Screamers: The Hunting
Film (2009)
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Screamers: The Hunting ist ein Science-Fiction-B-Movie von Regisseur Sheldon Wilson aus dem Jahr 2009 und bildet die Fortsetzung zu Screamers – Tödliche Schreie aus dem Jahre 1995. In den Hauptrollen agieren Gina Holden und Greg Bryk. Die Filmhandlung basiert lose auf der Kurzgeschichte Variante Zwei des Autors Philip K. Dick.
| Film | |
| Titel | Screamers: The Hunting |
|---|---|
| Produktionsland | Kanada, Vereinigte Staaten |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2009 |
| Länge | 91 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Stab | |
| Regie | Sheldon Wilson |
| Drehbuch | Miguel Tejada-Flores |
| Produktion | Paul Pope, Stefan Wodoslawsky |
| Musik | Benoit Grey |
| Kamera | John P. Tarver |
| Schnitt | Isabelle Levesque |
| Besetzung | |
| |
Bei dem Film handelt es sich um eine Direct-to-DVD-Produktion. In Deutschland wurde der Film am 9. April 2009 erstmals veröffentlicht.
Handlung
13 Jahre nach dem Tod von Colonel Hendricksson, dem offiziell letzten Überlebenden des Planeten Sirius 6B, empfängt die „Alliance“ ein Notsignal vom Planeten, worauf sie das Raumschiff Medusa mit sieben Besatzungsmitgliedern von der Erde aus entsendet, um eventuelle Überlebende zu lokalisieren und zu retten. Das Notsignal konnte von einem Mann in einem alten Kommunikationsbunker auf einem Höhenzug aktiviert werden, wobei auf dem Weg dorthin zwei seiner Begleiter durch Screamers getötet worden waren. Das Raumschiff der Rettungsmannschaft trifft rund zwei Monate nach Erhalt des Notsignals auf dem Planeten ein. Während der Mechaniker Soderquist an Bord verbleibt, machen sich die anderen sechs, unter der Leitung von Commander Andy Sexton und der Pilotin, Lieutenant Victoria Bronte, auf die Suche nach möglichen Überlebenden. Sie sind bewaffnet und tragen elektronische Geräte bei sich, welche sie durch das Aussenden von Signalen vor den Screamers schützen sollen. Die Zeit drängt, da Sirius 6B in sechs Tagen mit einem Klasse 10 Magellan-Sturm („Mutter aller Sonnenmeteore“) beschossen werden soll, welcher alle Lebensformen auf dem Planeten innerhalb von 24 Stunden auslöschen würde.
Noch am ersten Tag entdecken sie dem Signal folgend eine unterirdische Bunkeranlage, in welcher sich auch eine offensichtlich stillgelegte Produktionsfabrik der Screamers befindet. Da sie es vor Anbruch der Dunkelheit nicht mehr zur Medusa zurückschaffen würden, entscheiden sie sich, in der Anlage zu übernachten. Während die anderen Mitglieder schlafen, lädt Commander Sexton unbemerkt Daten aus einem der Screamers, was unwissentlich zum Wiederanlaufen der Anlage führt. Am nächsten Tag wird der an Bord der Medusa zurückgebliebene Soderquist von einem in das Raumschiff gelangten Screamer getötet.
Das Team marschiert unterdessen weiter und erreicht eine stillgelegte Berynium-Mine, aus dessen Inneren das Signal von Leben empfangen werden kann. Aus der Anlage heraus wird das Team plötzlich von mehreren Personen unter Beschuss genommen und muss in Deckung gehen. Im folgenden Gefecht kommt es zu einem Angriff der Screamers, wobei Sergeant Romulo sein Leben verliert. Da auch kein Funkkontakt mehr zur Medusa besteht, befiehlt Commander Sexton die Rückkehr zum Raumschiff. Dort angekommen, entdecken sie die Leiche von Soderquist und stellen fest, dass die Brennstoffzellen der Medusa von einem Screamer angezapft wurden. Die Zellen liefern nun nicht mehr genügend Brennstoff, um zur Erde zurückzukehren. Das Team beschließt, als einzigen Ausweg, erneut zur Berynium-Mine zurückzukehren, um mit den dortigen Menschen Kontakt aufzunehmen. Lieutenant Bronte gelingt es dabei, eine Frau, welche auch bei dem Gefecht am Vortag beteiligt war, vor einem Screamer zu retten und von der Ernsthaftigkeit ihres Vorhabens zu Überzeugen, weshalb diese das Team in die Mine zu den anderen führt. Dort besteht zunächst Skepsis, da einige an eine Falle von Screamers glauben, von denen es unterschiedliche Arten gebe, die auch teilweise gegeneinander kämpfen. Neueste Modelle seien nicht mehr von Menschen unterscheidbar. Durch einen Schnitt in die Hand von Bronte, deren Blut er anschließend kostet und für echt erachtet, ist Guy als einer der Wortführer und Auslöser des Signals von der Mission überzeugt und verspricht Hilfe.
