Schwezow ASch-62

Weiterentwicklung des Schwezow M-25, einer Cyclone-Kopie From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Schwezow ASch-62 (russisch Швецов АШ-62, vor 1941 als M-62 bezeichnet) ist ein luftgekühlter Neunzylinder-Sternmotor, der in der Sowjetunion hergestellt wurde. Eine Version dieses Motors wird in der Volksrepublik China als HS-5 hergestellt. Die Bezeichnung bezieht sich auf die Initialen seinen Konstrukteurs Arkadi Schwezow.

Schnelle Fakten verschiedene, ASch-62 ...
verschiedene
ASch-62, eingebaut in einer Lissunow Li-2, Motorverkleidung entfernt
ASch-62, eingebaut in einer Lissunow Li-2, Motorverkleidung entfernt

ASch-62, eingebaut in einer Lissunow Li-2, Motorverkleidung entfernt

ASch-62
Produktionszeitraum seit 1937
Hersteller verschiedene
Entwicklungsland Sowjetunion
Funktionsprinzip Otto
Motorenbauform Sternmotor
Zylinder 9
Ventilsteuerung OHV
Bohrung 155,5 mm
Hub 174,5 mm
Hubraum 29825 cm³
Gemischaufbereitung Vergaser
Motoraufladungzweistufige Kompressoraufladung
Kühlsystem luftgekühlt
Schmiersystem Trockensumpfschmierung
Leistung Spitzenleistung: 736 kW
Dauerleistung: 625 kW
Masse 560 kg
Verdichtung (ε) 6,4
Nachfolgemodell M-63
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Konstruktion und Entwicklung

Der ASch-62 ist ein luftgekühlter Neunzylinder-Ottomotor mit sternförmiger Zylinderanordnung. Er ist eine Weiterentwicklung des Wright R-1820 Cyclone, der in der Sowjetunion in Lizenz als Schwezow M-25 hergestellt wurde. Die hauptsächlichen Verbesserungen umfassten einen zweistufigen Kompressor und ein leistungsfähigeres Ansaugsystem. Dadurch stieg die maximale Leistung von 570 auf rund 736 kW. 1937 wurde der Motor zum ersten Mal in Betrieb genommen und wird noch heute (Stand Dezember 2025) als ASz-62IR in Kalisz (Polen) von WSK „PZL-Kalisz“ hergestellt. Als ASz-62IR-16E verfügt er über eine Einspritzung und kommt ohne Vergaser aus.[1] Es wird geschätzt, dass in der Sowjetunion über 40.000 Motoren gebaut wurden. Nach einer anderen Quelle beläuft sich die Anzahl auf 20.720 Triebwerke, die von 1940 bis 1967 in den staatlichen Motorenwerken Nr. 19 in Perm und Nr. 36 (bis zur kriegsbedingten Evakuierung 1941 Werk Nr. 26) in Rybinsk produziert wurden.[2]

Bei der Nachfolgevariante M-63 konnte durch die Steigerung des Verdichtungsverhältnisses (7,2:1) und der maximal zulässigen Umdrehungszahl eine Erhöhung der maximalen Leistung auf 809 kW erreicht werden.

Anwendungen

Technische Daten (M-62)

Weitere Informationen Kenngröße, Daten ...
KenngrößeDaten
Zylinder9, luftgekühlt, einreihige Sternanordnung
Bohrung156 mm
Hub175 mm
Hubraum29,8 l
Länge1213 mm
Durchmesser1378 mm
Gewicht560 kg
Aufladungzweistufiger Kompressor
TreibstoffsystemVergaser
TreibstoffBenzin, mind. 92 Oktan. (Meist wird aber AvGas 100 LL vorgeschrieben).
Leistung1000 PS (736 kW) bei 2200/min Startleistung.
850 PS (625 kW) bei 2100/min auf 4200 m Höhe.
Verdichtungsverhältnis6,4:1
Verhältnis Leistung/Gewicht1,3 kW/kg
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Siehe auch

Literatur

  • Bill Gunston: World Encyclopedia of Aero Engines. Hrsg.: Patrick Stephens. 1986, S. 154.
  • Vladimir Kotelnikov: Russian Piston Aero Engines. Crowood Press Ltd., 2005, S. 119–122.

Einzelnachweise

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