Sein Störenfried
deutsches Stummfilmlustspiel aus dem Jahre 1914 von Franz Hofer
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Sein Störenfried ist ein deutsches Stummfilmlustspiel aus dem Jahre 1914 von Franz Hofer.
| Film | |
| Titel | Sein Störenfried |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 1914 |
| Länge | ca. 54 Minuten |
| Produktionsunternehmen | Luna-Film, Berlin |
| Stab | |
| Regie | Franz Hofer |
| Drehbuch | Franz Hofer |
| Produktion | Max Maschke |
| Kamera | Gotthardt Wolf |
| Besetzung | |
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Handlung
Eine junge Komtesse ist ein übermütiger Wildfang und kesser Backfisch, der sich kaum bändigen lässt und ihrem Onkel schwer auf die Nerven geht. Die junge Frau wird bei einem Besuch regelrecht zu seinem Störenfried, wie der Filmtitel verheißt. Da sie keine Grenzen zu kennen scheint, sorgt der Onkel dafür, dass seine Nichte in ein Mädchenpensionat gesteckt wird, auf dass man ihr dort Manieren beibringt.
Als seine Gattin früh verstirbt, kommt es zu einem Wiedersehen der beiden bislang unverträglichen Verwandten. Die Komtesse hat während ihrer Abwesenheit ihren letzten gesellschaftlichen Schliff erhalten, und die junge Gräfin und ihr Onkel erkennen, dass beiden doch sehr viel aneinander liegt. Man verliebt sich ineinander und heiratet schließlich.
Produktionsnotizen
Sein Störenfried, zum Jahresbeginn 1914 entstanden, passierte die Zensur im Juni desselben Jahres und erlebte seine Uraufführung zu Beginn des Ersten Weltkriegs. Die Länge des Zweiakters betrug etwa 990 Meter. In Österreich-Ungarn lief der Streifen zum Jahresbeginn 1915 an.
Die Filmbauten gestaltete Fritz Kraencke.
Wissenswertes
Dorrit Weixler und Franz Schwaiger waren unmittelbar vor Kriegsausbruch 1914 mehrfach Filmpartner. Ihren letzten großen Erfolg hatten die beiden 1914 in dem Lustspiel Fräulein Piccolo, ebenfalls unter Hofers Regie.
Kritiken
Die Presse zeigte sich wie üblich bei Weixler-Hofer-Lustspielen überwiegend verzückt:
Die Kinematographische Rundschau nannte das Lustspiel ein „Glanzwerk“ und „eine feine Harmlosigkeit, der es aber nicht an Pointen fehlt, die gute Laune machen“ und konstatierte abschließend „eine geschickt durchgeführte Detailschilderung.“[1].
Die Villacher Zeitung lobte: „Die Weixler versteht es vorzüglich, das tolle ausgelassene Kind wiederzugeben, dann den liebenswürdigen und unliebenswürdigen Backfisch, das Erwachen des Weibes und den Übergang des Backfisches zur instinktiven Liebe. Ihre Komtesse in ‚Sein Störenfried‘ ist ein Kabinettstück ersten Ranges.“[2].
Für die Bosnische Post handelte es sich um ein „herziges Lustspiel“.[3]