Shortridge-Stachelmaus

Art der Gattung Mäuse (Mus) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Shortridge-Stachelmaus (Mus shortridgei) ist ein mit verschiedenen disjunkten Populationen in Indochina verbreitetes Nagetier in der Gattung der Mäuse. Das Taxon wurde ursprünglich als Unterart der Flachkopf-Stachelzwergmaus (Mus platythrix) betrachtet. Das Typusexemplar stammt vom Vulkan Mount Popa in Myanmar.[1] Die Zugehörigkeit zur Untergattung Pyromys sollte durch genetische Studien bestätigt werden.[2]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Shortridge-Stachelmaus
Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Mäuseverwandte (Myomorpha)
Familie: Langschwanzmäuse (Muridae)
Gattung: Mäuse (Mus)
Art: Shortridge-Stachelmaus
Wissenschaftlicher Name
Mus shortridgei
(Thomas, 1914)
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Verbreitung
Verbreitungsgebiet der Shortridge-Stachelmaus

Merkmale

Kennzeichnend ist das borstige und mit einigen Stacheln durchsetzte Fell. Es hat oberseits eine graubraune Farbe, während die Unterseite hellgrau bis weißlich ist. Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 95 bis 120 mm, einer Schwanzlänge von 60 bis 90 mm und einem Gewicht um 34 g zählt die Art zu den großen Mäusen. Sie hat 19 bis 22 mm lange Hinterfüße und Ohren von etwa 18 mm Länge. Die zehn Zitzen der Weibchen sind paarig angeordnet. Der diploide Chromosomensatz besteht aus 46 bis 49 Chromosomen (2n=46–49).[2]

Verbreitung und Lebensweise

Diese Maus hat Populationen im Osten von Myanmar, im Westen von Thailand, im Norden von Laos und Vietnam sowie verstreut im östlichen Thailand und Kambodscha. Sie hält sich in offenen Wäldern mit Hartlaubgewächsen oder Kiefern, im Bambusdickicht oder auf trockenen Grasflächen auf.[3] Das nachtaktive Tier baut ein Versteck aus Gräsern, das in die flache Vegetation integriert wird. Es hält sich vorwiegend auf dem Boden auf. Zur Nahrungswahl gibt es keine Informationen. Ein Nest mit einem Weibchen und Jungtieren wurde in einem Bambusstängel gefunden.[2]

Gefährdung

Für den Bestand sind keine Bedrohungen bekannt. Vermutlich kann sich die Maus an moderate Veränderungen anpassen. Die IUCN listet die Art als nicht gefährdet (least concern).[3]

Einzelnachweise

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