Serpico (Film)

Film von Sidney Lumet (1973) From Wikipedia, the free encyclopedia

Serpico ist ein US-amerikanischer Polizeifilm über Leben und Karriere des New Yorker Polizisten Frank Serpico, verkörpert von Al Pacino. Der Film, der Anfang der 1970er Jahre als einer der ersten Filme die Korruption in der US-amerikanischen Polizei anprangerte, entstand 1973 unter der Regie von Sidney Lumet nach der gleichnamigen Bestseller-Biografie von Peter Maas.

TitelSerpico
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1973
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Serpico
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1973
Länge 130 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Sidney Lumet
Drehbuch
Produktion Martin Bregman
Musik Mikis Theodorakis
Kamera Arthur J. Ornitz
Schnitt
Besetzung
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1976 folgte eine gleichnamige 15-teilige Fernsehserie mit David Birney als Serpico.

Handlung

Francesco Vincent „Frank“ Serpico geht 1959 voller Elan zum New York City Police Department; seit seinen Kindertagen träumt er davon, Polizist zu werden. Als sein Traum sich dann erfüllt, muss er jedoch schnell feststellen, wie es bei der Polizei wirklich zugeht: Kollegen misshandeln Verdächtige und streichen Schmiergelder ein. Wer sich weigert mitzumachen, wird schnell zum Außenseiter und von den eigenen Kollegen unter Druck gesetzt.

Serpico versucht, die Missstände zu melden, aber seine Vorgesetzten reagieren nur wenig und halten ihn hin. Zehn Jahre lang wandert er von Revier zu Revier und leidet unter dem ständigen Misstrauen der anderen Beamten. Auch privat kommt er mit anderen Leuten und wechselnden Freundinnen nur schwer zurecht, immer wieder leiden seine Mitmenschen unter seinem aufbrausenden Temperament.

Schließlich wenden er und einige wenige Vertraute sich an das Büro des Bürgermeisters. Aber selbst dort treffen sie auf taube Ohren – bis sie ihre Geschichte einem Reporter der New York Times erzählen und die Zeitung eine Titelgeschichte druckt. Nun wird ein Sonderausschuss gebildet und umfangreiche Ermittlungen beginnen. Serpico wird erneut versetzt und wenig später bei einem Einsatz angeschossen.

Die Verletzung überlebt er nur knapp, Hörschäden und Lähmungen bleiben zurück, aber er erhält endlich die langersehnte Beförderung zum Detective – die er verbittert ablehnt. Er sagt vor dem Ausschuss aus und bringt seine Hoffnung zum Ausdruck, ein Klima zu schaffen, in dem Polizisten sich künftig trauen, Korruption in den eigenen Reihen zu melden.

1972 scheidet er aus dem Polizeidienst aus.

Hintergrund

Der Film wurde in umgekehrter Reihenfolge gedreht. Al Pacino ließ sich einen Vollbart stehen, der dann für jede Szene, die in der Chronologie des Films früher spielte, ein wenig kürzer getrimmt wurde.

Frank Serpico erlebte die meisten Ereignisse so wie im Film dargestellt. Nach seinem Ausscheiden aus dem Polizeidienst ging er für ein Jahrzehnt nach Europa. Nach Anfeindungen von Polizisten und dem überraschenden Krebstod seiner vierten und letzten Frau Marianne verfiel er in Depressionen.

1980 kehrte er nach New York zurück. Bis heute setzt er sich öffentlich für Bürgerrechte und gegen Polizeigewalt und Korruption ein. 2012 sagte er in einem Interview, dass Al Pacino die Figur des Serpico „besser als ich selbst“ gespielt habe.[2]

Kritiken

Weitere Informationen Quelle, Bewertung ...
Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes (Tomatometer) 93 %[3]
Metacritic (Metascore) 83/100[4]
AllMovie SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[5]
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Serpico erhielt ein sehr gutes Presseecho, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes fast ausschließlich freundliche Besprechungen und ordnet den Film damit als „Verbrieft Frisch“ ein.[3.1] Metacritic ermittelt aus den vorliegenden Bewertungen „Einhelliges Lob“ und stuft ihn als „Pflichtprogramm“ ein.[4.1]

„Sidney Lumets schonungsloser Tatsachen-Thriller zählt zu den großen Würfen des New Hollywood. Und Al Pacinos Porträt des fusselbärtig-hippiesken Idealisten zu den grandiosen Leistungen seiner Karriere.“

Stern

„Spektakulär die im Genre populären Action-Sequenzen an Originaldrehorten.“

VideoWoche

„Der düstere Copthriller von Sidney Lumet beruht auf einem authentischen Fall. […] Fazit: Schonungslos ernüchternd, grandios gespielt“

Auszeichnungen

  • Oscar-Nominierungen:
    • Al Pacino (Bester Hauptdarsteller)
    • Bestes Drehbuch
  • Writers Guild of America, Preis für das beste Drehbuch (Drama)
  • Grammy-Nominierung für Mikis Theodorakis (Bester Soundtrack)
  • BAFTA-Nominierung für Mikis Theodorakis (Bester Soundtrack)
  • BAFTA-Nominierung für Al Pacino (Bester Hauptdarsteller)
  • BAFTA, Preis für Sidney Lumet (Beste Regie)
  • Directors Guild of America, Sidney Lumet (Beste Regie)
  • Golden-Globe-Nominierung für den besten Film
  • Golden Globe für Al Pacino als bester Hauptdarsteller (Drama)[7]
  • Das American Film Institute wählte die Figur Frank Serpico auf Platz 40 der größten Helden der US-amerikanischen Filmgeschichte
  • Das American Film Institute wählte den Film Serpico auf Platz 84 der inspirierendsten Filme der US-amerikanischen Filmgeschichte

Einzelnachweise

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