Severino Minelli

Schweizer Fussballspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Severino «Sevi» Minelli (* 6. September 1909 in Küsnacht; † 23. September 1994) war ein Schweizer Fussballspieler.

Schnelle Fakten Personalia, Junioren ...
Severino Minelli
Personalia
Voller Name Severino «Sevi» Minelli
Geburtstag 6. September 1909
Geburtsort Küsnacht, Schweiz
Sterbedatum 23. September 1994
Sterbeort Küsnacht, Schweiz
Größe 174 cm
Position Verteidigung
Junioren
Jahre Station
bis 1929 FC Küsnacht
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1929–1930 Servette FC 22 (8)
1930–1943 Grasshopper Club Zürich 247 (11)
1944–1946 FC Zürich 31 (1)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1931–1943 Schweiz 80 (0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
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Persönliches

Minelli wurde in Küsnacht geboren und wuchs als Sohn italienischer Einwanderer am Zürichsee auf. Seine Familie war vermutlich um 1900 im Zuge des Baus der Gotthardbahn in die Schweiz gekommen. Aufgrund seiner Herkunft hätte er auch für die italienische Nationalmannschaft spielen können. Deren Trainer, Vittorio Pozzo, reiste eigens nach Küsnacht, um ihn von einem Wechsel zu überzeugen. Minelli entschied sich jedoch gegen die damals beste Nationalmannschaft der Zeit und für die Schweiz.[1]

Karriere

Minelli wurde am rechten Zürichseeufer in Küsnacht geboren, wo er beim lokalen FC Küsnacht seine Fussballer-Karriere begann.

Der auf der Position des Verteidigers eingesetzte Minelli[2] spielte danach für den Servette FC. Nach drei Jahren und einem Titel kehrte er nach Zürich zurück. Er wechselte zum Grasshopper-Club, bei dem er zu einem der berühmtesten Spieler avancierte. Minelli holte, von 1930 bis 1943, beim GCZ fünf Meisterschaften und acht Cupsiege. Mit 80 Länderspielen war er lange Zeit Schweizer Rekordinternationaler. Er nahm an den Weltmeisterschaften 1934 und 1938 teil.

Der von seinen Vorfahren aus Bergamo mit dem italienischen Temperament versehene Minelli zählte in seinem Zenit zum Kreis der Weltklasse-Verteidiger, dem etwa auch die Briten Male und Hapgood, der Deutsche Janes, der Österreicher Sesta sowie die Italiener Rosetta, Caligaris, Foni und Rava angehörten.

Minelli machte insgesamt 80 Länderspiele für die Schweiz. Am 12. November 1939 löste er mit seinem 69. Spiel den Ungarn Imre Schlosser und seinen Landsmann Max Abegglen als Europarekordler und am 31. März 1940 mit seinem 70. Länderspiel den Uruguayer Ángel Romano[3] als Weltrekordhalter ab. Er steigerte den Rekord bis zum 14. Juni 1943 auf 80 Spiele und blieb 13 Jahre lang Rekordhalter, ehe er am 15. Juli 1956 durch den Ungarn Ferenc Puskás mit dessen 81. Länderspiel als Europa- und Weltrekordler abgelöst wurde. Er blieb Schweizer Rekordnationalspieler bis zum 16. Dezember 1987 und wurde dann von Heinz Hermann abgelöst.

Nach seiner Laufbahn gehörte Minelli von 1949 bis 1951 der Selektionskommission für die Schweizer Nationalmannschaft an. 1983 wurde er zum Ehrenmitglied des SFV ernannt.

Minelli war der Onkel des Rechtsanwalts und Journalisten Ludwig A. Minelli.[4]

Einzelnachweise und Fussnoten

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