Shirdi
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Shirdi (Hindi und Marathi शिर्डी; manchmal auch Sainagar) ist eine Pilgerstadt mit etwa 45.000 Einwohnern im indischen Bundesstaat Maharashtra. In Shirdi verstarb im Jahr 1918 der noch heute bei Hindus und Moslems gleichermaßen populäre Guru, Fakir und Philosoph Sai Baba.
| Shirdi शिर्डी | ||
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| Staat: | ||
| Bundesstaat: | Maharashtra | |
| Distrikt: | Ahmednagar | |
| Lage: | 19° 46′ N, 74° 29′ O | |
| Höhe: | 504 m | |
| Fläche: | 13 km² | |
| Einwohner: | 36.004 (2011) | |
| Bevölkerungs- dichte: | 2770 Ew./km² | |

Lage und Klima
Shirdi liegt in ca. 504 m Höhe in den östlichen Ausläufern der Westghats. Die Stadt liegt relativ zentral zwischen mehreren Großstädten im Hinterland – knapp 90 km (Fahrtstrecke) nördlich der Distrikthauptstadt Ahmednagar sowie ca. 55 km südöstlich von Nashik bzw. ca. 100 km westlich von Aurangabad. Das Klima ist meist trocken und warm; Regen (ca. 200–600 mm/Jahr) fällt nahezu ausschließlich während der sommerlichen Monsunzeit.
Bevölkerung
| Jahr | 1991 | 2001 | 2011 |
| Einwohner | 15.129 | 26.184 | 36.004[1] |
Ca. 82,5 % der Einwohner sind Hindus, gut 12 % sind Moslems, jeweils knapp 2 % sind Jains bzw. Buddhisten und knapp 1 % sind Christen. Wie bei Volkszählungen im Norden Indiens üblich, liegt der männliche Bevölkerungsanteil deutlich über dem weiblichen. Etwa 15 % der zumeist aus den ländlichen Regionen in der Umgebung zugewanderten Bevölkerung sind Analphabeten.[2]
Wirtschaft
Das Umland der Stadt wird in hohem Maße landwirtschaftlich genutzt. In Shirdi selbst dominiert der Sai-Baba-Kult, der auch zum Bau des Flughafens Shirdi geführt hat; außerdem gibt es einen häufig frequentierten Bahnhof – beide wurden im Jahr 2009 eröffnet.
Geschichte
Shirdi lag jahrhundertelang im Abseits der wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen der Region. Erst mit dem Pilgerwesen und der zunehmenden Verlagerung von Industrien von Mumbai ins Hinterland bzw. deren Neugründung hat die Stadt an Bedeutung gewonnen.
Sehenswürdigkeiten
- Für viele Besucher ist der Sai-Baba-Tempel die wichtigste Attraktion der Stadt. Er wurde in den 1920er Jahren am Verbrennungsplatz des Gurus errichtet.
- In der benachbarten Dwarakamayi-Moschee brennt ein noch von Sai Baba selbst entzündetes Feuer (dhuni), das niemals ausgehen darf.
- Neben dem Tempel steht eine Hütte, genannt Chavadi, in welcher Sai Baba regelmäßig die Nacht verbrachte.
- Etwas außerhalb der Stadt steht der Khandoba Raya temple, der ebenfalls mit dem Guru in Verbindung steht.
Weblinks
- Shirdi – Website zu Sai Baba (englisch)

