Showdown Ski Area

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Showdown Ski Area (auch Showdown Montana) ist ein Skigebiet im Meagher County in Montana. Das 1936 eröffnete Skigebiet ist das älteste ununterbrochen in Betrieb befindliche Skigebiet Montanas.

Schnelle Fakten
Showdown Ski Area
Größe des Skigebiets 2,6 km²
Ort Kings Hill Pass
Berg Porphyry Peak
Koordinaten 46° 50′ 19″ N, 110° 42′ 32″ W
Lifte 3
Sportarten Ski, Snowboard, Freeride
Website https://www.showdownmontana.com/
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Lage und Betrieb

Das Skigebiet befindet sich in den Little Belt Mountains an der nördlichen Grenze des Meagher County zum Cascade County direkt am US-Highway 89 beim Kings Hill Pass (2251 m). Nächstgelegene Orte sind White Sulphur Springs (50 km) und Neihart (15 km). Great Falls ist 100 km und Bozeman 180 km und Helena 175 km entfernt.

Höchster Punkt des Skigebietes ist der Porphyry Peak mit 2498 m. Der niedrigste Punkt liegt bei rund 2100 m. Eine künstliche Beschneiung erfolgt nicht, die durchschnittlichen Schneehöhen im Skigebiet betragen jährlich zwischen 75 und 150 cm. Jährlich gibt es eine Schneefallmenge von rund 650 cm. Das Gebiet liegt im Bundesforstgebiet Helena-Lewis and Clark National Forest.

Showdown Ski Area hat eine Größe von 259 Hektar und bietet 35–40 Abfahrten. Leichte Abfahrten haben einen Anteil von 28 %, mittelschwere Abfahren haben ein Anteil von 44 % und schwere Abfahrten einen Anteil von 28 %. Nur ein Teil der Abfahrten wird präpariert.

Das Skigebiet ist meist von Anfang Dezember bis Anfang April entsprechend der Schneebedingungen in Betrieb. Montag und Dienstag ist es meist geschlossen.

Geschichte

Im Winter 1936/1937 begannen Skibegeisterte mit dem Skifahren auf einer Lichtung am Kings Hill Pass. Das benachbarte Neihart war von Great Falls aus mit dem Zug erreichbar.[1] Im Januar 1937 gründete sie den Great Falls Ski Club, der fortan regelmäßig das Skifahren am Pass organisierte. Charles Bovey, der später Virginia City übernahm, finanzierte 1939 den ersten selbst gebaute Ski-Lift. Es handelt sich einen einfachen Seil-Lift. Außerdem wurde eine kleine Skihütte errichtet.

Im Winter 1951/1952 bauten die Vereinsmitglieder die erste Lodge am Skigebiet. Am 3. Juli 1956 gründete der Vorstand des Ski Clubs das Unternehmen Ski Lift, Inc. Präsident des Unternehmens wurde Earl Hall, Vizepräsident Charles Bovey.[2] Das Unternehmen kaufte für 18.000 Dollar einen Poma-Tellerlift. In den 1960er Jahren wurde die Skihütte um eine Küche und Waschräume erweitert.

1963 wurde der Tellerlift durch einen Bügellift ersetzt und 1970 der Doppelsessellift "Prospector" errichtet. Um dies zu finanzieren, wurden Aktien emittiert. Dies verbreiterte die Basis der Eigentümer sorgte jedoch auch dafür, dass Entscheidungsprozesse länger dauerten.

Im April 1973 kauften der Versicherungsunternehmer Edward B. Cogswell Jr. (1933–2019) und der Wirtschaftsprüfer George S. Willett zunächst 83 % der Anteile an der Ski Lift, Inc. und damit das Skigebiet.[3] Später erwarben sie auch die restlichen Anteile. Cogswell agierte als Präsident und Willett als Vizepräsident und General Manager. Vor der Ski-Saison 1973/1974 benannten sie das Skigebiet in "Showdown Montana" um.

1978 wurde der Dreier-Sessellift "Payload" errichtet, damit wurde der bisherige Bügellift ersetzt.

1989 übernahm Willett die Position des Präsidenten und Cogswell wurde Vizepräsident. 2018 übernahm Willett den Unternehmensanteil von Cogswell.

2006 wurde mit der Errichtung des Doppelsessellifts "Sluice Goose Caboose" der Tellerlift außer Betrieb genommen und der für Anfänger geeignete Bereich des Skigebietes besser erschlossen.

Im März 2019 musste 85 Skifahrer auf Grund eines technischen Defektes aus dem Skilift „Payload“ abgeseilt werden.[4]

2021 erwarb Katie Boedecker, Tochter von George Willett, das Skigebiet, die ihrerseits einen Anteil an ihre Tochter Avery Patrick übertrug.

Im Sommer 2022 erwarb die Ski Lift Inc. das in White Sulphur Springs liegende Hotel All Seasons Inn & Suites und vermarktet dieses nunmehr unter dem Namen „The Edith Hotel“.[5]

Lifte

Von 1956 bis 1963 wurde ein von Poma gebauter Tellerlift mit einer Länge von 1036 m, einer Höhendifferenz von 295 m und einer Kapazität 350 Personen/Stunde betrieben. Dieser wurde 1963 durch einen von Constam erbauten Ankelbügel-Schlepplift mit einer Länge von 1237 Meter und einem Höhenunterschied von 297 Meter ersetzt. Die Kapazität stieg auf 1100 Personen pro Stunde. Der Tellerlift wurde auf 365 Meter verkürzt am nördlichen Rand des Skigebietes wieder aufgebaut. Der übrige Teil des Tellerliftes wurde am Anfängerhang aufgebaut.

1970 wurde von Städeli ein Doppel-Sessellift mit einer Länge von 1910 Meter und einem Höhenunterschied von 406 Meter errichtet. Der Lift mit einer Kapazität von 760 Personen pro Stunde hat eine Mittelstation, 27 Stützen und 156 Sessel. Die Fahrzeit des als „Prospector“ bezeichneten Lifts beträgt 12,5 Minuten.

Der T-Bar-Schlepplift wurde 1978 durch den ebenfalls von Städeli hergestellten Dreier-Sessellift „Payload“ ersetzt. Dieser hat eine Länge von 1271 Meter und überwindet einen Höhenunterschied von 312 Meter. Der Lift hat eine Kapazität von 1600 Personen je Stunde und die Fahrzeit beträgt 9,3 Minuten. Der Lift hat 18 Stützen und 163 Sessel.

2006 wurde der Tellerlift außer Betrieb genommen. Dafür wurde ein von Yan Lift erbauten Doppelsessellift mit einer Länge von 960 Meter und einem Höhenunterschied 193 Meter errichtet. Der zunächst Sluice Goose Caboose genannte Lift wurde gebraucht vom Skigebiet Alta (Utah) erworben. Dort war er seit 1973 im Einsatz. Der nunmehr „Hoxter Express“ (nach einem früheren Betriebsleiter) benannte Lift hat 12 Stützen, 126 Sessel und eine Fahrzeit von 7,9 Minuten.

Die zentrale Lodge verfügt über mehrere gastronomische Einrichtungen (Grill, Bar, Cafe), den Ticketshop, einen Skiverleih und einen Shop. Auf dem Gipfel ist mit dem Top Rock Cafe ein weiterer Imbiss vorhanden. In den Sommermonaten gibt es die Möglichkeit die Lodge für Hochzeiten und Konferenzen zu nutzen.

Einzelnachweise

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