Bronte entdeckt unterdessen drei festgehaltene junge Menschen in einer Kammer der Mine, neben Knochen und einem Seziertisch. Sie und ihr Team gehen von Kannibalismus der in der Mine lebenden Menschen aus und befreien die drei um Hilfe flehenden Personen. Kurz nach ihrer Befreiung entpuppen sich die drei jedoch als Screamers und töten das Teammitglied Danielli und einige der Minenbewohner, ehe sie neutralisiert werden können. Etwa gleichzeitig dringen auch andere Screamers in die Mine ein, worauf Guy die Zerstörung der Anlage einleitet. Nur vier der Teammitglieder, Guy und die durch Bronte gerettete Frau Hannah schaffen es ins Freie. Guy macht Commander Sexton auf ein ausgebombtes Umspannwerk aufmerksam, wo man eventuell Brennstoff für das Raumschiff beschaffen könne. Die folgende Nacht verbringen die Überlebenden in einer Mine auf der anderen Seite des Berges. Dort teilt Bronte im Gespräch mit Guy mit, dass Colonel Hendricksson ihr Vater gewesen sei und sie sich für diese Mission freiwillig gemeldet habe, um vielleicht mehr über seinen Tod herauszufinden. Danach kommen sich Guy und Bronte körperlich näher.
Am sechsten Tag der Mission erreicht die Gruppe das genannte Umspannwerk. Dort setzt Hannah unerwartet Guy ein Messer an den Hals und teilt mit, der Gruppe nun beweisen zu wollen, dass dieser kein Mensch sei. Kurz zuvor und auch am Vorabend hatte sie Bronte darauf aufmerksam gemacht, dass Guy ihrer Ansicht nach nie etwas ohne Grund mache und auch nicht schlafen würde. Während der folgenden Auseinandersetzung wird Hannah jedoch von Sexton getötet, wobei die Sanitäterin Schwartz noch einen Moment bei der Leiche zurückbleiben möchte; sie wird kurz darauf von einem Screamer getötet. Die Screamers verfolgen die restliche Gruppe anschließend durch einen Schacht, wo sie von einem plötzlich auftauchenden, maskierten Mann, der die Rettungsmission seit ihrer Ankunft beobachtet hatte, in einen abgesicherten Raum gerettet werden. Der Mann stellt sich als Eugene Orsow vor und teilt mit, ein Freund des Vaters von Bronte und Erfinder der Screamers gewesen zu sein. Bronte findet nun auch heraus, dass Sexton die heruntergeladenen Daten der Screamers auf der Erde zu Geld machen will und gibt ihm zu verstehen, sich daran nicht beteiligen zu wollen.
Entgegen den Beteuerungen von Orsow, es gebe vor Ort keine Brennstoffzellen, findet Sexton heraus, dass Orsow diese zum Betrieb seines Generators verwendet, der ihm die Stromversorgung gewährleistet. Orsow, der angibt, verhindern zu wollen, dass die Gruppe und damit möglicherweise auch Screamers zur Erde gelangen, wird daraufhin von Sexton getötet, der die Brennstoffzellen des Generators entnimmt und dadurch zum Zusammenbruch des Sicherheitssystems beiträgt. Der eigentlich getötete Danielli taucht plötzlich im gesicherten Raum auf, entpuppt sich als Screamer und tötet das Teammitglied Madden und dann auch Sexton, bevor er von Bronte neutralisiert werden kann. Guy und Bronte fliehen anschließend mit den Brennstoffzellen aus der Anlage, kurz bevor diese durch eine Explosion zerstört wird. Bronte und Guy stellen am Beispiel von Danielli fest, dass die Screamers offenbar in der Lage sind, biomechanische Implantate in Menschen zu integrieren, was die Entstehung von Hybriden, halb Mensch und halb Maschine, ermögliche. Zurück an Bord der Medusa treffen sie auf den zum Screamer gewordenen Madden, der Bronte dazu auffordert, sich „ihnen“ als Teil einer Evolution anzuschließen. Guy, der einwendet, dass die Screamers nur Bronte’s Fähigkeiten als Pilotin benötigen, um zur Erde zu gelangen, neutralisiert Madden daraufhin mit einer von Orsow entwickelten Waffe.
Nach zweimonatiger Flugzeit im Kälteschlaf, vor Erreichen der Erde, stellt Bronte fest, dass sie schwanger und das Baby ungewöhnlich schnell gewachsen ist. Guy teilt ihr daraufhin mit, dass „er“ der erste sei und es niemanden wie „ihn“ geben wird. Bronte erkennt daraufhin, dass sie mit einem Screamer schwanger ist. Der Film endet mit dem Einspann „Der Anfang...“.
Kritik
„Bei einem Direct-to-DVD-Sequel wie diesem weiss man eigentlich schon im Vorfeld, was einen erwartet. In der Beziehung wird man nicht enttäuscht. Technisch ist das Sequel angesichts des niedrigen Budgets durchaus gut und kann mit ein paar überzeugenden Effekten aufwarten. Allerdings krankt der Film an der hanebüchenen Story, die man erstens schon mehrere Dutzend Male zuvor gesehen hat und die zweitens am eigentlichen Punkt vorbei geht. Ein ‚Screamers‘-Film sollte weniger auf Monsteraction setzen, sondern vielmehr mit einem Gefühl der Paranoia arbeiten. Doch gerade das wird hier nicht einmal ansatzweise ausgespielt. Ein Versäumnis, wenn man bedenkt, dass Screamers nun menschliche Gestalt annehmen können. Das Finale ist recht vorhersehbar und bereitet den Boden für die nächste Fortsetzung. Die Dialoge sind teils extrem lächerlich, korrelieren aber sehr gut mit irrationalem Verhalten der Figuren. Ach ja, Hauptdarstellerin Gina Holden war auch schon in noch trashigerer Science Fiction aktiv: Sie spielte Dale Arden in der kurzlebigen Flash-Gordon-Serie. Fazit: Killerroboter und viel Action – wer nicht mehr erwartet, ist hier gut bedient.“