Wikiwand AI

Schrei, wenn der Tingler kommt

Film von William Castle (1959) From Wikipedia, the free encyclopedia

Schrei, wenn der Tingler kommt (Originaltitel: The Tingler) ist ein US-amerikanischer Horrorfilm von William Castle aus dem Jahr 1959 mit Vincent Price in der Hauptrolle.

TitelSchrei, wenn der Tingler kommt
OriginaltitelThe Tingler
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Schnelle Fakten Titel, Originaltitel ...
Film
Titel Schrei, wenn der Tingler kommt
Originaltitel The Tingler
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1959
Länge 82 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie William Castle
Drehbuch Robb White
Produktion William Castle
Musik Von Dexter
Kamera Wilfred M. Cline
Schnitt Chester W. Schaeffer
Besetzung
→ Synchronisation →
Schließen

Handlung

Der Pathologe und Forscher Dr. Warren Chapin lebt mit seiner bösartigen Ehefrau und seiner freundlichen Schwägerin Lucy Stevens zusammen. Er entdeckt, dass im Rückgrat eines jeden Menschen eine Kreatur lebt, die sich von der Angst ihres Wirtes ernährt. Fängt dieser im Zustand der Angst nicht an zu schreien, wächst die Kreatur, der so genannte „Tingler“, zu voller Lebensgröße heran, was zum Tod des Menschen führt. Bei der Autopsie einer zu Tode erschreckten Taubstummen befreit Dr. Chapin schließlich einen ausgewachsenen Tingler, ein ca. 30 cm langes, langustenähnliches Wesen, aus dem Körper der Frau. Das Wesen verfügt über enorme Mandibeln und beachtliche Körperkräfte. Chapins Frau befreit den Tingler des Nachts und dieser tötet Chapin fast. Der Tingler entkommt und versetzt unter anderem das Publikum eines Stummfilmkinos, das gerade den Film Tol'able David ansieht, in Angst und Schrecken.[1]

Rezeption

Das Lexikon des internationalen Films schrieb: „Ein Arzt in New York entdeckt ein knochenbrechendes Wesen, das durch Angst im Menschen entsteht. Laute Schreie erlauben seine Abwehr: ein Verfahren, das der fantastische Horrorfilm, der Blut aus Wasserhähnen laufen und Leichen den Kopf heben läßt, auch seinem Publikum nahelegt.“[2]

Der Horror-Film aus der Reihe Enzyklopädie des populären Films meint, der Film würde „ein Höchstmaß an Stil und Spannung“ bieten.[3]

In der New York Times lehnte Howard Thompson den Film mit den Worten, William Castle sei verantwortlich für einen der schlimmsten, langweiligsten kleinen Horrorfilme, die sich jemals in die Kinos geschlichen haben, ab.[1]

Alan Frank spricht dem Film in seinem Buch Horror Films die für Castle typischen, sehr wirkungsvollen Fantasy-Effekte zu.[4]

Denis Gifford stellt in seinem Buch A Pictorial History of Horror Movies die überdurchschnittlich furchterregende Maske[5] (von den Maskenbildnern Hazel Keats und Monty Westmore) sowie den materialisierten Schrecken (in Form von Stromschlägen) heraus.[6]

Lyz Kingsley setzte sich ausführlich mit dem Film auseinander. Sie stellte fest, dass es nichts Vergleichbares zu The Tingler gebe. Kein anderer Film davor oder danach würde an seine Mischung aus Einfallsreichtum, Gruseligkeit, Lustigkeit und Abgedrehtheit herankommen. Man würde unweigerlich von Anfang bis Ende mitfiebern, ohne überhaupt Zeit zu haben, darüber nachzudenken, dass kein einziger Aspekt der Geschichte – vor allem aus Sicht der Biologie – „auch nur den geringsten Sinn“ ergibt.[7]

Besonderheiten

  • In manchen Kinos in den USA kam eine Technik mit dem Namen Percepto zum Einsatz: Während der Höhepunkte des Films erhielten Sitze plötzlich Elektroschocks.[8] Die Entwicklung wurde mit einem Golden Turkey Award „ausgezeichnet“.
  • Im Rahmen eines Experimentes, den Tingler in seinem eigenen Körper heranwachsen zu lassen, versetzt sich Dr. Chapin in den ersten LSD-Rausch der Filmgeschichte.
  • The Tingler wurde in Schwarz-Weiß gedreht. Nur in einer Szene wird Blut in einem Waschbecken, was aus dem Kalt- und Warmwasserhahn sprudelt, und der vollgelaufenen Badewanne, aus der sich zudem ein blutiger Arm erhebt, rot dargestellt, während der Rest der Szene schwarz-weiß bleibt. Einen ähnlichen Effekt wiederholte Steven Spielberg später in Schindlers Liste, und man findet ihn auch in dem 1958 gedrehten Film Draculas Blutnacht wieder.[9][10]

Synchronisation

Die deutsche Synchronfassung entstand 1960 in Berlin.[11][12]

Weitere Informationen Rolle, Schauspieler ...
RolleSchauspielerSynchronsprecher
David MorrisDarryl HickmanMichael Chevalier
Dr. Warren ChapinVincent PriceWolfgang Lukschy
ErzählerWilliam CastleArnold Marquis
FilmvorführerDal McKennonToni Herbert
Isabel Stevens ChapinPatricia CuttsTilly Lauenstein
Oliver 'Ollie' HigginsPhilip CoolidgeErich Fiedler
Lucy StevensPamela LincolnSabine Eggerth
Schließen

Einzelnachweise

Related Articles

Timelines

Top Qs

Fact Checks