Seeing Red

Film von Jim Klein (1983) From Wikipedia, the free encyclopedia

Seeing Red ist ein US-amerikanischer Dokumentarfilm von Julia Reichert und Jim Klein über US-amerikanische Kommunisten aus dem Jahr 1983. Der Film war bei der Oscarverleihung 1984 in der Kategorie Dokumentarlangfilm für einen Oscar nominiert.

TitelSeeing Red
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1983
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Seeing Red
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1983
Länge 100 Minuten
Stab
Regie Julia Reichert, Jim Klein (als „James Klein“)
Produktion Julia Reichert
Kamera Martin Duckworth, Stephen Lighthill, Sandi Sissel
Schnitt Julia Reichert, Jim Klein (beide ungenannt)
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Inhalt

Die Dokumentarfilmer präsentieren Interviews mit Kommunisten in den Vereinigten Staaten, ergänzt um ältere Aufnahmen, etwa ihre Aussagen vor dem Komitee für unamerikanische Umtriebe, Kinder bei Maiumzügen oder Geburtstagskuchen mit Hammer und Sichel. Diese Personen wurden jeweils gefragt, weshalb sie der Kommunistischen Partei beitraten, wie sie auf Offenlegungen über den Stalinismus nach Chruschtschows Rede 1956 reagierten, und wie ihr weiteres Leben verlaufen sei. Dem gegenübergestellt wurden Archivaufnahmen von Ronald Reagan, J. Edgar Hoover und Richard Nixon.

Hintergrund

Reichert und Klein arbeiteten bereits seit über zehn Jahren zusammen als Dokumentarfilmer, als der Film entstand und waren privat Eltern eines gemeinsamen Kindes. Sie hatten keine persönlichen Bindungen zu den Kommunisten – Julia Reichert entstammt etwa einer republikanisch geprägten Familie und hatte als Studentin Barry Goldwater unterstützt. Nach ihren Angaben sei der Film entstanden, weil sie sowenig darüber wussten.[1]

Das Paar hatte mit etwa vierhundert Personen Kontakt aufgenommen, bevor die gezeigten 15 Interviews ausgewählt wurden. Etliche ehemalige Kommunisten hatten es abgelehnt gezeigt zu werden, ein ablehnendes Telefongespräch ist im Film enthalten.[1]

Rezeption

Anlässlich der Aufführung des Films beim New York Film Festival im Oktober 1983 schrieb Janet Maslin in der New York Times, dass die Aufnahmen nachsichtig und mehr oder weniger unkritisch präsentiert würden, selbst wo Rechtfertigungen Nachfragen angeboten hätten. Der Anspruch ein breites Themenspektrum abzustecken führe zu einer Skizzenhaftigkeit. Der Film sei weniger dazu geeignet einen Überblick zu geben, als dazu persönliche Lebensgeschichten zu erzählen. Die Fähigkeit eine Beziehung zu den Interviewpartnern aufzubauen sei deutlich besser ausgeprägt, als die Fähigkeit das Material aufzubereiten und zu analysieren.[2]

Im Christian Science Monitor hob David Sterritt hervor, dass Reich und Kleinert bei der Darstellung der Geschichte der Kommunistischen Partei in den USA von ihrem Höhepunkt in den 1930ern und 1940ern bis zum Kollaps in den 1950ern die Parteiführer umgangen hätten und sich direkt an einfache Parteimitglieder gewandt hätten. Ihr Ansatz sei betont subjektiv. Objekt des Films seien menschliche Gefühle, Hoffnungen und Ziele. Widersprüche innerhalb der Partei würden dabei deutlich. Es entstünde dabei ein Kontrast von bekannten Antikommunisten einerseits und unbekannten Aktivisten und Pete Seeger andererseits.[1]

Ehrungen

  • 1984 Nominierung für den Oscar als Bester Dokumentarfilm[3]

Einzelnachweise

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