Seed-and-Soil-Theorie
Theorie
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Die Seed-and-Soil-Theorie (von engl. seed = ‚Saat‘ und soil = ‚Ackerboden‘) ist eine Theorie aus dem Gebiet der Onkologie. Die Seed-and-Soil-Theorie liefert ein Erklärungsmodell für die Metastasierung (Absiedlung) von Tumorzellen eines Primärtumors in bestimmte Organe.
Beschreibung
Die Seed-and-Soil-Theorie besagt, dass abgesiedelte Tumorzellen (Seed) über das Gefäßsystem verteilt werden, sich aber nur dort zu Metastasen entwickeln können, wo die Tumorzellen besonders günstige Bedingungen (Soil) finden.[1][2]
Bis heute hat die Seed-and-Soil-Theorie der Metastasierung weitgehend Gültigkeit; insbesondere für Knochenmetastasen.[3][4][5]
Geschichtliches
Der englische Chirurg Stephen Paget stellte die Seed-and-Soil-Theorie 1889 auf.[6][7] Er beobachtete bei einer Vielzahl von Brustkrebserkrankungen, dass diese überproportional oft Knochenmetastasen zur Folge haben. Er schloss daraus, dass bei der Metastasierung das Zielorgan – im Beispiel Brustkrebs das Skelettsystem – eine wesentliche aktive Rolle spielt. Die Idee zu dieser Theorie schrieb Paget allerdings ausdrücklich Ernst Fuchs[8] zu.[9]