Shot Caller

Film von Ric Roman Waugh From Wikipedia, the free encyclopedia

Shot Caller ist ein Krimi-Thriller von Ric Roman Waugh aus dem Jahr 2017. Die Hauptrolle wird von Nikolaj Coster-Waldau gespielt.

TitelShot Caller
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2017
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Shot Caller
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2017
Länge 125 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Ric Roman Waugh
Drehbuch Ric Roman Waugh
Produktion Jonathan King,
Michel Litvak,
Gary Michael Walters,
Ric Roman Waugh
Musik Antonio Pinto
Kamera Dana Gonzales
Schnitt Michelle Tesoro
Besetzung
Schließen

Handlung

Das Leben des Börsenmaklers Jacob Harlon wird auf den Kopf gestellt, als er unter Alkoholeinfluss Auto fährt und, abgelenkt durch ein Gespräch mit seinen Passagieren, eine rote Ampel überfährt. Sein bester Freund wird bei dem folgenden Unfall getötet, der Fahrer des anderen Wagens erleidet schwere Beinbrüche. Harlon wird zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt, unter anderem auch deshalb, weil der von Wählerstimmen abhängige Staatsanwalt die höchstmöglichste Verurteilungsquote im Bereich Trunkenheitsfahrten anstrebt. Harlons Anwalt rät ihm noch, sich im Gefängnis auf keinen Fall etwas gefallen zu lassen, weil ihn das automatisch zum Opfer stempeln würde. Schon in der ersten Nacht wird Jacob Zeuge der Massenvergewaltigung eines mit ihm eingelieferten Gefangenen. Als er daraufhin bei seinem ersten Hofgang angerempelt wird, prügelt er auf sein Gegenüber ein, was ihm dreißig Tage Einzelhaft, aber auch die Aufmerksamkeit einer rassistischen Gefängnisgang (angelehnt an die Aryan Brotherhood) einbringt. Diese bietet ihm ihren Schutz an, was Jacob akzeptiert.

Als Gegenleistung muss er unter anderem Drogen in seinem Anus in den Hof schmuggeln und einen anderen Häftling, einen mutmaßlichen Spitzel, töten. Er erhält daraufhin den Gangnamen „Money“, angelehnt an seinen ehemaligen Job an der Börse. Seine Gang hat sich mit einer mexikanischen Gefängnisgang, geführt von Gomez, verbündet und plant einen koordinierten Angriff auf die verfeindete schwarze Gang während des Hofgangs. Money soll dabei mitten in der Menge und außerhalb des Sichtbereiches der Kameras bleiben. Beim großen Kampf im Hof rettet Harlon Gomez das Leben, indem er einen Angreifer schwer verletzt. Allerdings wurde er dabei gefilmt und erhält weitere neun Jahren Gefängnis, von denen er mindestens 85 % absitzen muss, da er im Auftrag einer Gang gehandelt hat. Außerdem wird er in ein Hochsicherheitsgefängnis verlegt. Nach dem Urteilsspruch dreht sich Harlon zu seiner vollkommen entsetzten Frau um und rät ihr zu vergessen, dass er existiert.

In seinem neuen Gefängnis sitzt auch „Beast“ ein, der Anführer von Harlons Gang, der trotz jahrelanger Einzelhaft aus seiner Zelle die Fäden zieht. Als der bisherige „Unterführer“ der Gang in den Todestrakt verlegt wird, weil er eine Wache getötet hat, bekommt Harlon von Beast „die Schlüssel“, übernimmt also die freigewordene Stellvertreterposition. Er schreibt seinem Sohn einen Brief, in dem er ihm rät, seinen Vater zu vergessen und sein Leben weiterzuleben.

Als er auf Bewährung entlassen werden soll, muss Harlon einen großen Waffendeal zwischen seiner Gang und den Mexikanern abwickeln. Andernfalls droht Beast ihm mit dem Tod seiner Familie. Harlon scheint zunächst mitzuspielen und organisiert den Handel mit seinem alten Bekannten Gomez. Als seine Frau und sein Sohn vor seiner Motelzimmertür stehen, schickt er sie beide anscheinend ungerührt weg, nur um hinter verschlossener Tür in Tränen auszubrechen.

Als er herausfindet, dass einer seiner Leute in Wirklichkeit ein Informant der Polizei ist, tötet er ihn in dessen Haus. Kurz vor dem Deal schickt er jedoch mit dessen Handy den genauen Ort der Übergabe an die Polizei. Daraufhin werden alle Beteiligten verhaftet. Harlon legt ein Geständnis ab, weigert sich aber, Beast oder die anderen Beteiligten zu verraten, obwohl man ihm dafür seine Freiheit anbietet. Er wird zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe ohne Bewährungsmöglichkeit verurteilt.

Kurz darauf wird er von einem korrupten Wärter in die Käfige in den Hof gebracht, wo die Gefangenen ihre „Hofzeit“ verbringen. Beast wartet dort in einem anderen Käfig auf ihn und droht ihm mit dem Tod von Harlons Familie, da er durchschaut hat, dass nur Harlon die Gelegenheit hatte, den Ort der Übergabe zu verraten. Als Harlon wieder in seine Zelle gebracht werden soll, öffnet er seine Handschellen mit einem im Mastdarm eingeschmuggelten, selbstgefertigten Schlüssel und macht den Wärter mittels einer ebenfalls eingeschmuggelten Rasierklinge gefügig. Er öffnet Beasts Käfig und tötet ihn nach kurzem Kampf mit seiner Klinge. Im Anschluss übernimmt er die Führung der Gang, da er nur so seine Familie vor den Konsequenzen schützen kann.

Harlon bekommt einen Brief von seinem Sohn, der erklärt, er habe ihm vergeben. In der letzten Szene sieht man Harlon, der jetzt genau wie Beast vorher in verschärfter Einzelhaft sitzt, in Beasts altem Käfig auf dem Hof.

Rezeption

Preise und Nominierungen

Der Film war 2017 von der Austin Film Critics Association für den Austin Film Award in der Kategorie „Bester Regisseur“ nominiert.

Kritik

Der Filmdienst beurteilt den Film als einen „harte[n], suggestive[n] Gefängnis-Thriller, der die Welt der Kriminellen als dunklen Spiegel der USA inszeniert, die von inneren sozialen, ethnischen und weltanschaulichen Konflikten zerrissen werden.“[2]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI