Seán Milroy

irischer Politiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Seán Milroy (als englisch John Ignatius Milroy, * 1877 in Maryport, Cumberland, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland; † 30. November 1946 in Dublin) war ein irischer Politiker der Sinn Féin, der Cumann na nGaedheal und später der Fine Gael. Er war von August 1921 bis zu seinem Rücktritt im Oktober 1924 Teachta Dála (Abgeordneter) im Dáil Éireann, dem irischen Unterhaus, und von Dezember 1928 bis Mai 1936 sowie von April bis September 1938 Mitglied des Seanad Éireann des Oireachtas (irisches Parlament).

Seán Milroy (in den 1920er Jahren)

Biografie

Milroy wurde als Kind schottischer Eltern geboren und wurde Journalist. Als junger Mann ging er nach Cork. Dort freundete er sich mit Arthur Griffith an und wurde ein frühes Mitglied der Sinn Féin. Er schloss sich den Irish Volunteers an. 1915 hielt er eine Rede und rief die Iren auf, den Wehrdienst im Ersten Weltkrieg zu verweigern. Daraufhin wurde er für drei Monate inhaftiert. Während des Osteraufstands 1916 kämpfte er aktiv gegen die britische Armee und wurde etwas später durch die Briten inhaftiert. 1919 konnte er gemeinsam mit Seán McGarry und Éamon de Valera aus dem Gefängnis in Lincoln fliehen. Noch bei den Wahlen 1918 stand er auf dem Wahlzettel für den Wahlkreis Tyrone North-East, wurde aber wegen Wahlabsprachen nicht gewählt. Bei den Wahlen 1921 wurde er dann doch im Wahlkreis Cavan in den Dáil und für den Wahlkreis Fermanagh and Tyrone. Er gehörte zu den Befürwortern des anglo-irischen Vertrages. Den Sitz im Dáil konnte er bei den Wahlen 1922 und Wahlen 1923. Milroy trat der Cumann na nGaedheal bei. Wegen der Reaktion der Regierung auf eine Meuterei in den Streitkräften trat er am 30. Oktober 1924 von seinem Mandat im Dáil zurück. Er versuchte dann noch einmal bei der Nachwahl im März 1925 im Wahlkreis Dublin North, um den Sitz wiederzuerlangen. Dies scheiterte jedoch. Ohne Erfolg blieb er auch bei den Wahlen im Juni 1927.[1] Milroy wurde 1928 in den Seanad Éireann gewählt und konnte den Sitz bis zur Abschaffung des Seanads in früherer Form 1936 halten. Er nahm den Sitz zunächst als Mitglied der Cumann na nGaedheal wahr, mit dem Zusammenschluss von Cumann na nGaedheal mit der National Centre Party als Mitglied der Fine Gael. Nach dem Inkrafttreten der neuen Verfassung wurde er in den Seanad Éireann 1938 über die Arbeitsliste gewählt. Er verlor jedoch seinen Sitz bei den Wahlen zum Seanad nach den Wahlen 1938.

Literatur (Werkauswahl)

  • Memories of Mountjoy, 1917
  • The case of Ulster, 1923

Einzelnachweise

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