Shadow Cards

Kartenstichspiel From Wikipedia, the free encyclopedia

Shadow Cards ist ein strategisches Kartenstichspiel der Spieleautoren Christopher Haviland und Robert A. Kamp für zwei bis fünf Spieler aus dem Jahr 2025. Ähnlich wie bei dem Spiel Wizard versuchen die Spieler auch bei diesem Spiel ihre Stiche vorherzusagen, anders als dort müssen sie jedoch ihre erreichten Punkte prophezeien.

Schnelle Fakten Daten zum Spiel ...
Shadow Cards
Daten zum Spiel
Autor Christopher Haviland, Robert A. Kamp
Grafik Christian Effenberger
Verlag amigo
Erscheinungsjahr 2025
Art Kartenspiel, Stichspiel
Spieler 2–5
Dauer 30 bis 40 Minuten
Alter ab 10 Jahren
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Thema und Ausstattung

Bei dem Spiel handelt es sich um ein Kartenstichspiel. Als Hintergrundgeschichte wird der Konflikt von vier Stämmen - die magischen Ignis (rot), die grünen Smaragdschlangen, die gelben Wüstenklingen und die blauen Seelenschatten - um die so genannten „Shadow Cards“ aufgebaut; die Gestaltung der Karten folgt dieser Hintergrundgeschichte. Die Spieler versuchen in dem Spiel, vorherzusagen, wie viele Stichpunkte (nicht Stiche) sie im Spiel erreichen werden und bekommen entsprechend ihrer Vorhersage Punkte.[1]

Das Spielmaterial besteht neben der Spielanleitung aus 60 Spielkarten in den vier Farben Rot, Gelb, Blau und Grün mit den Kartenwerten 0 bis 14 sowie einem Wertungsblock.[1]

Spielweise

Zu Beginn des Spiels werden die Karten gemischt und entsprechend der Spielerzahl verteilt. Bei vier oder fünf Spielern werden sie dabei gleichmäßig verteilt, bei zwei und drei Spielern entspricht die Verteilung der bei vier Spielern; bei drei Spielern übernimmt ein Schattenspieler den vierten Kartensatz und bei zwei Spielern werden die ausgeteilten Karten für zwei nacheinander gespielte Runden genutzt.[1]

Nachdem alle Spieler ihre Handkarten aufgenommen haben, nutzen sie zwei Karten, bei zwei Spieler drei Karten, für die Vorhersage ihrer in der Runde zu erspielenden Stichpunkte, dafür wird der Kartenwert der beiden Karten addiert. Diese Karten legt jeder Spieler verdeckt vor sich ab.[1]

Die Regeln des eigentlichen Spiels entsprechen denen eines typischen Stichspiels: Ein Startspieler legt eine Karte aus seiner Hand aus und alle anderen haben Bedienpflicht; sie müssen also ebenfalls eine Karte der ausgespielten Farbe auslegen, wenn sie eine solche auf der Hand haben. Können sie nicht bedienen, können sie entweder eine rote Karte (Trumpf) oder eine Karte einer beliebigen anderen Farbe hinzulegen. Den Stich gewinnt der Spieler mit dem höchsten eingespielten Trumpf oder nachrangig der mit der höchsten Karte der angespielten Farbe.[1]

Der Gewinner des Stichs nimmt diesen zu sich und wählt aus den gewonnenen Karten eine, die als Punktekarte für die Stichpunkte gewertet werden soll. Er startet danach den nächsten Stich.[1]

Die Runde endet, wenn alle Spieler ihre Karten ausgespielt haben, also bei fünf Spielern nach 12 und bei drei oder vier Spielern nach 15 Runden. Danach werden die ausgewählten Stichpunkte aus den gewonnenen Stichen addiert und ergeben die Stichpunkte, die gegen die vorher abgegebene Vorhersage abgeglichen wird. Beide Werte werden in den Wertungsblock eingetragen. Die tatsächlichen Punkte für die Runde ergeben sich nun aus der Vorhersage und dem Ergebnis:[1]

  1. entsprechen die gewonnene Stichpunkte der Vorhersage, wird der Wert verdreifacht.
  2. hat der Spieler mehr Punkte als seine Vorhersage, bekommt er die Summe beider Werte als Punktzahl.
  3. hat der Spieler weniger Punkte als seine Vorhersage, bekommt er nur seine Stichpunkte als Punktzahl.
  4. hat ein Spieler gar keine Stichpunkte (Nullspiel), bekommt er den doppelten Wert der Vorhersage als Punktzahl.
  5. bei drei bis fünf Spielern: hat ein Spieler die meisten Punkte in der Runde, aber nicht seine Vorhersage erfüllt, bekommt er den Wert von drei Karten seiner Stichpunkte minus die restlichen Stichpunkte als Punktzahl.
  6. bei zwei Spielern: hat ein Spieler die meisten Punkte in der Runde, aber nicht seine Vorhersage erfüllt, bekommt er den Wert von fünf Karten seiner Stichpunkte minus die restlichen Stichpunkte als Punktzahl.

Das Gesamtspiel wird über drei Runden, bei zwei Spieler über vier Runden, gespielt. Gewinner ist der Spieler mit den meisten Punkte am Ende der dritten Runde.[1]

Veröffentlichung und Rezeption

Das Spiel Shadow Cards wurde von Christopher Haviland und Robert A. Kamp entwickelt und 2025 bei dem deutschen Verlag amigo veröffentlicht.[2]

Laut einer Rezension auf brettspielabend.net handele es sich bei Shadow Cards um „eines dieser Spiele, das ganz klar in die Kategorie klein aber oho fällt. Denn was nach einem simplen Kartenspiel aussieht, entpuppt sich sehr schnell als ganz schön anspruchsvoller Vertreter seines Genres“ bei dem „der Teufel […] einmal mehr im Detail“ steckt. „Abzuschätzen, wie viele Punkte man mit seinen Stichen erzielt, [sei] schon so eine Sache für sich. Dieses Ergebnis dann am Ende zu erreichen, ist dann die nächste Herausforderung, bei der nicht selten die Köpfe rauchen“[3] Laut den sofahelden tue man sich „bei den Voraussagen sehr schwer und es fühlt sich eher wie Zufall als Voraussagen […] an.“ Andererseits gäbe es „eine gewisse Taktik“ und „alleine das Ablegen von zwei Karten für die Voraussagen macht es spannend.“ Für die Rezensenten sei es eine 7 von 10 Punkten und sehr sicher kein Nachfolger für den Klassiker Wizard.[4]

Belege

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