Schönthal (Oberpfalz)

Gemeinde im Landkreis Cham From Wikipedia, the free encyclopedia

Schönthal ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Cham.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Schönthal (Oberpfalz)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schönthal hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 49° 21′ N, 12° 36′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Cham
Höhe: 453 m ü. NHN
Fläche: 43,71 km²
Einwohner: 1904 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km²
Postleitzahl: 93488
Vorwahl: 09978
Kfz-Kennzeichen: CHA, KÖZ, ROD, WÜM
Gemeindeschlüssel: 09 3 72 157
Gemeindegliederung: 19 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
93488 Schönthal
Website: www.gemeinde-schoenthal.de
Erster Bürgermeister: Ludwig Wallinger (CSU)
Lage der Gemeinde Schönthal im Landkreis Cham
KarteLohberg (Bayern)LamArrachHohenwarth (Landkreis Cham)GrafenwiesenNeukirchen beim Heiligen BlutEschlkamFurth im WaldGleißenbergArnschwangBad KötztingRimbach (Oberpfalz)BlaibachWaldmünchenTreffelsteinTiefenbach (Oberpfalz)RötzSchönthal (Oberpfalz)Weiding (Landkreis Cham)ChamerauMiltachWillmeringStamsriedPösingZandtTraitschingChamerauRundingCham (Oberpfalz)PemflingWaffenbrunnSchorndorf (Oberpfalz)MichelsneukirchenRodingWalderbachReichenbach (Landkreis Cham)Rettenbach (Oberpfalz)Falkenstein (Oberpfalz)Zell (Oberpfalz)Wald (Oberpfalz)TschechienLandkreis SchwandorfLandkreis RegenLandkreis Straubing-BogenLandkreis Regensburg
Karte
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Schönthal (2016)

Geografie

Geografische Lage

Schönthal liegt an der Schwarzach im Naturpark Oberer Bayerischer Wald.

Nachbargemeinden

Die Nachbargemeinden (im Uhrzeigersinn) sind: Tiefenbach, Treffelstein, Waldmünchen, Waffenbrunn, Pemfling, Rötz.

Wappen von Rötz
Rötz
5,5 km
Wappen von Tiefenbach (Oberpfalz)
Tiefenbach
9,5 km
Wappen von Treffelstein
Treffelstein
7,5 km
Wappen von Rötz
Rötz
5,5 km
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Wappen von Waldmünchen
Waldmünchen
7,5 km
Wappen von Rötz
Rötz
5,5 km
Wappen von Pemfling
Pemfling
10 km
Wappen von Waffenbrunn
Waffenbrunn
11 km

Gemeindegliederung

Es gibt 19 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

Es gibt die Gemarkungen Döfering, Hiltersried, Loitendorf, Trosendorf, Rhan, Premeischl, Schönthal, Thurau, Öd, Flischbach und Steegen. Die Gemarkung Steegen teilt sich Schönthal mit der westlichen Nachbargemeinde Rötz.

Geschichte

Bis zur Gemeindegründung

Detail einer Karte des 16. Jahrhunderts (Kopie aus dem frühen 18. Jahrhundert): Kloster und Dorf Schönthal, umgeben von zahlreichen Weihern
Klosterkirche Schönthal von Nordwesten

Schönthal gehörte dem vor dem Jahr 1263 gegründeten Kloster Schönthal.

Im Jahr 1433 fand in der Nähe von Schönthal die Schlacht bei Hiltersried statt, in der Johann von Pfalz-Neumarkt die Hussiten aus der Oberpfalz vertrieb.

Klöster, Ämter und Bevölkerung führten nicht selten juristische Kriege gegeneinander. Das Pflegamt Rötz gegen Kloster Schönthal: 10. April 1794, 11. September 1794, 1. Januar 1795, 22. Januar 1795, 22. Juli 1798 (der Schmid gegen das Kloster), 17. September 1798 (Gemeinde gegen das Kloster,.[4] Bei der Besetzung der oberpfälzischen Landgerichte im Jahre 1803 mit ehemaligen Klosterrichtern konnte u. a. auch der Klosterrichter Merz von Schönthal, nicht übernommen werden. Begründung: „unfähige Subjekte“.[5]

Der Ort war später Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark des Klosters, die 1802 im Zuge der Säkularisation aufgelöst wurde.

