Segellore

vom Wind angetriebenes Schienenfahrzeug From Wikipedia, the free encyclopedia

Eine Segellore ist ein vom Wind angetriebenes Schienenfahrzeug.[1]

Segelloren auf der Camber Railway auf den Falklandinseln
Segellore an der Herne Bay Pier, 1855

Beispiele

Nachbauten

Ffestiniog Railway: Nachbau von Spooners Boot

Im Jahr 2005 wurde ein Nachbau von Spooners Boot für die Ffestiniog Railway in Nordwales gebaut und dort in Betrieb genommen.[8] Das Original wurde bereits vor 1864 sowohl als Inspektionsfahrzeug als auch als Privatfahrzeug der Familie Spooner gebaut. Es verunglückte, als Charles Easton Spooner die Regeln zur Streckensicherung mittels eines stabförmigen Tokens missachtete und es in der Nähe des Tunnels mit einem entgegenkommenden Zug kollidierte. Zwei Fahrgäste wurden dabei schwer verletzt und waren anschließend bettlägerig.[9][10][11]

Fiktion

Die Digedags benutzten bei ihrer Rückreise aus den Rocky Mountains eine Segellore. Nachdem ihr Zug der Red-River-Bahnlinie mitten in der Wüste von Eisenbahnräubern gestoppt und ausgeraubt wurde, wurde ihr Waggon in der Wüste im Stich gelassen. Anders als ihre Mitreisenden wanderten die Digedags entlang der Gleise der Endstation entgegen. Bei einer verlassenen Baustelle fanden sie neben den Gleisen eine aufgegebene Lore. Sie wuchteten diese aufs Gleis und bastelten daraus mit Latten, Stricken und einer Zeltplane eine Segellore. Damit fuhren sie zur Endstation der Bahn und veranlassten eine Expedition zur Rettung der gestrandeten Mitreisenden.[12]

Die Darstellung der fahrenden Segellore ist einer Abbildung im 1955 erstmals erschienenen Buch The American West - The Pictorial Epic of a Continent von Lucius Beebe und Charles Clegg nachempfunden, das für viele Zeichnungen der Amerika-Serie Vorbild war.[13][12]

Einzelnachweise

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