Sebastian Walter (Politiker, 1990)

deutscher Politiker (Die Linke), MdL From Wikipedia, the free encyclopedia

Sebastian Walter (* 21. April 1990 in Eberswalde-Finow) ist ein deutscher Politiker (Die Linke). Von 2019 bis 2024 war er Mitglied des Landtags Brandenburg und Vorsitzender der dortigen Linksfraktion. Von 2022 bis 2025 war er neben Katharina Slanina Vorsitzender von Die Linke Brandenburg gewählt.

Sebastian Walter (2022)

Leben

Walter wuchs in Britz (bei Eberswalde) auf.[1] Nach einem Bachelor-Studium mit Lehramtsoption in den Fächern Geschichte und Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde an der Universität Potsdam war Sebastian Walter von 2016 bis 2019 als Gewerkschaftssekretär des DGB und als dessen Regionalgeschäftsführer in Ostbrandenburg tätig. Aktuell (2025) arbeitet er in der DGB-Zentrale Berlin-Brandenburg beim DGB-Bundesvorstand in der Stabsstelle „Demokratiearbeit“.[2]

Sebastian Walter ist verheiratet und hat einen Sohn.[3]

Politik

Walter engagierte sich bereits als Jugendlicher in der Linksjugend. Von 2012 bis 2016 war er stellvertretender Vorsitzender seiner Partei in Brandenburg. Von 2017 bis 2024 gehörte er dem Kreistag des Landkreises Barnim an.[4] Seit 2019 ist er Mitglied in der Stadtverordnetenversammlung Eberswalde.[4] Bei der Landtagswahl in Brandenburg 2019 erhielt er ein Mandat im Landtag Brandenburg und wurde daraufhin gemeinsam mit Kathrin Dannenberg Fraktionsvorsitzender der Partei Die Linke im Brandenburgischen Landtag. Im Februar 2021 wurde er alleiniger Fraktionsvorsitzender.[5] Für die Fraktion war Walter Sprecher für Wirtschaftspolitik, Energiepolitik, Digitalisierung und Arbeitsmarkt.

2022 wurde er gemeinsam mit Katharina Slanina zum Landesvorsitzender der Partei Die Linke in Brandenburg gewählt.[6] Im Dezember 2025 trat er von dieser Funktion zurück.[2]

Am 23. November 2023 nannte Walter die AfD-Abgeordneten Hans-Christoph Berndt und Andreas Galau während einer Debatte über Antisemitismus im Landtag „Nazischwein“.[7] In der Plenardebatte sagte Walter, dass „Nie wieder“ nach Auschwitz Verpflichtung sei, auch für ihn persönlich als „Enkel eines Täters, eines Waffen-SS-Offiziers“.[8]

Bei der Landtagswahl 2024 trat er als Spitzenkandidat seiner Partei an.[9] Mit 3,0 % verfehlte Die Linke den Wiedereinzug in den Landtag; Walter sprach diesbezüglich von einer „persönlichen Niederlage“.[10]

Einzelnachweise

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