Sebastián Losada

spanischer Fußballspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Sebastián Losada Bestard (* 3. September 1967 in Madrid) ist ein ehemaliger spanischer Fußballspieler. Der Stürmer, der mit Real Madrid Meister und Pokalsieger wurde, bestritt ein Länderspiel für die spanische A-Nationalmannschaft.

Schnelle Fakten Personalia, Herren ...
Sebastián Losada
Personalia
Geburtstag 3. September 1967
Geburtsort Madrid, Spanien
Größe 180 cm
Position Sturm
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1984–1991 Real Madrid 38 (13)
1984–1987 Real Madrid Castilla 63 (18)
1987–1988 Espanyol Barcelona (Leihe) 28 (8)
1991–1992 Atlético Madrid 9 (1)
1992–1993 FC Sevilla 3 (0)
1993–1995 Celta Vigo 53 (12)
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Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1983 Spanien (U16) 5 (3)
1984–1986 Spanien (U18) 10 (5)
1985 Spanien (U19) 1 (0)
1985 Spanien (U20) 5 (3)
1988–1990 Spanien (U21) 7 (1)
1995 Spanien 1 (0)
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1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
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Sportlicher Werdegang

Losada entstammt der Jugend von Real Madrid, wo er sich über die Reservemannschaft Castilla CF und die spanischen Juniorennationalmannschaften − unter anderem erreichte er bei der Junioren-Fußballweltmeisterschaft 1985 das Finalspiel und gehörte mit drei Turniertoren zu den insgesamt sieben Torschützenkönigen − für die Wettkampfmannschaft empfahl. Dabei kam er unter Amancio Amaro Varela und Luis Molowny als Teenager zu unregelmäßigen Spieleinsätzen, beim Meisterschaftsgewinn in der Spielzeit 1986/87 unter Leo Beenhakker blieb er ohne Einsatzminute. Daher wurde er für die Spielzeit 1987/88 innerhalb der Primera División an den Vorjahresdritten Espanyol Barcelona verliehen. Während er in der Liga mit acht Toren in 28 Saisonspielen zum Erreichen des 15. Tabellenplatzes beitrug, zog er mit der Mannschaft im UEFA-Pokal 1987/88 ins Endspiel ein. Im von Dušan Krchňák geleiteten Hinspiel gewannen die Spanier das Duell mit Bayer 04 Leverkusen, Losada glänzte dabei als Doppeltorschütze. Im von Jan Keizer gepfiffenen Rückspiel hielt die von Javier Clemente trainierte Mannschaft bis kurz nach der Pause ein 0:0, ehe Tita, Falko Götz und Cha Bum-kun den Hinspielstand egalisierten und die Entscheidung im Elfmeterschießen fiel. Nachdem Thomas N’Kono den ersten Bayer-Strafstoß von Ralf Falkenmayer gehalten hatte, verschoss Santiago Urquiaga und Rüdiger Vollborn parierte gegen Manuel Zúñiga. Klaus Täuber brachte anschließend Bayer 04 wieder in Front, ehe Losada seinen Elfmeter über das Tor schoss und damit vorzeitig die Entscheidung zugunsten des deutschen Teams gefallen war.

Losada kehrte anschließend zu Real Madrid zurück, kam aber weder unter Beenhakker, noch dessen Nachfolgern John Toshack, Alfredo Di Stéfano und Radomir Antić dauerhaft über die Rolle eines Ergänzungsspielers hinaus. So bestritt er beim Doublegewinn 1989 in der Meisterschaft acht Spiele und erzielte dabei drei Tore, im Endspiel um die Copa del Rey 1988/89 saß er beim 1:0-Erfolg über Real Valladolid die gesamte Spieldauer nur auf der Ersatzbank. Bei der Titelverteidigung in der Meisterschaft 1989/90 erzielte er acht Tore in 16 Saisonspielen.

1991 wechselte Losada zum Lokalrivalen Atlético Madrid, konnte sich aber auch hier nach einer Dauerfehde mit Präsident Jesús Gil nicht durchsetzen. Beim Gewinn des Endspiels der Copa del Rey 1991/92 gegen den Ex-Klub Real Madrid durch Tore von Bernd Schuster und Paulo Futre gehörte er nicht zum Finalkader von Luis Aragonés. Anschließend gehörte er neben Diego Maradona zu den Neuverpflichtungen des FC Sevilla, schaffte es aber auch hier nicht zum Stammspieler. Daher ging er nach einem Jahr zu Celta Vigo. Dort reüssierte er im Angriff des Klubs und wurde im Januar 1995 von Javier Clemente in die spanische Nationalelf berufen, als diese sich mit Uruguay maß.

Parallel hatte Losada ein Studium der Rechtswissenschaft absolviert. Nach erfolgreichem Abschluss beendete er im Sommer 1995 seine aktive Laufbahn und widmete sich fortan einer Tätigkeit als Rechtsanwalt.

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