Sechstagerennen Köln

Bahnradsport-Wettbewerb in Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Kölner Sechstagerennen war ein Sechstagerennen, welches 46-mal zwischen 1928 und 1998 ausgetragen wurde.

Schnelle Fakten
Sechstagerennen Köln
Radrennbahn Rheinlandhalle; Kölner Sporthalle
Stadt Köln
Austragungsland Deutschland Deutschland
Austragungszeitraum 1928–1998
Wettbewerbe Zweier-Mannschaftsfahren
Etappen 6
   
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Sechstagerennen in der Rheinlandhalle

In der erst im Oktober 1928 fertig umgebauten Rheinlandhalle in Köln-Ehrenfeld fiel am 2. November 1928[1] der Startschuss für das erste Kölner Sechstagerennen. Die 166,66 Meter (6 Runden = 1 km) lange Radrennbahn aus Holz war vom Münsteraner Radrennfahrer und Architekten Clemens Schürmann geplant worden.[2] Das Sportereignis wurde von der Westdeutschen Rundfunk AG (WERAG) übertragen, Kommentator war Bernhard Ernst. Er war bekannt für seine packende Live-Berichterstattung[3] von allen möglichen Sportereignissen.

Das Rennen dauerte sechs Nachmittage und sieben Nächte. Die Zuschauer kauften Tickets, die für einige Stunden gültig waren, dann wurde geräumt und mit neuen Tickets konnte man wieder rein. Währenddessen fuhren die Fahrer weiter. An den Vormittagen gab es keine Rennen, das war auch die Zeit wann die Fahrer für einige Stunden Schlafen konnten.[1]

Bei diesem ersten Bahn-Radrennen gewann das Zweier-Team der Kölner Lokalmatadoren Gottfried Hürtgen und Viktor Rausch. Willi Ostermann textete: „Das war ein Spurt, das war ein Spürtchen, es lebe Rausch, es lebe Hürtgen!“[4] Die „schwarzen Husaren“[4] Rausch/Hürtgen konnten mit der Austragung von 1930 das Kölner Sechstagerennen ein zweites Mal für sich entscheiden. In diesem Jahr wurde das Rennen von der Schauspielerin Friedl Münzer angeschossen,[5] die wenige Jahre später wegen ihrer jüdischen Wurzeln untertauchen musste.[6]

Das letzte Rennen vor dem Zweiten Weltkrieg fand 1933 statt. Die NS-Sportführung hatte die Regeln für Sechstagerennen so geändert, dass sie finanziell nicht mehr lukrativ waren; auch stand ein mögliches Verbot im Raum.

Kölner Sporthalle

Nach dem Krieg fanden die Sechstagerennen ab 1958 in der Kölner Sporthalle auf dem Gelände der KölnMesse statt. Veranstaltet wurden sie von der Kölner Sportstätten GmbH, die der Stadt gehört. Die dortige Holzbahn war ausbaubar, 166,66 Meter lang und hatte eine Kurvenüberhöhung von 54 Grad. Konzipiert hatte sie Herbert Schürmann, Sohn von Clemens Schürmann. Auf dieser Bahn fanden Sechstagerennen bis 1998 statt. Die Sporthalle wurde 1999 abgerissen, und in der als Ersatz für diesen Veranstaltungsort gedachten Kölnarena war keine Radrennbahn vorgesehen.

Erfolgreichster Fahrer in Köln war Albert Fritz mit sechs Siegen. Die Veranstalter des Rennens ermöglichten bereits 1964 den Amateuren ein Sechstagerennen, das unter dem Namen „Großer Preis der Kölner Sporthalle“ stattfand. Es war zunächst ein Zweier-Mannschaftsfahren über jeweils eine Stunde mit der Wertung nach Sechstageart.[7]

Neue Pläne

Im November 2010 wurde bekannt, dass der Journalist Christian Stoll gemeinsam mit dem niederländischen Veranstalter Frank Boelé eine Neuauflage des Kölner Sechstagerennens für November 2012 plane. Das Rennen sollte auf einer mobilen Bahn in einer Halle der Messe stattfinden.[8] Als Sportlicher Leiter wurde Erik Zabel vorgestellt.[9] Im Februar 2012 wurde das Rennen wegen einer schweren Erkrankung von Stoll abgesagt und für 2013 angekündigt.[10] Es war dann für 7. November 2013 bis 12. November 2013 geplant, aber erneut abgesagt.[11]

Palmarès

Einzelnachweise

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