1818 entstand die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen

Der Gemeindeteil Kleinschönthal wurde 1946 aus der Gemeinde Döfering umgegliedert.[6] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde 1972 die Gemeinde Thurau vollständig nach Schönthal eingegliedert.[6] Am 1. Mai 1978 wurden die Gemeinden Döfering, Hiltersried, Loitendorf und Premeischl sowie aus der aufgelösten Gemeinde Steegen die Gemeindeteile Flischbach, Flischberg, Niederpremeischl und Öd[6] eingegliedert.[7]

Bevölkerungsentwicklung

Weitere Informationen Jahr ...
Jahr1840190019391950196119701987199119952001
Einwohner2.4531.9731.8602.3131.8471.9001.8941.8821.8922.026
Jahr200520102015
Einwohner203320221951
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  • Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1888 auf 1949 um 61 Einwohner bzw. um 3,2 %.

Politik

Bürgermeister

Erster Bürgermeister ist seit 1. Mai 1996 Ludwig Wallinger (* 1946) (CSU); er wurde am 15. März 2020 mit 91,3 % der Stimmen für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt.[8]

Gemeinderat

Dem Gemeinderat (Stand: Kommunalwahlen vom 15. März 2020) gehören 12 gewählte Mitglieder sowie der Bürgermeister an. Bis April 2020 bestand das Gremium noch aus 14 Gemeinderatsmitgliedern zuzüglich Bürgermeister; die Reduzierung ergab sich, da die Einwohnerzahl unter 2000 gesunken ist. Die Sitzverteilung in der laufenden und der vergangenen Amtszeit ist wie folgt:[9]

Weitere Informationen Sitze 2020, Sitze 2014 ...
Sitze 2020 Sitze 2014
Freie Wähler-Hiltersrieder Gruppe 45
Freie Wählerschaft Schönthal 44
Freie Wählergemeinschaft Döfering 34
Wählerblock Flischbach-Öd 11
Gesamt 1214
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Steuereinnahmen

Im Jahr 2017 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 1.209.000 Euro, davon waren 304.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto) und 720.000 Euro Gemeindeanteil an der Einkommensteuer.

Wappen

Blasonierung: „In Gold über gesenktem schwarzen Wellenbalken ein rotes brennendes Herz mit vier schwarzen Blitzen.“[10]

Das Wappen wird seit 1982 geführt.

Baudenkmäler

Bodendenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

2017 gab es in der Gemeinde 286 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 748 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit war die Zahl der Auspendler um 462 Personen größer als die der Einpendler. 31 Einwohner waren arbeitslos. 2016 gab es 76 landwirtschaftliche Betriebe. Von der Gemeindeflur waren 2.613 Hektar landwirtschaftlich genutzt.

Im Gemeindeteil Rhan angesiedelt ist die Brauerei Rhanerbräu.

Bildung

Es gibt

  • zwei Kindertageseinrichtungen mit insgesamt 80 Plätzen, in denen 64 Kinder von acht Personen betreut wurden (Stand 1. März 2018)
  • Grundschule Schönthal mit vier Lehrkräften und 81 Schülern (Schuljahr 2018/19)[11]
  • Private Montessori-Volksschule Schönthal (Grundschule und Mittlere-Reife-Zug) mit sieben Lehrkräften und 75 Schülern (Schuljahr 2018/19)[12]

Persönlichkeiten

Literatur

  • Josef Kraus: Schönthal. Schönthal 1969.
  • Josef Kraus: Treffelstein. Ein Heimatbuch. Treffelstein 1971.

Einzelnachweise

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