013[5]
  • Edward S. Beck, Doctor of Education (EdD), SPME Mitgründer und Präsident, Emeritus, Walden University, 2002–2009[6].

Zu den Gründungsmitgliedern gehörten außerdem:

Leitung des SPME (2021)

Die gegenwärtige (2021) Leitung der Gesellschaft haben:

Leitungsgremium:

Mitarbeiter:

  • Asaf Romirowsky, PhD, Executive Director des SPME, seit 2011
  • Alex Joffe, PhD, BDS Monitor Editor des SPME, seit 2013[7]

Sektionen (Chapters)

SPME hat 27 Sektionen in den USA. Daneben gibt es drei Sektionen in Kanada, vier in Europa und eine in Israel. Viele Sektionen der SPME sind an Universitäten beheimatet.

USA

New York

Philadelphia

Kalifornien

Kanada

Europa

  • SPME Österreich Europa Chapters
  • SPME Frankreich Europa Chapters
  • SPME Deutschland Europa Chapters
  • SPME Großbritannien Europa Chapters

Sektion Deutschland

2007 gründete Diethard Pallaschke zusammen mit Matthias Küntzel, Elvira und Karl Erich Grözinger, Abraham Ashkenasi, Irmela von der Lühe, Peter von der Osten-Sacken und anderen die deutsche Sektion der Organisation Scholars for Peace in the Middle East (SPME).[9] Pallaschke war der erste Präsident der deutschen Sektion des SPME.[9][10]

Israel

  • SPME Israel Middle East Chapters[11]

Aktionen des SPME

Ein wesentliches Anliegen des SPME ist es, die Aktivitäten der BDS-Kampagne zu beobachten, zu dokumentieren und zu behindern.[12][13]

Mit Petitionen, öffentlichen Verlautbarungen, Artikeln in der Presse und anderen Publikationen versucht der SPME weltweit für die Rechte der Juden einzutreten und gegen jede Form von Antisemitismus, Antizionismus und Anti-Israelismus Widerstand zu leisten.[14][15][16]

Die Mitglieder des SPME halten Vorträge und schreiben Artikel und Bücher, die sich mit heutigen Tendenzen und Entwicklungen, wie zum Beispiel Cancel Culture, Identitätspolitik, Islamismus beschäftigen. Sie untersuchen in diesen Publikationen die Hintergründe dieser Entwicklungen und ihren Zusammenhang zu Antisemitismus, Antizionismus und Anti-Israelismus. Auf der Homepage des SPME wird auf diese Publikationen hingewiesen.[17][18][19][20]

Der SPME stellt zur Finanzierung dieser Forschungsvorhaben Geld zur Verfügung.[21][22]

Im Jahr 2017 veranstaltete SPME in Berlin ein Symposium mit dem Titel Seit 150 Jahren aktuell: Antisemitismus, Nahost und kein Ende. Auf dieser Veranstaltung diskutierten Akademiker über die gegenwärtige Lage im Nahen Osten, den Zustand der deutsch-israelischen Beziehungen sowie Antisemitismus in Deutschland und Europa.[23][8]

Kritik

Einige Mitglieder der Vereinigung wie Daniel Pipes oder Efraim Karsch stehen wegen ihrer islamfeindlichen oder geschichtsrevisionistischen Äußerungen in der Kritik.[24][25]

Veröffentlichungen des SPME

  • The Case Against Academic Boycotts of Israel, Herausgeber: Cary Nelson, Gabriel Noah Brahm, Autoren: Russell A. Berman, Emily Budick, Michael Bérubé, David Caplan, Donna Divine, Rachel S. Harris, Dr David Hirsch, Nancy Koppelman, Richard Landes, Kenneth Marcus, Marthan Nussbaum, Sabah Salih, Kenneth Stein, Ilan Troen, Shira Wolosky, Mitchell Cohen, Tammi Rossman-Benjamin, Samuel Edelman, Alan Johnson, Michael Kotzin, Sharon Musher, Asaf Romirowsky, Paul Berman, Carol Edelman, Robert Fine, Jeff Robbins, SPME, 2014, ISBN 978-0990331605
  • Elvira Grözinger, Sylke Kirschnick: Akademiker für Frieden im Nahen Osten, SPME, 2021 online
  • Sylke Kirschnick: Erinnerungspolitische Wendemanöver oder: Preisgekrönte Häupter abgeschlagen?, SPME, 2021 online
  • Wolfgang Bock, Elvira Groezinger: Erklärung von Scholars for Peace in the Middle East Deutschland e.V. (SPME), SPME, 2020 online
  • Benjamin Weinthal: PFLP celebrates jubilee year in Berlin, SPME, 2018 online

Einzelnachweise

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